Zu Gast bei „Himmelklar“

Diese Woche bin ich zu Gast im Himmelklar-Podcast von katholisch.de und Domradio.de. Ich darf über alle möglichen Dinge sprechen, die mir am Herzen liegen: die Arbeit in der RADIO PSR-Kirchenredaktion, über Heldenstadt und Mit Herz und Haltung, den Podcast aus der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen. Außerdem: über meine Band 2zueins! und meine Solomusik (Musikprofil bei FB). Ach ja, und auch darüber, warum ich mich gern im Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen engagiere und auf den Katholikentag in Stuttgart freue.

#160 Carsten Leinhäuser – Der Dinosaurier Kirche Himmelklar

Was haben gezähmte Dinos mit der katholische Kirche zu tun? Pfarrer Carsten Leinhäuser wünscht sich eine moderne Kirche, die mit der Zeit geht, und feiert in der Corona-Pandemie auch "Küchen-Gottesdienste". Wir erfahren, welche Pläne er sonntagabends im Schlafanzug mit dem Bürgermeister im Jogginganzug schmiedet – für die Geflüchteten aus der Ukraine, für die sich seine Kirchengemeinde engagiert.

Mein 2021: Ein Fazit.

Boah, noch so ein Jahr wie 2020. Also, eines im Zeichen der Pandemie. Mit Ungewissheiten, Unwägbarkeiten, angepassten Plänen, verworfenen Plänen und einer gewissen Planlosigkeit. Mit Impfen und Schimpfen, mit Hoffen und Bangen, mit Trauern und ganz viel Sehnsucht nach Normalität. Mittendrin ein Sommer, in dem sich vieles wieder „normaler“ anfühlte – bevor es im Herbst heftiger denn je weiterging: Corona, Delta, Omikron.
Doch Gott sei Dank bleiben auch viele gute Erinnerungen an 2021: kleine Reisen nach Bamberg, Regensburg, München, Magdeburg. Der 15. Geburtstag meiner Band 2zueins! und die Veröffentlichung von „Helden mit Dellen“. Ich konnte podcasten und Radio machen und dabei häufiger im Büro als zu Hause arbeiten. Sogar ein paar eigene Gigs waren drin – solo, mit den 2zueins!ern und im Duo mit Robert. Ich war in Schwedt, Dresden, Zwickau, Gera, Jauernick, Hettstedt. Bei einem herrlich entspannten Patenkind-Schulanfang am Rhein. Und bei einem Klassentreffen in der alten Heimat. Überhaupt: Werdau ist und bleibt gern besuchte Wurzel mit Familie und Freunden.
Auch 2022 wird vermutlich kein Jahr, in dem alle Pläne aufgehen und überall Friede und Fröhlichkeit herrschen. Dennoch hoffe ich – für alle – auf weniger von dem, was 2021 so seltsam anstrengend gemacht hat und mehr von dem, was uns gut tut, gesund hält und froh macht.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2021 im Überblick:
Lieblingsalben 2021
Lieblingskonzerte 2021
Lieblingslieder 2021

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2021 – ich freue mich auf 2022 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2020 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2019 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2018 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2017 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2016 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2015 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2014 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2013 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2012 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2011 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2010 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2009
2008
2006
2005
2004

Mein 2021: Lieblingslieder

10 Tom Morello feat. Ben Harper – Raising Hell
And the road is always paved with shooting stars

9 Sebastian Block – Zur Hälfte vollkommen
Pech in der Liebe und doch nie gewonnen – das Spiel meines Lebens, zur Hälfte vollkommen

8 Gov’t Mule – If Heartaches Were Nickels
If wine and pills were hundred dollar bills, I might keep you satisfied and if broken dreams werе limousines, oh, you know I might take you for a ride

7 Jake Bugg – Scene
Did I ever really hurt you? Or is it just the way you always leave?

6 Kyle Falconer – Miracle Happens
I love the way you leave me behind

5 Blues Traveler feat. John Scofield & Rita Wilson – Crazy
Ha, bless your soul. You really think you’re in control?

4 My Morning Jacket – In Color
You gotta believe it sounds better, in color. All the rainbow to hear

3 Selig – Zeitlupenzeit
Liegt es an dir oder liegt es am Geld oder liegt es am Ende dеr Welt?

2 Pinegrove – Orange
I try to warn my senator, he said that he invented it and that I should feel happy he talked to me at all

1 Fortuna Ehrenfeld – Das Imperium rudert zurück
Buongiorno, wildes Leben, ich halt das nicht mehr aus. Im Kopf so viel Ideen und die müssen halt jetzt raus

Meine zehn Lieblingslieder 2021 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2020 (Spotify), 2019 (Spotify), 2018 (Spotify), 2017 (Spotify), 2016 (Spotify), 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2021: Lieblingskonzerte


Was hatte ich im letzten Jahr an dieser Stelle geschieben?

Ich wünsche mir sehr, dass sie bald zurück kommt, die Livemusik. Und dass ich im nächsten Jahr dieser Stelle wieder von wunderbaren Konzertmomenten schwärmen kann.

Das Foto ganz oben zeigt einen Ausschnitt aus meinem Feedreader, aus dem Ordner „Musik-Nachrichten“, Ende Dezember 2021. Eine US-Band nach der anderen cancelt ihre für Silvester geplanten Konzerte. Hier in Deutschland ist schon seit ein paar Wochen wieder weitestgehend Schluss mit Livemusik, die aktuelle Covid-Situation macht ein business as usal für Bands, Künstler*innen, Veranstaltungsagenturen, Bühnenarbeiter*innen u.v.a.m. nach wie vor unmöglich. Bei allem Verständnis für die dringend nötigen pandemieeindämmenden Maßnahmen: für viele Menschen, die im weitesten Sinne in der Unterhaltungsbranche arbeiten, ist die Lage erneut existenzbedrohend geworden.

Was für diese Leute an die Substanz geht, ist für Livemusikfreund*innen wie mich erstmal „nur“ schade: auch in diesem Jahr waren Live-Momente die große Ausnahme für mich, ich konnte nicht annähernd so oft wie „vor Corona“ zu Konzerten gehen, geschweige denn zu Konzerten reisen. Es fehlt mir ungemein, dieses Erlebnis, zusammen mit vielen anderen tollen Menschen beim Musikmachen zuzuschauen. Wie sehr ich das vermisse, spürte ich bei den paar Gelegenheiten, die sich dann doch im zurückliegenden Jahr ergaben:

In dieser herrlich entspannten Sommernacht auf der Koppel in Fraureuth etwa, in der Stoppok für uns aufspielte. Oder Ende August, als Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher mit ihrem fantastischen „Lass irre Hunde heulen“-Franz-Schubert-Programm auf der Geyserhaus-Parkbühne in Leipzig gastierten. Oder bei diesem inspirierenden Orgelkonzert mit Prof. David Franke im Regensburger Dom.

Na klar, auch in diesem Jahr gab es Livestreams. Die wöchentlichen „Thirsty Thursday Happy Hours“ von Chris Barron haben mich sicher durch den Winter und das Frühjahr gebracht (Chris hat uns über ein gutes Vierteljahr hinweg ohne größere Wiederholungen mit mehr als 100 gespielten Songs einen Ritt durch sein gesamtes Oeuvre geschenkt, das war schon Weltklasse). Auch die wunderbaren Goose-Konzertmitschnitte bei Youtube haben mir das Jahr verschönert. Da waren auch noch Streams von – da isser wieder – Stoppok (sein legendärer Geburtstagslivestream im Februar war äußerst amüsant), Damien Dempsey, Dawes und zuletzt die Abschieds-Show von The Cat Empire. Und doch sind Livekonzerte auf dem Bildschirm für mich kein vollständiger Ersatz für das „echte Erlebnis“.

Bleibt zu hoffen, dass 2022 auch im Blick auf Livemusik besser wird als 2020 und 2021 – insbesondere für die, die in der Livebranche arbeiten und dringend wieder sowas wie Normalität im Job brauchen. Aber auch für Musikfreunde und passionierte Konzergänger*innen wie mich.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2020, 2019, 2018, 2017, 20162015, 20142013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Ein Interview ohne Worte

Mein wortloses Interview im „Eulenfisch“

Zu Ihrem 20jährigen Bestehen hat die Katholische Akademie im Bistum Dresden-Meißen eine Sonderausgabe des Magazins „Eulenfisch“ als Festschrift veröffentlicht. Der „Eulenfisch“ erscheint seit vielen Jahren als jeweils monothematisches Schwerpunktheft im Bistum Limburg. Für die sächsisch-ostthüringische Erstausgabe wurde ich porträtiert: weil ich als Produzent und Moderator des Akademiepodcasts „Mit Herz und Haltung“ ja ein „Gern- und Viel-Redner“ bin, hat man mich zu einem Interview ohne Worte verdonnert – ich durfte also nur durch Gesten und Gesichtsausdrücke „antworten“. Hier könnt Ihr das Heft bestellen.

Zeit für mehr Freundlichkeit

Was Sie jetzt gleich lesen, könnte dazu führen, dass Sie mich für naiv halten. Oder für einen unverbesserlichen Optimisten. Aber damit kann ich leben. Nun denn: Ich wünsche mir, dass sich nach der Bundestagswahl tatsächlich etwas verändert in Deutschland – nämlich die Art, wie wir miteinander umgehen!

Denn ich bin müde vom ständigen Gepoltere gegen das, was einem selbst nicht in den Kram passt. Das geht los bei Sätzen wie „Die da oben kümmern sich doch eh nur um sich” und hört bei „Mein Nachbar, dieser Depp, hat seit Wochen den Rasen nicht gemäht!” noch lange nicht auf. Spüren Sie auch, dass der Umgangston in unserer Gesellschaft deutlich rauer geworden ist? Klar kann man da schön auf andere zeigen – auf „die Medien” oder „die Regierenden”. Aber auch und gerade die ganz normalen Gespräche bei Familienfeiern, nach Gottesdiensten oder bei zufälligen Treffen driften oft ab in gegenseitige Belehrungen und Debatten, bei denen man den anderen von der eigenen, viel richtigeren Meinung zu überzeugen versucht.

Ganz gleich, wie die Bundestagswahl morgen ausgeht und wer da künftig Verantwortung übernimmt: Ich wünsche mir, dass diese Menschen eine faire Chance bekommen. Dass man nicht geradezu darauf wartet, wer wann endlich den ersten Fauxpas liefert, über den man sich genüsslich echauffieren kann.

Ja, ich wünsche mir mehr Mitgefühl, Fairness und Freundlichkeit. Denn das gefällt nicht nur naiven Menschen und unverbesserlichen Optimisten.

Hinweis:
Diesen Text habe ich für die Leipziger Volkszeitung geschrieben, in der er am 25. September 2021 in der Kolumnen-Reihe “Gedanken zum Wochenende” erschienen ist.

Aber ich frage! – Pater Bernd Knüfer SJ erzählt aus seinem Leben

Vor einem Jahr, im Sommer 2020, verstarb in München der Jesuitenpater Bernd Knüfer. Seit den frühen Neunzigern wirkte der gebürtige Oberpfälzer in Leipzig – erst als Studentenpfarrer, bald als einer, der sich ganz aktiv den 85 Prozent Religionslosen der Stadt zuwenden wollte – als Mitgründer der „Orientierung“, der Kontaktstelle der katholischen Kirche in der Leipziger Innenstadt. Predigten in der Nikolaikirche machten ihn ebenso bekannt wie die Tatsache, dass er im „Raum der Stille“ der „Kontaktstelle Orientierung“ regelmäßig auch Yoga und Zen-Meditation unterrichtete.

Im Jahr 2019, der Umzug des inzwischen über 80-jährigen von Leipzig nach München war beschlossene Sache, gelang es der in Leipzig lebenden Schriftstellerin und Autorin Diana Feuerbach, Knüfer zur Produktion eines Hörbuches über sein Leben zu überreden. Nach anfänglichem Zögern ließ sich der Jesuit auf das Projekt ein, Anfang 2021 ist das Werk erschienen. Im Rahmen des Podcasts „Mit Herz und Haltung“ habe ich mit Diana Feuerbach darüber gesprochen, wie sie Pater Knüfer kennengelernt hat und welche Rolle er in ihrem Leben spielte. Außerdem gibt es spannende Einblicke in den Entstehungsprozess des Hörbuches, oder, wie Knüfer es lieber bezeichnete, Hör-Bildes. Zu hören u.a. bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music oder auch gleich hier:

Hörfutter: ein paar Podcast-Tipps

Viel los gerade in Sachen Podcasts: zum einen ist da die aktuelle Folge von Heldenstadt, der Show, die ich zusammen mit meinem Kumpel Guido inzwischen im siebenten oder achten Jahr mache. Diesmal reden wir u.a. über nervige Singvögel und Sauce Hollandaise.

Spannend auch das Gespräch, das ich neulich mit Dr. Joachim Klose von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Dresden führen konnte. Wir haben uns ausgerechnet über „Das Unsagbare“ unterhalten – hier könnt Ihr Euch das anhören.

Ebenfalls für Mit Herz und Haltung, den Podcast der Katholischen Akademie im Bistum Dresden-Meißen, entstanden ist eine Folge in Erinnerung an die schrecklichen Bilder und Nachrichten, die uns vor einem Jahr aus Bergamo in Italien erreichten. Darin sprechen wir u.a. mit dem einzigen der sechs an der Leipziger Uniklinik behandelten italienischen Corona-Patienten, der lebend nach Hause kehren konnte.

Welthit: erster Vorbote zum neuen 2zueins!-Album ist da

So, hier, es gibt frische Musik von mir/uns! Dirk, Heiko und ich a.k.a. 2zueins! waren im Studio und haben eine neue EP eingespielt, die in zwei Wochen endlich erscheint. Mehr zu der Platte namens Helden mit Dellen schon jetzt auf der Band-Website und im 2zueins!-Shop (bitte die schicke CD-Edition vorbestellen, lohnt sich) – hier das Video zur ersten Single, Welthit:

Mehr 2zueins! hier, mehr über all meine Musik gibt’s hier.

Neue Videos, neue Remixe

Daniel Heinze & Al Pulpo – Dreiklang (Ali Calamari Remix) (Official Lyrics Video)
2zueins! – Und gemein (Jabberwocky Mix) (Official Lyrics Video)

Kurz vor’m Jahresende sind noch ein paar kleine Musiksachen von bzw. mit mir erschienen. Zum einen Frutti di Mare, eine 3-Track-Single, die ich zusammen mit dem Produzenten Al Pulpo gemacht habe. Drei, wie ich finde, recht radikale, aber genau deswegen spannende Remixe von Stücken aus meinen letzten Alben „Viel zu lang zu leise“ und „Das Handgemenge von Wölbattendorf“. Zum ersten Track, „Dreiklang“ im „Ali Calamari Mix“, gibt’s ein hübsches Lyrics Video im 8-Bit-Stil, kreiert von Lukas von welks.tv (siehe oben). Frutti di Mare gibt’s überall, wo Ihr Musik streamen oder downloaden könnt (z.B. Spotify).

Der „Jabberwocky Mix“ des 2zueins!-Songs „Und gemein“ ist schon etwas älter, wir haben ihn 2016 zum 10jährigen Bandjubiläum auf der Plus X-Remix-Single rausgehauen. Nun steht das 15jährige ins Haus und wir haben im Oktober eine neue EP aufgenommen, die im ersten Halbjahr 2021 erscheinen soll. Quasi als Vorbote darauf hab ich ein kleines Lyrics Video zum Song gebastelt – mit Bildmaterial aus dem verschneiten Dresden im Winter 2016 oder 2017, so genau weiß ich das gar nicht mehr … Viel Spaß jedenfalls auch mit diesem Clip – siehe oben.