Hörtipp: Heldenstadt-Podcast, Folge 61

Ganz frisch erschienen: die neuste Ausgabe des Heldenstadt.de-Podcasts, in dem ich zusammen mit Guido Corleone seit 2014 in schöner Regelmäßigkeit über all die Leipzig-Themen spreche, die uns diskussionswürdig erscheinen – von Popkultur bis Hochkultur, von Straßenverkehr bis Netzleben. Diesmal geht’s u.a. um’s „Würgegate“ bei den Leipziger Verkehrsbetrieben und die nächtlichen Hubschraubereinsätze besonders im Süden der Stadt. Wenn Euch gefällt, was wir da machen: einfach abonnieren, den Podcast gibt’s circa monatlich und natürlich überall, wo’s Podcasts gibt!

„Nummer 1“-Album jetzt überall als Stream oder Download

Nummer 1. Album von Daniel Heinze (2017) Mein Nummer 1-Album von 2017 gibt’s ab sofort ganz offiziell überall im Streaming und als Download. Äh, was, ein Nummer 1-Album???

Im Sommer 2017 war ich an einem heißen Samstagvormittag im Studio von 2zueins!-Drummer und Produzent Dirk Herold zu Gast, um dort jeweils die ersten Songs aller Alben und EPs, die ich seit 1996 solo oder mit Bands veröffentlicht habe, nochmal neu live einzuspielen. Dabei hatte ich immer nur einen Versuch.

Anlass war der Release meiner anderen 2017er Platte „Viel zu lang zu leise“. Bis heute kriegen alle, die die CD-Version davon kaufen, den „Nummer 1“ als mp3-Download geschenkt. Alle anderen können das Experiment jetzt also auch hören – bei Deezer, Amazon, Apple Music oder auch Spotify.

Neues Album „Das Handgemenge von Wölbattendorf“ – ab 15. Mai!

Die Entstehungs-Story meines neuen Albums kann man sich im Video oben in aller Ruhe anschauen, oder man kann folgende Zusammenfassung lesen, die ich für Youtube & Co gezimmert habe:

Zwei alte Freunde gehen nach über eineinhalb Jahrzehnten wieder gemeinsam ins Studio. Fernab jeden Trubels, in der Ruhe Oberfrankens, begeben sie sich in die Obhut von Produzent marQs Plietsch. In einem einwöchigen Kreativrausch entstehen 14 Aufnahmen, die als großes Ganzes die musikalische Essenz dieser Freundschaft bilden: „Das Handgemenge von Wölbattendorf“ von Daniel Heinze und Robert Kratzsch erscheint am 15. Mai 2020 als Stream und Download sowie als CD-Deluxe-Edition inkl. aufwendig gestaltetem 20-Seiten-Booklet.

Ich bin extrem stolz auf dieses Baby und kann die extrem schicke CD-Version wirklich, wirklich ans Herz legen – ihr könnt sie HIER direkt bei mir bestellen (wie viele andere CDs von mir auch). Es folgen noch ein paar weitere musikalische Eindrücke, zuvor sei jedoch noch auf meine neue Daniel-macht-Musik-Seite bei Facebook verwiesen, auf der es künftig alle Infos zu meinen musikalischen Machenschaften neben 2zueins! geben wird. Also, hier FB-Seite abonnieren und hier neue CD bestellen. Danke! 🙂

(M)eine Dekade Musik

Eine Dekade geht zu Ende. Zehn Jahre, in der mich das Musikmachen konsequent begleitet hat. Vor allem und besonders gern natürlich mit 2zueins!, aber auch immer wieder auf Solopfaden. Lust, mal reinzuhören? Die Spotify-Playlist hier enthält (fast) alles, was ich musikalisch bisher so verzapft habe. Und hier gibt’s detaillierte Infos zu allen Veröffentlichungen.

Mein 2019: Lieblingskonzerte

10 – George Ezra, Leipzig, 5. Mai
Der Boy aus Bristol ist zum Superstar geworden. Und legt eine abendfüllende, familienkompatible Show hin, die irgendwo zwischen liebenswürdig und kitschig, sympathisch geerdet und dennoch leicht überdimensioniert einzuordnen ist. Am Ende gehen alle glücklich nach Hause und es bleibt die Gewissheit: dieser unheimlich nette George, der kann was.

9 – Cub Sport, Hamburg, 6. Februar
Versponnener Keyboard-Dream-Pop? Eigentlich nicht so meine go-to-Musikfarbe. Aber vielleicht hat mich die Show der australischen Band gerade deshalb so in ihren Bann gezogen. Große Melodien, ganz große Gefühle. Sänger Tim Nelson ist ein Superstar – noch mag das hierzulande nur für die Gay- oder Indie-Szene gelten. Aber es ist gewiss nur eine Frage der Zeit, bis Bühnen und Fanmengen größer werden.

8 – Gisbert zu Knyphausen, Leipzig, 29. Juni
Einer meiner Lieblingssongschreiber auf der Lieblings-Open-Air-Bühne der Stadt – die Voraussetzungen dafür, dass das ein wunderbarer Spätjuniabend werden dürfte, waren ideal. Gisberts Band und er wirkten auf mich eingespielter und harmonischer als zuletzt; die Stimmung bei Musikern wie Publikum war prächtig. So wurde es schließlich der ersehnte harmonisch-melancholische Sommerauftakt für alle Beteiligten.

7 – Christian Kjellvander, Hamburg, 5. Februar
Der umtriebige Schwede kam mit seiner Band in die Hamburger Livemusik-Institution Knust, um sein achtes Album „Wild Hxumans“ zu präsentieren. Eine beeindruckende Angelegenheit: Kjellvanders sonor-geheimnisvoller Gesang erinnert an Lou Reed und Jim Morrison, die Musik ist tempoarm, aber wuchtig. Wintermusik im besten Sinne – und zwar ganz große.

6 – Faber, Leipzig, 26. November
Der Skandalknabe aus der Schweiz wird wohl einer der großen Abräumer 2020. Gleich zwei Mal will er hier das Haus Auensee ausverkaufen, gleich zwei große bundesweite Touren im Frühjahr und Herbst wird es zu seinem zweiten Album geben. Beim Vorab-Gig im lauschigen Naumanns demonstriert Faber, wie er auch in Duo-Besetzung einen Saal zum Ausrasten bringt. Zynischer Songwriter-Pop mit Weltmusikeinschlag – so eine Nische muss man erst mal finden, sich zu eigen machen und besetzen. Faber hat’s geschafft.

5 – Jan Plewka & Marco Schmedtje, Hamburg, 8. Februar
Mein zweites „Behind the Bars“-Konzert der beiden Herren, diesmal in ihrer norddeutschen Heimat. Und die zwei unweit der Reeperbahn zu erleben, wie sie ihre heimelige, herrlich gefühlsduselige „Wir-ziehen-wahllos-Songs-aus-dem-Hut“-Show durchziehen, ist ein ganz besonderes Vergnügen. Wir hören Songs von Rio Reiser, Simon & Garfunkel und eigene Stücke und glauben später, an der Bar, alle gemeinsam wieder etwas mehr an das Gute im Menschen.

4 – Dave Matthews Band, Berlin, 23. März
Nach vier langen Jahren ziehen DMB wieder durch Europa, in diesem Jahr natürlich, um ihr aktuelles Album „Come Tomorrow“ zu promoten und die mit Keyboarder Buddy Strong in veränderter Besetzung aufspielende Band zu präsentieren. Drei Konzerte durfte ich erleben und damit eine Band in Top-Form bewundern. Am eindrücklichsten war die Show in Berlin – was an den 1-A-Sitzplätzen quasi über der Bühne und an der unfassbar großen Spielfreude der Matthewsschen Mannschaft gelegen haben dürfte.

3 – Niels Frevert, Dresden, 17. Oktober
Meine Güte, hat mir Niels Frevert gefehlt! Fünf Jahre hat er sich für’s Album „Putzlicht“ Zeit gelassen. Aus einer musikalischen und persönlichen Krise kommt er gestärkt zurück. Live bedeutet das vor allem: er rockt wie seit Jahr(zehnt?)en nicht mehr. Seine Band ist perfekt aufeinander abgestimmt, die Setlist überzeugt mit einem fairen Mix aus Neuem und Altem. Niels fliegt die Liebe des Publikums nur so zu und er genießt die Ovationen sichtlich. Erstaunlich: das alles funktioniert auch in abgespeckter Trio-Besetzung, wie ich ein paar Wochen später in Leipzig erleben durfte. Schön, dass Du wieder da bist, Niels.

2 – Dawes, Köln, 1. November
Ebenfalls eine kleine Ewigkeit ist es her, dass Dawes für ein paar Shows in Europa waren. Ich habe sie auf der Tour in Berlin und Köln erlebt und stimme all denen zu, die diese vier Herren für einen der stärksten Live-Acts unserer Zeit halten. Großes Songwriting, famose Performance, euphorisches Publikum. Der für mich größte Moment: das epische „Peace In The Valley“ im Kölner Artheater.

1 – Sinéad O’Connor, Berlin, 8. Dezember
Hätte mir jemand Anfang 2019 gesagt, dass ich noch am Ende desselben Jahres Sinéad O’Connor auf einem umjubelten, ausverkauften Konzert in Berlin erleben würde, ich hätte ihm oder ihr wohl einen Vogel gezeigt. Mit größter Sorge nahm ich all die Schlagzeilen der letzten Jahre zur Kenntnis, ihre psychischen Probleme, die Zerwürfnisse mit Freunden und Familie, die Gerüchte über Suizidversuche und und und. Doch tatsächlich: es scheint ihr wieder gut zu gehen. Gestärkt durch eine neue Band, ein neues Management und eine neue spirituelle Heimat (sie ist jetzt Muslima), setzt sie musikalisch dort an, wo sie vor ihrer Zwangspause seit 2015 war – mit einer frenetisch gefeierten Performance, die einen gelungenen Querschnitt durch ihr gesamtes Oevre liefert. Der Unterschied zu „damals“? Heute wirkt Sister Sinéad gelöst und gestärkt. Ihre Stimme ist dabei in Bestform: glasklar, druckvoll, mal markerschütternd, mal engelsgleich, immer magisch.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Aus 3 wird 1: Interview zur Pfarreineugründung im Leipziger Norden

Seit Ende 2013 begleiten Martina Breyer, die Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Dresden-Meißen, und ich den pastoralen Erkundungsprozess im Leipziger Norden als Moderatoren und zusätzlich in prozessberatender Funktion. Drei Gemeinden und viele kirchliche Orte bilden seit dieser Zeit eine sogenannte „Verantwortungsgemeinschaft“. Nun ist der Prozess an einem entscheidenden Punkt angekommen: am Sonntag (27.10.) wird die Pfarrei „St. Georg Leipzig-Nord“ durch Bischof Heinrich Timmerevers offiziell neu gegründet, in der die bislang eigenständigen katholischen Gemeinden der Leipziger Stadtteile Wiederitzsch, Wahren und Gohlis zusammengeführt werden.

Schon zu Beginn des Prozesses hat mich Hubert Sievert vom Gemeindebrief „Georgsbote“ zu dem befragt, was da an Reformen und Veränderungen auf die Katholiken im Leipziger Norden zukommt. Nun hat mich Hubert erneut befragt, in einer Art Bilanz-Interview zum bisher Geschafften. Das komplette Interview könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe des Georgsboten (pdf) lesen (Seiten 4-6).

125 Jahre Propsteichor Leipzig

In diesem Jahr feiert der Chor der Propsteigemeinde St. Trinitatis Leipzig sein 125jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sollte eine kleine Dokumentation über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Chores entstehen. An dieser habe ich im letzten halben Jahr mitgewirkt – während Elias Gabriel alles Filmische verantwortet hat (Kamera, Schnitt, Ton, Buch) und Claudia Heinze vom Propsteichor (nein, wir sind nicht verwandt :)) das Organisatorische gewuppt hat, durfte ich die Interviews führen, die in der Doku zu sehen sind. Rechtzeitig zum Festwochenende Ende September hatte dieser Film nun Premiere, jetzt ist er für alle auf YouTube verfügbar:

Das war „die pastorale!“ 2019

Nun ist sie schon wieder Geschichte, die Fachmesse und Ideenbörse die pastorale!, letzte Woche in Magdeburg. Als Teil des Vorbereitungs- und Leitungsteams klingen die vier Tage natürlich noch nach. Noch immer kann ich kaum glauben, wie geschmeidig und rund alles lief – es hat riesigen Spaß gemacht, in einem Team zu arbeiten, in dem wirklich allen daran gelegen ist, trotz überschaubarer Ressourcen eine bestmögliche Veranstaltung zu zaubern. Von den Workshops über die Keynotes und die Pressearbeit bis hin zum Kulturprogramm, überall gab es überraschende Momente, inspirierende Gedanken und konstruktive Gespräche. Natürlich freut es mich/uns sehr, dass die Rückmeldungen der rund 1.300 Teilnehmenden so positiv waren.

Und natürlich machen wir uns in den nächsten Wochen daran, die pastorale! ausführlich nachzubereiten und auszuwerten. Zum einen werden die Keynotes als Videos veröffentlicht, zum anderen besprechen wir im November mit etwas Abstand die ganze Tagung noch einmal intensiv. Bis dahin freu ich aber einfach noch ein wenig weiter über diese unkonventionelle Kirchen-Convention, die wir da hingelegt haben. Die Collage oben zeigt übrigens Tobias Petzoldt von Zwischenfall und mich bei unserem Musik- und Texte-Programm während der pastorale! Auch so ein Experiment, uns beide zusammen auf eine Bühne zu stellen. Schnell war klar: Versuch geglückt, das machen wir mal wieder!

Zum Rückblick hier nun Links zu einigen Berichten rund um die pastorale! 2019:

Da wäre zunächst mal unsere eigene Pressearbeit – etwa die Bilanz-Pressemitteilung und natürlich die täglichen Fotoschauen von Walter Wetzler, unsrem Veranstaltungfotografen.

Domradio.de hat zahlreiche KNA-Beiträge übernommen: z.B. 1, 2, 3, 4, 5

Das Bonifatiuswerk war Mitveranstalter und hat natürlich ebenfalls berichtet. Auch der Tag des Herrn fungierte als Mitveranstalter und hat bereits im Vorfeld ausgiebig für die Veranstaltung getrommelt, etwa mit einer Sonderausgabe zum Thema Kirche in der Diaspora (pdf). Ausführliche Berichte wird es in der Ausgabe vom 29. September geben (wird ggf. nachgereicht).

Sehr lesenswert sind auch die Artikel von Elisabeth Meuser von der Pressestelle des Bistums Dresden-Meißen: hier, hier, hier und hier. Auch Susanne Sperling vom Bistum Magdeburg hat natürlich berichtet: 1, 2, 3, 4, 5.

Schließlich sind da noch die beiden kurzen Nachberichte, die am 22. September in unserer Sendung „Themen, die Sachsen bewegen“ bei RADIO PSR gelaufen sind: 1, 2.

Ach so. Und das passiert, wenn man als Presse-Mitverantwortlicher der KNA-Kollegin exklusive Insider-Zahlen zuspielt:

Das war sie also, die pastorale! 2019. Gott sei Dank, dass es sie gab.

Fotos oben: (c) Walter Wetzler (2), ich (1).

Countdown für „die pastorale!“ in Magdeburg

Es sind die brennenden Fragen rund um kirchliches Leben in der ostdeutschen Diaspora, die die pastorale!-Fachmesse und -Ideenbörse vom 19. bis 22. September 2019 in Magdeburg aufgreifen wird: Was glaubt jemand, der nicht glaubt? Was können Christen von konfessionslosen Menschen lernen? Wie funktioniert Gemeinde in Großraum-Pfarreien mit immer weniger Priestern und Gläubigen? Welche Bedeutung haben Ehrenamtliche? Wie geht’s weiter bei Caritas, kirchlichen Schulen, Kitas, Einrichtungen und Diensten? Wie gehen wir als Kirche mit innerkirchlichen und gesellschaftlichen Spaltungen und Spannungen um? Welchen Beitrag leisten wir zur friedlichen, sozialen und ökologischen Gestaltung unserer Dörfer, Stadtteile und Landkreise?

Elf inspirierende Keynotes, mehr als siebzig Workshops – das ist ein ehrgeiziges Programm, das da in den letzten Monaten entstanden ist. Als Teil des Vorbereitungsteams unterstütze ich die pastorale! in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, werde aber auch selbst moderierend, Workshops leitend und einen Abend auch musizierend – zusammen mit Tobias von Zwischenfall! – in Magdeburg dabei sein. Wenn Ihr also auch nur im Entferntesten was mit kirchlichem Leben in (Ost-)Deutschland zu tun habt, ehrenamtlich oder hauptberuflich, dann kommt nächsten Monat zur pastorale!, und wenn’s nur für einen oder zwei Tage ist! Noch bis Ende August könnt Ihr Euch hier sicher und einfach anmelden.

Den “synodalen Weg” voll und ganz mitgehen

Katholikenrat Dresden-Meißen begrüßt neuen Gesprächsprozess zu Kirchenreformen

Plauen/V., 18.03.2019: “Der Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen wird sich beim von den Bischöfen angekündigten ‘synodalen Weg’ der Kirche in Deutschland voll und ganz einbringen und vernehmbar die Stimme des Kirchenvolkes in Sachsen und Ostthüringen erheben”, erklärte die Vorsitzende des Rates, Martina Breyer, bei der Frühjahrsvollversammlung des Gremiums am Samstag, 16. März, in Plauen. “Dazu gehört die Bereitschaft, an allen kommenden Gesprächen und Beratungen teilzunehmen, aber auch, regelmäßig bei Bischof Heinrich Timmerevers nachzuhaken und beharrlich auf die Missstände in unserer Kirche hinzuweisen.”

Die Frühjahrstagung des Katholikenrates stand spürbar unter dem Eindruck der zwei Tage zuvor in Lingen (Ems) zu Ende gegangenen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, bei der die Bischöfe einen “verbindlichen synodalen Weg” von Kirchenleitung und Kirchenvolk unter anderem zu den Themen Sexualmoral, klerikaler Machtmissbrauch und priesterliche Lebensformen angekündigt hatten.

Auch die bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen am 26. Mai beschäftigten die Vertreterinnen und Vertreter aus den Dekanaten und Verbänden des Bistums. So verabschiedete die Vollversammlung einstimmig einen Aufruf, sich an den Urnengängen aktiv zu beteiligen: “Als Christinnen und Christen wünschen wir uns ein Europa, das sich am Wohl aller Menschen orientiert und ihnen dient, ein Europa, in dem Freiheit und Frieden nach innen und außen gesichert sind”, heißt es in dem Aufruf. Mit Blick auf die Kommunalwahlen in Sachsen und Thüringen schreibt der Rat: “Kein anderer Urnengang hat derart unmittelbare Konsequenzen für das Leben am eigenen Ort. Jede einzelne Stimme zählt, um die Kandidatinnen und Kandidaten zu stärken, die sich für ein konstruktives, menschenwürdiges Miteinander in den Städten und Gemeinden einsetzen.”

In einem Impulsreferat erinnerte der Leiter des Katholischen Büros Sachsen, Diakon Dr. Daniel Frank, an die Wichtigkeit der Katholischen Soziallehre für die heutige Zeit: “Grundprinzipien wie Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Gemeinwohl sind aktueller denn je und müssen immer wieder neu verhandelt werden – zur Zeit bei Fragen der Digitalisierung, der sozialen Medien, der Industrialisierung 4.0 oder im Datenschutz.”

Außerdem standen die turnusgemäßen Wahlen von Einzelpersönlichkeiten aus dem Bistum in den Katholikenrat auf der Tagesordnung. Neu im Rat sind künftig Peter-Paul Straube (Bautzen), Cornelia Blattner (Leipzig) und Simone Hock (Zwickau), für vier Jahre wiedergewählt wurden Daniel Heinze (Leipzig), Marko Schiemann (Bautzen) und Edith Säuberlich (Dresden).

Der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen (früher: Diözesanrat) ist die demokratisch gewählte und anerkannte Vertretung des Kirchenvolkes und repräsentiert die katholischen Frauen und Männer aus den Pfarreien, Verbänden und Initiativen Sachsens und Ostthüringens. Die nächste Vollversammlung des Gremiums ist für den 15. und 16. November 2019 in Schmochtitz geplant.

Disclosure:
Dieser Text ist von mir im Auftrag des Katholikenrates im Bistum Dresden-Meißen für verschiedene kirchliche Medien verfasst worden. Ich bin selbst Mitglied des Katholikenrates und unterstütze den Vorstand in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit.

Fotos: Stephanie Hauk.