„Nummer 1“-Album jetzt überall als Stream oder Download

Nummer 1. Album von Daniel Heinze (2017) Mein Nummer 1-Album von 2017 gibt’s ab sofort ganz offiziell überall im Streaming und als Download. Äh, was, ein Nummer 1-Album???

Im Sommer 2017 war ich an einem heißen Samstagvormittag im Studio von 2zueins!-Drummer und Produzent Dirk Herold zu Gast, um dort jeweils die ersten Songs aller Alben und EPs, die ich seit 1996 solo oder mit Bands veröffentlicht habe, nochmal neu live einzuspielen. Dabei hatte ich immer nur einen Versuch.

Anlass war der Release meiner anderen 2017er Platte „Viel zu lang zu leise“. Bis heute kriegen alle, die die CD-Version davon kaufen, den „Nummer 1“ als mp3-Download geschenkt. Alle anderen können das Experiment jetzt also auch hören – bei Deezer, Amazon, Apple Music oder auch Spotify.

(M)eine Dekade Musik

Eine Dekade geht zu Ende. Zehn Jahre, in der mich das Musikmachen konsequent begleitet hat. Vor allem und besonders gern natürlich mit 2zueins!, aber auch immer wieder auf Solopfaden. Lust, mal reinzuhören? Die Spotify-Playlist hier enthält (fast) alles, was ich musikalisch bisher so verzapft habe. Und hier gibt’s detaillierte Infos zu allen Veröffentlichungen.

Mein 2019: Lieblingslieder

10 Vampire Weekend – Harmony Hall
I thought that I was free from all that questionin‘, but every time a problem ends, another one begins.

9 Gary Clark junior – What About Us
There goes the neighbourhood, one way or another. You can call it what you want, but the young blood’s taking over.

8 Von Wegen Lisbeth – Westkreuz
Der Döner ist jetzt ein Friseursalon und du weißt nichts davon.

7 Charlie Worsham feat. Old Crow Medicine Show – I Hope I’m Stoned (When Jesus Takes Me Home)
I believe he put it down here for all of us to use, a little piece of heaven to take away your blues. I know I’m far from perfect and I’ll call a sin a sin but I feel closer to the Lord every time I breathe it in.

6 KitschKrieg feat. Cro, AnnenMeyKantereit, Trettmann – 5 Minuten
Ich glaub‘, ich hab’ vor fünf Minuten aufgehört, dich zu lieben. Dann hab’ ich’s aufgeschrieben. Und mittlerweile sind es sieben.

5 Ben Harper – Uneven Days
On a bad day it isn’t better, on a good day it isn’t worse. When you and I aren’t together, love is just pain in reverse.

4 The Highwomen – Highwomen
I was a healer, I was gifted as a girl. I laid hands upon the world. Someone saw me sleeping naked in the noon sun, I heard „witchcraft“ in the whispers and I knew my time had come. The bastards hung me at the Salem gallows hill – but I am living still.

3 Trey Anastasio – Friend
When I was up, I had so many friends. When I was down, they were gone so fast. And you were always the one who stayed.

2 Weezer – High As A Kite
Way up here, no one can touch me, I’m drifting like a lost balloon. I’m out of reach and won’t be coming down any time soon, any time soon.

1 Niels Frevert – Brückengeländer
So lebe wohl, du rettungslos verlor‘nes Jahr, zieh‘ dahin mit dem Flüstern des Flusses, Strömung tief und klar. Was vergangen ist, ist vergangen und lange her, irgendwann nur noch Rost an den Händen vom Brückengeländer.

Meine zehn Lieblingslieder 2019 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2018 (Spotify), 2017 (Spotify), 2016 (Spotify), 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2019: Lieblingskonzerte

10 – George Ezra, Leipzig, 5. Mai
Der Boy aus Bristol ist zum Superstar geworden. Und legt eine abendfüllende, familienkompatible Show hin, die irgendwo zwischen liebenswürdig und kitschig, sympathisch geerdet und dennoch leicht überdimensioniert einzuordnen ist. Am Ende gehen alle glücklich nach Hause und es bleibt die Gewissheit: dieser unheimlich nette George, der kann was.

9 – Cub Sport, Hamburg, 6. Februar
Versponnener Keyboard-Dream-Pop? Eigentlich nicht so meine go-to-Musikfarbe. Aber vielleicht hat mich die Show der australischen Band gerade deshalb so in ihren Bann gezogen. Große Melodien, ganz große Gefühle. Sänger Tim Nelson ist ein Superstar – noch mag das hierzulande nur für die Gay- oder Indie-Szene gelten. Aber es ist gewiss nur eine Frage der Zeit, bis Bühnen und Fanmengen größer werden.

8 – Gisbert zu Knyphausen, Leipzig, 29. Juni
Einer meiner Lieblingssongschreiber auf der Lieblings-Open-Air-Bühne der Stadt – die Voraussetzungen dafür, dass das ein wunderbarer Spätjuniabend werden dürfte, waren ideal. Gisberts Band und er wirkten auf mich eingespielter und harmonischer als zuletzt; die Stimmung bei Musikern wie Publikum war prächtig. So wurde es schließlich der ersehnte harmonisch-melancholische Sommerauftakt für alle Beteiligten.

7 – Christian Kjellvander, Hamburg, 5. Februar
Der umtriebige Schwede kam mit seiner Band in die Hamburger Livemusik-Institution Knust, um sein achtes Album „Wild Hxumans“ zu präsentieren. Eine beeindruckende Angelegenheit: Kjellvanders sonor-geheimnisvoller Gesang erinnert an Lou Reed und Jim Morrison, die Musik ist tempoarm, aber wuchtig. Wintermusik im besten Sinne – und zwar ganz große.

6 – Faber, Leipzig, 26. November
Der Skandalknabe aus der Schweiz wird wohl einer der großen Abräumer 2020. Gleich zwei Mal will er hier das Haus Auensee ausverkaufen, gleich zwei große bundesweite Touren im Frühjahr und Herbst wird es zu seinem zweiten Album geben. Beim Vorab-Gig im lauschigen Naumanns demonstriert Faber, wie er auch in Duo-Besetzung einen Saal zum Ausrasten bringt. Zynischer Songwriter-Pop mit Weltmusikeinschlag – so eine Nische muss man erst mal finden, sich zu eigen machen und besetzen. Faber hat’s geschafft.

5 – Jan Plewka & Marco Schmedtje, Hamburg, 8. Februar
Mein zweites „Behind the Bars“-Konzert der beiden Herren, diesmal in ihrer norddeutschen Heimat. Und die zwei unweit der Reeperbahn zu erleben, wie sie ihre heimelige, herrlich gefühlsduselige „Wir-ziehen-wahllos-Songs-aus-dem-Hut“-Show durchziehen, ist ein ganz besonderes Vergnügen. Wir hören Songs von Rio Reiser, Simon & Garfunkel und eigene Stücke und glauben später, an der Bar, alle gemeinsam wieder etwas mehr an das Gute im Menschen.

4 – Dave Matthews Band, Berlin, 23. März
Nach vier langen Jahren ziehen DMB wieder durch Europa, in diesem Jahr natürlich, um ihr aktuelles Album „Come Tomorrow“ zu promoten und die mit Keyboarder Buddy Strong in veränderter Besetzung aufspielende Band zu präsentieren. Drei Konzerte durfte ich erleben und damit eine Band in Top-Form bewundern. Am eindrücklichsten war die Show in Berlin – was an den 1-A-Sitzplätzen quasi über der Bühne und an der unfassbar großen Spielfreude der Matthewsschen Mannschaft gelegen haben dürfte.

3 – Niels Frevert, Dresden, 17. Oktober
Meine Güte, hat mir Niels Frevert gefehlt! Fünf Jahre hat er sich für’s Album „Putzlicht“ Zeit gelassen. Aus einer musikalischen und persönlichen Krise kommt er gestärkt zurück. Live bedeutet das vor allem: er rockt wie seit Jahr(zehnt?)en nicht mehr. Seine Band ist perfekt aufeinander abgestimmt, die Setlist überzeugt mit einem fairen Mix aus Neuem und Altem. Niels fliegt die Liebe des Publikums nur so zu und er genießt die Ovationen sichtlich. Erstaunlich: das alles funktioniert auch in abgespeckter Trio-Besetzung, wie ich ein paar Wochen später in Leipzig erleben durfte. Schön, dass Du wieder da bist, Niels.

2 – Dawes, Köln, 1. November
Ebenfalls eine kleine Ewigkeit ist es her, dass Dawes für ein paar Shows in Europa waren. Ich habe sie auf der Tour in Berlin und Köln erlebt und stimme all denen zu, die diese vier Herren für einen der stärksten Live-Acts unserer Zeit halten. Großes Songwriting, famose Performance, euphorisches Publikum. Der für mich größte Moment: das epische „Peace In The Valley“ im Kölner Artheater.

1 – Sinéad O’Connor, Berlin, 8. Dezember
Hätte mir jemand Anfang 2019 gesagt, dass ich noch am Ende desselben Jahres Sinéad O’Connor auf einem umjubelten, ausverkauften Konzert in Berlin erleben würde, ich hätte ihm oder ihr wohl einen Vogel gezeigt. Mit größter Sorge nahm ich all die Schlagzeilen der letzten Jahre zur Kenntnis, ihre psychischen Probleme, die Zerwürfnisse mit Freunden und Familie, die Gerüchte über Suizidversuche und und und. Doch tatsächlich: es scheint ihr wieder gut zu gehen. Gestärkt durch eine neue Band, ein neues Management und eine neue spirituelle Heimat (sie ist jetzt Muslima), setzt sie musikalisch dort an, wo sie vor ihrer Zwangspause seit 2015 war – mit einer frenetisch gefeierten Performance, die einen gelungenen Querschnitt durch ihr gesamtes Oevre liefert. Der Unterschied zu „damals“? Heute wirkt Sister Sinéad gelöst und gestärkt. Ihre Stimme ist dabei in Bestform: glasklar, druckvoll, mal markerschütternd, mal engelsgleich, immer magisch.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2019: Lieblingsalben

10 – Bon Iver – i,i
Nicht ganz so verkopft wie der brilliante Vorgänger. Eingängiger, direkter – dafür auch etwas weniger wuchtig, etwas weniger beeindruckend: „i,i“ wirkt stellenweise wie ein Bon-Iver-Best of. Zumindest finde ich mich in Justin Vernons Klanguniversum zwischen Samples, Jägerhüttenfolk und skurilem 80s-Saxofon inzwischen ziemlich problemlos zurecht und fühle mich dort auch entsprechend gut aufgehoben.

9 Chris Robinson Brotherhood – Servants Of The Sun
Ach, Neal Casal. Dass er nicht mehr da ist, ist das mieseste an diesem Musikjahr. Im Frühjahr erschien noch „Servants Of The Sun“ – ausgelassener, spielfreudiger Gniedel-Freak-Rock, so tanzbar und leicht, wie man das zuletzt kaum noch von der „Brotherhood“ kannte. Chris, Neal, Adam und die anderen gut gelaunt und bester Dinge. Mögliche Erklärung: „Servants“ wurde über ein Jahr zuvor eingespielt, seitdem muss viel passiert sein. Dann ein Horror-Sommer: erst schickt Robinson im Sommer die Bruderschaft in eine Dauerpause, später die Nachricht vom Suizid Casals. Schließlich folgt eine halbgare Black-Crowes-Reunion mit irgendwelchen hired guns. Was zum…?! Was bleibt, ist tolle Musik in einem tragisch-traurigen Kontext.

8 Mavis Staples – We Get By
Blues- und Soullegende Mavis Staples ist in diesem Jahr achtzig Jahre alt geworden. Ben Harper, der bereits mehrfach mit der Staple-Singers-Frontfrau zusammenarbeitete, schneidert ihr als Geburtstagsgeschenk ein fantastisches Album auf den Leib. Zeitlose, aufrichtige, kämpferische Musik, die frischer und aktueller gar nicht sein könnte.

7 Harry Styles – Fine Line
Spät im Jahr erobert sich Ex-One-Direction-Harry noch einen Platz in meinen Jahrescharts und in den Herzen von Millionen von Fans. Es ist, wie es ist: dieser Typ singt einfach mal klasse und macht bei unzähligen Promotionauftritten von SNL bis James Corden auch schauspielernd und palavernd eine bella figura. Doch das wichtigste ist die Musik, und die passt; für einen Popstar erstaunlich erdig, kernig, authentisch, dabei aber immer eingängig, smart und sexy.

6 The Tallest Man On Earth – I Love You. It’s A Fever Dream
Bester Albumtitel des Jahres. Aber auch sonst: Kristian Matsson alias The Tallest Man On Eartn liefert in diesem Jahr sein bisher stimmigstes Album ab. Ganz ohne große Band; Gitarren, Gesang und hier und da mal Klavier, Mundharmonika und Streicher stehen im Mittelpunkt. Wahrscheinlich hat er diesen Vergleich inzwischen mächtig satt, aber natürlich erinnert diese Platte an den jungen Dylan. Gleichzeitig hat Matsson aber auch über die Jahre seinen ganz eigenen, seltsam versponnenen Sound erschaffen. Muss man erstmal hinkriegen, Epigone und Stilbildner auf einmal zu sein.

5 The Highwomen – The Highwomen
Wer hier zum ersten Mal von den Highwomen liest, möge sich bitte schnell in die Thematik einarbeiten (Highwaymen mit Cash und Co, männerdominiertes Country-Business, Feminismus usw.). Schon so ist dieses Album ein stimmgewaltiger Volltreffer. Mit dem Wissen darum, dass hier vier Damen mal eben die komplette, nach wie vor arg rückschrittliche Country-Welt aufmischen, macht’s gleich nochmal so viel Freude, ihnen dabei zuzuhören.

4 Eric Schenkman – Who Shot John?
Als Hardcore-Fan der Spin Doctors könnte ich ja so einige kritische Fragen stellen: warum machen die alle ständig Soloplatten, obwohl sie regelmäßig zusammen touren? Warum hat Eric fünf dieser zehn Songs in den letzten zehn Jahren schon in anderen Versionen veröffentlicht und verkauft sie nun als neu? Und was für eine dreiste 1:1-Kopie eines eigenen Songs ist denn bitteschön „Far Away“. Denkt Mr. Schenkman etwa, wir hätten nie „If The River Was Whiskey“ gehört? Aber wie auch immer: dieses Album ist halt trotzdem der Hammer, macht Spaß, ist funky, ungestüm, voller Spielfreude. Und jetzt aber mal wieder ab ins Studio mit den anderen Doctors. Bitte!

3 Better Oblivion Community Center – Better Oblivion Community Center
Das Jahr ging schon gut los: ohne viel Vorab-Promo trat das Better Oblivion Community Center in unser Leben. Phobe Bridgers und Conor Oberst machen gemeinsame Sache und liefern ein wunderbares Album ab, das sich musikalisch irgendwo zwischen Indierock, Folk und Pop bewegt.

2 Niels Frevert – Putzlicht
Was für eine triumphale Rückkehr nach ein paar Jahren der Pause, der künstlerischen Krise, des Unter-dem-Radar-Bleibens: Niels Frevert ist wieder da. Was soll ich groß schreiben über diesen von vorne bis hinten gelungenen großen Wurf? „Putzlicht“ macht mich einfach glücklich.

1 Trey Anastasio – Ghosts Of The Forest
Trey Anastasio verarbeitet auf diesem Soloalbum den Verlust seines Freundes Chris Cottrell, den er seit Kindertagen kannte und der 2018 einem Krebsleiden erlag. Anastasio gelingt dabei ein erstaunlich hoffnungsvoller Songzyklus, der all das vereint, was man am Phish-Sänger und -Gitarristen über die Jahrzehnte schätzen gelernt hat: sein lyrisches Talent. Seine Gabe, in Gitarrensoli ganze Geschichten zu erzählen. Seine Vorliebe für das Brechen von Erwartungen und Konventionen in Sachen Songstruktur und Klang. Ganz, ganz groß.

Meine zehn Lieblingsalben 2019 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingsalben 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004.

1. Quartal 2019

Gehört:
Assembly Of Dust – 2016-04-23 – San Rafael, CA
Chris Barron – 2019-02-02 – Café #9, Sheffield, UK
Beirut – Gallipolli
Bilderbuch – Vernissage My Heart
Blues Traveler – 2019-03-01 – Brooklyn Bowl Vegas, Las Vegas, NV
Kristoffer Bolander – What Never Was Will Always Be
Phoebe Bridgers & Conor Oberst – Better Oblivion Community Center
The Cat Empire – Live at Ancienne Belgique, October 2013
The Cat Empire – Stolen Diamonds
Gary Clark Jr. – This Land
Cub Sport – Cub Sport
Deer Tick – Mayonaise
Damien Dempsey – Union
Dendemann – da nich für!
The Disco Biscuits – 2018-11-01 – Brooklyn Bowl, Las Vegas, NV
The Disco Biscuits – 2018-11-03 – Brooklyn Bowl, Las Vegas, NV
Kyle Falconer – Almost Pleasant
Shlomo Franklin – Don’t Love Anybody
Galactic – Already Ready Already
Gov’t Mule – 2019-01-20 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Gov’t Mule – 2019-01-21 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Gov’t Mule – 2019-01-23 – Runaway Bay, JA (Island Exodus X)
Martyn Joseph – Here Come The Young
Christian Kjellvander – Wild Hxmans
Leftover Salmon – 2017-01-15 – Farmstead at Long Meadow Ranch, St. Helena, CA
Lettuce – 2018-02-13 – Las Vegas, NV
Lettuce – 2018-08-25 – Lockn‘, Arrington, VA
Lettuce – 2018-10-30 – Newport News, VA
Lettuce – 2019-01-15 – The Vogue, Indianapolis, IN
Lettuce – 2019-01-17 – The Rex Theater, Pittsburgh, PA
Lettuce – 2019-01-18 – Infinity Music Hall & Bistro, Hartford, CT
Lettuce – 2019-01-19 – Brooklyn Steel, Brooklyn, NY
Jan Liesiecki – Mendelssohn
Lotus – 2018-09-21 – Mishawaka Amphitheatre, Bellvue, CO
The Magpie Salute – 2018-09-21 – Atlanta, GA
Old Sea Brigade – Ode to a Friend
Ove – Abruzzo
Pam Pam Ida – Sauber
Phish – 1991-07-19 – Somerville Theatre – Somerville, MA
Phish – 2019-02-21 – Riviera Maya, MX
Phish – 2019-02-22 – Riviera Maya, MX
Phish – 2019-02-23 – Riviera Maya, MX
Pinegrove – Skylight II
Chris Robinson Brotherhood – 2018-09-16 – Canton Hall, Dallas, TX
Joe Russo’s Almost Dead – 2018-08-16 – Red Rocks, Morrison, CO
s.m.h. – Daheim (2019 Remaster)
Eric Schenkman – Who Shot John?
Secret Source – Ape Shift
Spafford – For Amusement Only
Spafford – 2018-05-27 – Red Rocks Amphitheater, Morrison, CO
Spafford – 2018-10-13 – Music Hall Of Williamsburg, Brooklyn, NY
Spafford – 2019-01-20 – Jam Cruise, Miami, FL
Stoppok feat. Tess Wiley – Live
Strand Of Oaks – Eraserland
The String Cheese Incident – Travelogue 2018
SWMRS – Berkeley’s On Fire
TAUK – Real TAUK Vol. 1
Twiddle – 2018-12-30 – Boston, MA
Vianney – Le concert
Weezer – Weezer (Teal Album)
Hannes Wittmer – Das große Spektakel
Yungblud – Yungblud (Live In Atlanta)

Gesehen:
4-Takter, Dom St. Petrus, Osnabrück
Amarcord, Propsteikirche, Leipzig
Kristoffer Bolander, Knust, Hamburg
Bertrand Chamayou, Krzysztof Urbanski & Gewandhausorchester, Gewandhaus, Leipzig
Cub Sport, Nochtwache, Hamburg
Fabrik, Nebenan, Leipzig
Christian Kjellvander, Knust, Hamburg
Shelter Boy, Nochtwache, Hamburg
Dave Matthews Band, Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
Dave Matthews Band, Mehr-Theater, Hamburg
Dave Matthews Band, Tempodrom, Berlin
Jan Plewka & Marco Schmedtje, Nochtspeicher, Hamburg

Gelesen:
André Herrmann – Platzwechsel
Doris Wagner – Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche
Juli Zeh – Neujahr

4. Quartal 2018

Gehört:
AnnenMayKantereit – Schlagschatten
Julien Baker, Phoebe Bridgers & Lucy Dacus – Boygenius
Bilderbuch – Mea Culpa
Blues Traveler – 2018-10-27 – The Ritz, Raleigh, NC
Blues Traveler – Hurry Up & Hang Around
ClickClickDecker – Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten
The Decemberists – Traveling On
Doc Robinson – The Musicol Sessions, Vol. II
Bob Dylan – More Blood, More Tracks: The Bootleg Series Vol. 14
Bob Dylan and the Grateful Dead – Dylan & The Dead (original version reconstruction)
Element Of Crime – Schafe, Monster und Mäuse
Fabrik – Rauch steigt auf
Sam Fender – Dead Boys EP
William Fitzsimmons – Mission Bell
God Street Wine – 2018-12-22 – Gramercy Theatre, New York, NY
Garish – Rosen und Applaus. Die Uzlop Bänder
The Good, the Bad & the Queen – Merrie Land
Gov’t Mule – 2018-10-31 – Clyde Theatre, Fort Wayne, IN
Gov’t Mule – 2018-10-27 – The Tabernacle, Atlanta, GA
Isaac Gracie – Close Up, Looking Down
Greta Van Fleet – Anthem Of The Peaceful Army
Moritz Krämer – Ich hab‘ einen Vertrag unterschrieben 1
moe. – Wicked Awesome Vol. 1
Mumford & Sons – Delta
My Brothers & I – Heartbeat (Acoustic Live)
Jim James – Uniform Clarity
Leoniden – Again
Lukas Graham – 3 (Purple Album)
Dave Matthews Band – 2018 Fall Tour Highlights (aud)
Dave Matthews Band – The Batson Sessions
Dave Matthews Band – Encore Trax – Summer Tour 2018 Extended
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 46: 2018-07-07 – Ruoff Home Mortgage Music Center, Noblesville, Indiana
Blake Mills – Look
Van Morrison – The Prophet Speaks
Ocean Colour Scene – Ocean Color Scene EP
Phish – Kasvot Växt: í rokk (Live)
Phish – Live Bait Vol. 15
Phish – The Baker’s Dozen: Live At Madison Square Garden
R.E.M. – R.E.M. At The BBC (Live)
The Revivalists – Take Good Care
Chris Robinson Brotherhood – Betty’s Midwestern Magic Blends Vol. 4
Bill Ryder-Jones – Yawn
Spin Doctors – 2018-09-13 – Greenway Takeover Festival in North Forks, ND
Spin Doctors – 2018-11-08 – Brooklyn Bowl, New York, NY (30th anniversary show)
Dustin Tebbutt – Chasing Gold
Widespread Panic – 2018-10-21 – The Riverside Theater, Milwaukee, WI
Rachael Yamagata – Porch Songs

Gesehen:
Cosmic Conjunction, Westhafen Pier 1, Frankfurt/Main
Fabrik, Kulturlounge, Leipzig
Fimmadur, Propsteikirche, Leipzig
hmdi, Tuchfabrik, Werdau
Lukrator, Kulturlounge, Leipzig
Pinegrove, Cassiopeia, Berlin
Fritz Tonhammer, Tuchfabrik, Werdau

Gelesen:
Sebastian Fitzek – Das Paket
Papst Franziskus – Laudato Si! Die Umwelt-Enzyklika des Papstes. Mit einem Vorwort von Gerhard Kardinal Müller
Stephen King – Der Outsider

Mein 2018: Lieblingslieder

10 Leoniden – Kids
My ears are ringing, my throat is dry and my hands are trembling. Fuck it all, we killed it tonight.

9 George Ezra – Shotgun
Deep sea divin‘ round the clock, bikini bottoms, lager tops, I could get used to this.

8 Troye Sivan – The Good Side
I’m sure we’ll meet in the spring and catch up on everything. I’ll say I’m proud of all that you’ve done, you taught me the ropes, and you taught me to love.

7 Ben Harper & Charlie Musselwhite – When Love Is Not Enough
Choosing not to remember is no way to forget, that’s just a losing bet. It’s so unjust when love is not enough.

6 Jim James – Yes To Everything
Oh there was a time when I said yes to everything, completely open, was I mad? Or motherfuckin‘ out of my mind?

5 Pinegrove – Darkness
Some people spend their whole lives looking for someone who could understand, and while meanwhile a lilac blooming sometimes on the driest land.

4 Dawes – My Greatest Invention
You can turn a second inside out and end up with an eternity. But to polish up a diamond you have to clear some debris.

3 Blues Traveler – The Wolf Is Bumpin‘
It’s not running when you go nowhere or have no place to be, just to shuffle through the tearing smoke confused why you can’t see.

2 Brandi Carlile – Sugartooth
To think he had fought it all on his own just to lose the battle and die alone.

1 Andrew McMahon in the Wilderness – Teenage Rockstars
We taught ourselves to play and we’d play it loud.

Meine zehn Lieblingslieder 2018 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2017 (Spotify), 2016 (Spotify), 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2018: Lieblingskonzerte

10 – Calexico, Leipzig, 6. Juli
Da lag Cumbia in der Luft! Diese Musik mit den kolumbianischen Wurzeln hat es den Calexico-Männern derzeit besonders angetan. Dazu Charmebolzen Joey Burns, der zwischendurch auch schon mal mit den Kindern im Publikum smalltalkt … Ein weiterer stimmungsvoller Abend an der Eutritzscher Parkbühne.

09 – Kettcar, Leipzig, 1. Februar
Zwar hat mich das letzte Album „Ich vs. Wir“ nicht so recht „gekriegt“. Aber wenn Kettcar in deiner Stadt spielen, dann gehst Du da hin. Und wirst nicht enttäuscht! Immer wieder verblüffend, wie viele große Songs dieser Marcus Wiebusch über die Jahre verzapft hat.

08 – The Cat Empire, Leipzig, 4. Juli
Wieder die Parkbühne, zwei Tage vor Calexico. The Cat Empire aus Australien sind mal wieder auf Tour (es war nur ein Jahr Pause, fühlte sich aber an, als hätte ich sie ewig nicht gesehen). Das wird sich wohl nie ändern: TCE-Shows machen zutiefst glücklich und erneuern das Grundvertrauen auf das Gute in den Menschen.

07 – Vocalconsort Leipzig, Leipzig, 26. Januar
Auftakt der „Abendlob“-Musikreihe in der neuen Propsteikirche, an deren Konzeption und Durchführung ich ehrenamtlich mitwirke. Das Vocalconsort Leipzig hat die Premierenbesucher restlos begeistert. In dieser Stadt gedeiht ja so manch gutes Vokalensemble. Dieses hier überzeugt auf ganzer Linie.

06 – Chris Barron, London, 29. Januar
Als Mischung aus Talkshow und Solokonzert war dieser Abend im lauschigen „The Islington“ gedacht – und genau die haben die etwa vierzig Gäste (ausverkauft!) auch bekommen. Chris brilliert in beiden Disziplinen als welt- und wortgewandter Geschichtenerzähler und so wird die Show eine höchst unterhaltsame Rückschau auf 30 Jahre im Rockbusiness.

05 – Faber, Leipzig, 28. September
Klar gefällt sich dieser Julian Pollina in der Rolle des kauzigen Bohemiens, den die Frauen verehren und mit dem die Männer Rotwein saufen wollen. Er füllt sie aber auch klasse aus, hat viel zu erzählen und kann wirklich was. Dann noch diese famose Band um ihn herum – Faber und seine Musik sind ein Erlebnis.

04 – Ben Folds, Berlin, 17. Mai
Wer auch immer die Idee hatte, Ben Folds für ein Konzert in die Berliner Passionskirche zu locken, hatte genau den richtigen Riecher. Folds passte da ganz wunderbar hin und lieferte einen Abend, bei dem nicht nur ich mir abwechselnd Tränchen des Lachens und Tränchen der Rührung aus dem Gesicht wischen musste.

03 – Pinegrove, Berlin, 3. Dezember
Ein hipper Laden auf dem RAW-Gelände. Eine Band, die eigentlich schon im letzten Winter in Berlin spielen wollte, dann aber pausieren musste. Was die Vorfreude und die Erwartungen der aus aller Welt angereisten Fans nur noch erhöhte. Doch Pinegrove liefern in jeder Hinsicht und spielen mal eben zwei komplette Alben von vorne bis hinten.

02 – The Tallest Man On Earth, Berlin, 22. September
Dieser kleine drahtige Kerl ganz alleine auf der Bühne des Studios 1 im ehemaligen Berliner Funkhaus in der Nalepastraße: welch surreales Setting! Der Tallest Man On Earth singt, spielt, tanzt, rennt um sein Leben und erhält dafür am Ende völlig zu Recht stehende Ovationen.

01 – Chris Robinson Brotherhood, Hamburg, 2. März
Stell dir vor, Deine Rhythmusgruppe steckt witterungsbedingt auf dem Dubliner Flughafen fest, aber Du willst Deine Hamburg-Show heute Abend einfach nicht absagen. Was tun? Genau, Du machst das Beste draus, spielst ungeprobt eine Art Unplugged-Show in Trio-Besetzung und bescherst Deinen begeisterten Fans einen Abend für die Ewigkeit.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2018: Lieblingsalben

10 The Decemberists – I’ll Be Your Girl
Spätestens in diesem Jahr hat dieser back-to-the-80s-Trend auch Acts erreicht, die ich normalerweise gerade dafür schätze, dass sie ganz und gar nicht nach den Achtzigern klingen: Dawes, Josh Rouse – und auch The Decemberists. Die Folkrocker aus Portland spielen auf „I’ll Be Your Girl“ mit Synthie-Arpeggios, Flanger-Drums, Saxophon-Solos, Fretless-Bässen und U2-Gitarren. Liest sich, als wäre das Musik zum Wegrennen. Doch auf wunderbare Weise funktioniert dieser Klang-Ausflug. Was an den starken Songs liegt („Cutting Stone“, „Sucker’s Prayer“ oder das geniale „Russalka, Russalka / The Wild Rushes“). Und daran, dass Colin Meloy & Co. diese Soundelemente stets gezielt und geschmackssicher einzusetzen wissen.

9 Van William – Countries
„Was sind das bloß für Menschen die Beziehungen haben / Betrachten die sich denn als Staaten?“ Diese Zeile von Heinz-Rudolf Kunze kommt mir in den Sinn, wenn ich an das Solo-Debüt von Ex-Port O’Brien-Sänger Van William denke. Auf „Countries“ verarbeitet der Fischersohn aus Alaska unter anderem das Ende einer sechsjährigen, naja… Beziehung und benutzt genau das gleiche Bild: ihn fessele die idea of two people in a relationship acting as separate countries, hat er in einem Interview gesagt. Mehr noch, er schlägt sogar den ganz großen Bogen zur Politik und vergleicht derart Zwischenmenschliches mit dem aktuellen politischen Klima in den USA. Was die Platte so charmant macht: diese inhaltliche Schwere hört man den im sonnigen Kalifornien aufgenommenen Songs kaum an – ein faszinierender Kontrast.

8 Ben Harper & Charlie Musselwhite – No Mercy In This Land
Wie relevant Blues als Protestmusik im Jahr 2018 ist, beweisen Ben Harper (Gitarre, Gesang) und Charlie Musselwhite (Mundharmonika, Gesang) auf ihrem zweiten gemeinsamen Album: sie besingen wütend die Flüchtlingspolitik der aktuellen US-Regierung, gehen gnadenlos mit der eigenen (überwundenen) Alkoholabhängigkeit ins Gericht, berühren mit Zeilen übers Älterwerden (Harper) oder gar den Mörder seiner Mutter (Musselwhite). Handwerklich sind die zwei und ihre Mitmusiker freilich über jeden Zweifel erhaben und die nahezu komplett live im Studio eingespielten Stücke klingen durchweg beseelt und zutiefst authentisch.

7 Lawrence – Living Room
Was für ein Jahr für die Geschwister Clyde und Gracie Lawrence und ihre Band! Ausverkaufte Konzerte, Touren durch die Vereinigten Staaten und Europa, ein erster Auftritt in einer landesweiten Late-Night-TV-Show. Vor allem aber: die Sache mit dem schwierigen zweiten Album souverän gemeistert. „Living Room“ bringt einerseits mehr von diesem gut gelaunten Funk-Pop, mit dem Lawrence sich einen Namen gemacht haben. Andererseits ist da eine neue Reife und Tiefe hörbar, der Mut zur Reduktion, zum Detail. Was die Sache gleich noch viel interessanter macht.

6 Dave Matthews Band – Come Tomorrow
Was für ein Jahr aber auch für Dave Matthews und sein Millionenunternehmenseine Band! Erst der Rausschmiss von Geiger Boyd Tinsley, der sich vor Gericht dem Vorwurf der sexuellen Nötigung stellen muss. Dann die erste Tour seit 2016, und das ohne Gründungsmitglied Tinsley, dafür mit dem neuen Keyboarder Buddy Strong. Und zwischen all dem stand da noch die Fertigstellung des lang erwarteten neunten Albums der Dave Matthews Band auf der To-Do-Liste. „Come Tomorrow“ ist ein Sammelsurium aus verschiedenen zwischen 2006 und 2017 abgehaltenen Aufnahmesessions, mit vier Produzenten und wechselnden Musiker-Line-Ups. Hätte also auch mächtig schief gehen können, hat aber geklappt. Matthews und seine Kollegen klingen auf „Come Tomorrow“ verblüffend zeitgemäß; live soll die Band in diesem Sommer eine Sensation gewesen sein.

5 Isaac Gracie – Isaac Gracie
Die Musik des langhaarigen Londoners ist absolut nicht innovativ oder revolutionär. Aber sie ist sagenhaft gut. Isaac Gracie sieht aus, als hätten wir noch 1993, doch er schreibt und singt im besten Sinne zeitlose Songs – über sich selbst, die Liebe, den Alkohol, über Hoffnung und Verzweiflung. Mal erinnert er mich an Nick Drake, mal an Jeff Buckley, was ja nicht die schlechtesten Assoziationen sind. Trotzdem ist da ein eigenständiger Gracie-Sound, eine durchaus selbstbewusste Haltung; für’s bloße Zitieren oder Nachahmen ist er viel zu clever und versiert. Meine persönliche Singer-/Songwriter-Entdeckung des Jahres.

4 Dawes – Passwords
Mir war vollkommen klar, dass der Nachfolger zu „We’re All Gonna Die“ ebendieses Meisterwerk im Dawes-Katalog nicht würde toppen können. Muss es auch gar nicht. Dafür sind die einzelnen Alben der Band zu verschieden, auch erwarte ich von keiner Band, dass sie sich ständig überbieten muss. Tatsächlich ist „Passwords“ ziemlich anders als „We’re All Gonna Die“. War die 2016er Platte sowas wie der perfekte Soundtrack für einen Nachmittag mit Freunden am Strand, so ist die 2018er eher Musik für einen Winterabend mit Scotch und schweren Gesprächen. Dawes verhandeln auf „Passwords“ die ganz großen Themen wie gesellschaftlichen Zusammenhalt, ewige Liebe und technischen Wandel und packen dies in ein synthesizerlastiges, geradezu spaciges Klanggewand. Und machen damit mal wieder alles richtig.

3 Pinegrove – Skylight
Warum Pinegrove seit Herbst 2017 eine knapp einjährige Zwangspause eingelegt haben, lässt sich nicht kurz und knapp erklären, dafür aber in aller Ausführlichkeit nachlesen. Schön, dass die Band seit September wieder „da“ ist und „Skylight“ nun doch erschienen ist. Wie keine andere Band mixen Pinegrove Indie-Rock und Alternative Country. Verblüffend, wie viel Tiefe und Seele auch in diese Anderthalbminüter passen, die sie immer wieder zwischen ihren längeren Songs einstreuen. Nach wie vor: das Kollektiv um Evan Stephens Hall hat eine große Zukunft vor sich.

2 Blues Traveler – Hurry Up & Hang Around
Blues Traveler-Fans mussten in letzter Zeit sehr geduldig sein – erst wurde das im Mai 2017 eingespielte Album für den Herbst des gleichen Jahres angekündigt. Dann für Januar 2018. Dann für Juni 2018. Nur, um es im Mai auf den Oktober zu verschieben. Doch dann kam es wirklich, und für die Warterei wurde man bestens entschädigt. Kaum zu glauben, dass dies der Output einer Band ist, die bereits mehr als 30 gemeinsame Jahre auf dem Buckel hat. Die Zeit der Songwriting-Kooperationen und Soundexperimente ist erstmal vorbei. Lustigerweise hat uns genau das das inspirierteste und selbstbewussteste Blues Traveler-Album seit vielen Jahren beschert.

1 Brandi Carlile – By The Way, I Forgive You
Die Geschichten, die Brandi Carlile auf diesem Album erzählt, berühren mich zutiefst. Das geht mit der Titelzeile los, gerichtet an jenen Pastor, der sich weigerte, Brandi im Teenageralter zu taufen, weil sie schon damals offen mit ihrer Homosexualität umging. Da ist „The Mother“, in dem sie die Liebe zu ihrer Tochter Evangeline besingt. Da ist aber auch die Story von „Sugartooth“, der den Drogen nicht entsagen konnte. Und und und. Dass Carlile zu den ganz großen Sängerinnen unserer Zeit gehört, war ja lange klar. „By The Way, I Forgive You“ ist ihr bisheriges Meisterwerk. Und das Herzergreifendste, was ich in diesem Jahr hören durfte.

Meine zehn Lieblingsalben 2018 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingsalben 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004.