Dankbare Bilanz, selbstbewusster Neuanfang

Diözesanrat im Bistum Dresden-Meißen wählt neuen Vorsitz, neuen Vorstand – und einen neuen Namen

RIESA (4. März 2017). Am Ende war die Entscheidung eine deutliche: mit klarer Mehrheit entschied der Diözesanrat im Bistum Dresden-Meißen auf seiner Frühjahrsvollversammlung, künftig unter dem Namen “Katholikenrat” zu firmieren. Nach einer engagierten und kontroversen internen Debatte in den vergangenen Monaten favorisiert die Vollversammlung damit den Namen, von dem sich die meisten Mitglieder mehr Transparenz und eine stärkere Wahrnehmung auch außerhalb katholischer Binnenstrukturen erhoffen.

Dies war bei Weitem nicht die einzige wichtige Entscheidung des Treffens in den Räumen der Riesaer Pfarrei St. Barbara: turnusgemäß standen die Neuwahlen aller relevanten Ämter innerhalb der Kirchenvolksvertretung an. Mit überwältigender Mehrheit wurde Martina Breyer aus Trebsen (Dekanat Leipzig) für die nächsten vier Jahre zur Vorsitzenden des Katholikenrates gewählt. Sie bildet gemeinsam mit sechs weiteren Mitgliedern den neuen Vorstand: Elke Herrmann (Einzelpersönlichkeit, Crimmitschau), Dr. Stephan Pschera (Familienbund im Bistum Dresden-Meißen, Oederan), Norbert Grellmann (Katholische Erwachsenenbildung Sachsen, Taucha), Thomas Kratzmann (Dekanat Zwickau), Raphael Ledschbor (Cyrill-Methodius-Verein, Bautzen) und Günther Fröb (Dekanat Gera). Zu den Vertretern im bundesweiten Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wurden neben Martina Breyer auch Stephanie Hauk, die Geschäftsführerin des Katholikenrates, sowie der Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (Bautzen) gewählt.

“Eine starke Truppe”, freut sich Martina Breyer über die neu gewählten Personen: “Unsere frisch besetzten Gremien bilden einen authentischen und repräsentativen Querschnitt durch unser Bistum. Ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.” Gleichzeitig bat die neue Vorsitzende alle Mitglieder der Vollversammlung um Unterstützung: “Gemeinsam sind wir das Gesicht des Katholikenrates, jede und jeder einzelne von uns ist Multiplikator und Kontaktperson in seine Wirkungsstätten und in die Gesellschaft hinein.”

Bewegendster Moment des Tages war die Verabschiedung des bisherigen Vorsitzenden des Diözesanrates. Dr. Nikolaus Legutke aus Markkleeberg geht nach über zwei Jahrzehnten der aktiven Mitarbeit in den Ruhestand. Um das Lebenswerk des fast 80-jährigen zu würdigen – unter anderem war es seine Idee, den Katholikentag nach Leipzig zu holen – kam auch Bischof Heinrich Timmerevers als Überraschungsgast nach Riesa: “Ich wünschte, ich hätte länger mit ihnen zusammenarbeiten können als nur ein gutes dreiviertel Jahr; ich habe sie als streitbaren, verlässlichen und leidenschaftlichen Katholiken kennengelernt”, so der Bischof. Mit einem Lächeln ergänzte er: “Aber ich bin mir auch sicher, dass die gute Zusammenarbeit jetzt mit Frau Breyer und dem neuen Team weitergehen wird.”

Der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen ist die demokratisch gewählte und vom Bischof anerkannte Vertretung des Kirchenvolkes. Er repräsentiert die katholischen Männer und Frauen aus den Pfarreien, Verbänden, geistlichen Gemeinschaften und Initiativen Sachsens und Ost-Thüringens.

Disclosure:
Dieser Text ist auf verschiedenen kirchlichen Seiten erschienen. Ich bin selbst Mitglied des Katholikenrates und kümmere mich dort u.a. um die Öffentlichkeitsarbeit.

Berichtsband zum Leipziger Katholikentag erschienen

Vor einigen Wochen ist er erschienen, der ZiegelsteinBerichtsband zum 100. Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig. Auf über 600 Seiten wurde das Großereignis für die Nachwelt dokumentiert: Foren, Podien, Debatten, Gottesdienste, Ausstellungen, Konzerte …
Ich habe im Vorfeld des Katholikentages im Arbeitskreis Kultur mitgearbeitet und durfte gemeinsam mit Guido Erbrich nach den tollen Tagen Ende Mai für diese Dokumentation einen Rückblick auf „unser“ Kulturprogramm verfassen. Falls jemand den Berichtsband sein Eigen nennt: los geht’s auf Seite 585.

Die letzten Christen im Nahen Osten.

Knapp - Letzte Christen

Sie feiern ihre Gottesdienste in der Sprache, die einst auch Jesus sprach: Aramäisch. Sie zählen zu den ältesten christlichen Kirchen überhaupt. Und sie sind nur noch sehr, sehr wenige: orthodoxe Christen im Nahen Osten. Viele von ihnen sind in den letzten Jahren vor dem Terror islamistischer Milizen geflohen, auch zu uns nach Deutschland. So ist der Leipziger Pater Andreas Knapp in Kontakt mit einigen dieser „letzten Christen“ gekommen und hat sie sogar in ihrer Heimat besucht.

Seine Erlebnisse und Gedanken hat er in dem Buch Die letzten Christen. Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten festgehalten, über das ich neulich mit ihm für unser Sonntagabendmagazin bei RADIO PSR gesprochen habe. Das komplette Interview (11 min) – wie auch die komprimierte Radiofassung, die meine Kollegin Friederike Ursprung daraus gebastelt hat – könnt Ihr Euch noch bis zum 5. März auf unserer Website anhören.

Team Heldenstadt im Kreuz(er)verhör

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Leipzigs Stadtmagazin Kreuzer hatte Guido und mich, also die beiden Nasen hinter der Website Heldenstadt.de, kurz vor Weihnachten zum „Interview des Monats“ für den Januar 2017 geladen. Dieses trägt nun die Überschrift „Mit Hypezig kam der Kotzfaktor“; Themen des Gesprächs waren neben der hiesigen Blogszene die generelle Entwicklung Leipzigs, die Frage, ab wann man eigentlich als „Leipziger“ gelte sowie ein Rückblick auf die markantesten Regionalthemen des letzten Jahres. Inzwischen liegt bereits das Februar-Heft in den Läden; bei Interesse am Interview einfach eine kurze eMail an mich. Am besten war übrigens der Kommentar meines lieben Vaters (79) zu dem Interview: „Junge, ich hab’s gelesen. Aber was ist denn eigentlich dieses Hüppzich??“

Mit dem „Sound Of Leipzig“ durchs Jahr 2017.

The Sound Of Leipzig - Die Spotify-Playlist von Heldenstadt.de. Jeden Monat neu.

Auch in diesem Jahr schönerdings auf meiner monatlichen To-Do-Liste: die Spotify-Playlist „The Sound Of Leipzig“ von Heldenstadt.de zusammenstellen! Aus dem spannenden Experiment mit der Frage „Wie klingt es, wenn wir Leipziger Künstler mit den Stars mixen, die gerade in der Stadt Konzerte geben?“ ist inzwischen eine feste Rubrik geworden – nahezu jeden Monat treffen local heroes auf etablierte Acts aus aller Welt. Und diese bisweilen wilde Mischung (immer 25 Tracks pro Monat) klingt jedesmal anders und immer spannend. Interesse? Die Januar-Playlist ist soeben drüben auf Heldenstadt.de erschienen.

Mein 2016: Ein Fazit.

Lissabon 2016

Soso, die Welt hat sich also darauf verständigt, 2016 als mieses Jahr abzuhaken. Brexit, Trump, Terror, das Ableben etlicher Künstler, kleine und große Katastrophen. Doch schaue ich auf mein persönliches 2016 zurück, dann mag ich in dieses allgemeine Lamento nicht einstimmen. Da waren etliche schöne Konzerte. Spannende Reisen: Danzig, Vilnius, London, Lissabon, Breslau, Bonn, Limburg, Berlin, Sevilla, Cádiz, Schwedt, Hamburg, Dresden, Zeitz, Gibraltar, Israel. Im Schnee an der Ostsee entlang spaziert und am dritten Oktober im Atlantik geplanscht. Als Patenonkel zu Pfingsten eine wunderbare Taufe miterlebt. Gut zu tun gehabt in kirchlichen Ehrenämtern (Erkundungsprozess, Diözesanrat). Gut zu tun gehabt im Beruf (und mehr Spaß denn je). Den neuen Dresdener Bischof kennengelernt. Zwei Preise bekommen. Den Katholikentag in Leipzig mitgestaltet, begeistert er- und zufrieden überlebt. Mit 2zueins! und solo musiziert, für Heldenstadt.de und andere getextet, geredet, konzipiert. Neue Lieder geschrieben. Den einen Proberaum ausgeräumt, den anderen bezogen und lieb gewonnen. Viel Besuch empfangen. Viele Besuche bei der Familie. Und auch Phasen der Ruhe, der Stille. Und noch so viel mehr.

Mein 2016 war kunterbunt, ein wenig chaotisch, spannend und durchweg aufregend. Das schließt die großen „Aufreger“ dieser Welt mit ein, die mich natürlich auch beschäftigen. Aber schlecht? Schlecht war es nicht. Im Wissen, dass 2017 einige Veränderungen bereit hält, und mit der Ahnung, dass sich da auch ein paar Überraschungen dazu gesellen werden, blicke ich dankbar zurück und erwarte zuversichtlich, was kommen mag.

Narsdorf 2016.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2016 im Überblick:
Lieblingsalben 2016
Lieblingskonzerte 2016
Lieblingslieder 2016

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2016 – ich freue mich auf 2017 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2015 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2014 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004

4. Quartal 2016

Gehört:
Jed Appleton – Jed Appleton
Chris Barron – 2016-11-13 – The Islington, London, England
Blues Traveler – 2016-10-02 – Roots & Blues & BBQ Festival, Columbia, MO
Paul Brady – The Vicar St. Sessions Vol. 1
Leonard Cohen – You Want It Darker
Damien Dempsey – No Force On Earth
Bob Dylan – Fallen Angels
Jonny Fritz – Sweet Creep
Game Ove & die Spielfiguren – Ove, wenn & aber
God Street Wine – 2016-11-12 – The Cutting Room, New York, NY
Gov’t Mule – 2016-06-03 – Hunter, NY
Shannon Hoon – From Shannon to You and You and You
Jim James – Eternally Even
John Legend – Darkness and Light
Jono Manson – The Slight Variations
Dave Matthews Band – DMBlive 1994-04-06 – Georgia Theatre, Athens, GA
Dave Matthews Band – DMBlive 1996-10-03 Madison Square Garden, New York, NY
Dave Matthews Band – Encore Trax – 2002 Holiday Tour
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 40: 2002-12-21 – Madison Square Garden, New York, NY
Van Morrison – Keep Me Singing
My Morning Jacket – At Dawn (Reissue)
My Morning Jacket – Early Recordings Chapter 1
My Morning Jacket – Early Recordings Chapter 2
My Morning Jacket – Red Rocks 2011
Conor Oberst – Ruminations
Open Hearts Society – Driftwood Radio
Ove – Ich will mir nicht so sicher sein
Phish – Big Boat
Phish – 2016-07-23 – Chula Vista, CA
Jan Plewka & Marco Schmedtje – Between the Bars
Porter Nickerson (Willy Porter) – Bonfire To Ash
Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – A Little Something More From
Chris Robinson Brotherhood – 2016-07-26 – The Stone Pony, Asbury Park, NJ
Chris Robinson Brotherhood – If You Lived Here, You Would Be Home by Now
Marco Schmedtje – Schöne Geister
Regina Spektor – Remember Us To Life
Various – Get Up! Stand Up! Highlights from the Human Rights Concerts 1986-1998
Rachael Yamagata – Thightrope Walker
Jeff Young – Choose Your Own Unkown

Gesehen:
Chris Barron, The Islington, London
Baru, Werk 2, Leipzig
The Cat Empire, Werk 2, Leipzig
Glen Hansard, Gewandhaus, Leipzig
Die Höchste Eisenbahn, Täubchenthal, Leipzig
June Cocó, Werk 2, Leipzig
Kiddo Kat, Täubchenthal, Leipzig
Lach, The Islington, London
Lizzy McPretty im Swingerclub, Werk 2, Leipzig
Lucky Chops, Täubchenthal, Leipzig
Neufundland, Werk 2, Leipzig
Ove, Täubchenthal, Leipzig
Shed Ballet, Werk 2, Leipzig
Tinpan Orange, Werk 2, Leipzig
Von Wegen Lisbeth, Werk 2, Leipzig

Gelesen:
Shlomo Avineri – Herzl. Theodor Herzl und die Gründung des jüdischen Staates
Andreas Eschbach – Teufelsgold
Robert Harris – Konklave
Stephen King – Finderlohn

Mein 2016: Lieblingslieder

Stoppok - Operation 17

10 The Avett Brothers – Ain’t No Man
There ain’t nobody here who can cause me pain or raise my fear because I got only love to share. If you’re looking for truth I’m proof you’ll find it there

9 Ove – Wo Du schläfst
In all die Löcher, die Du gräbst, fall ich rein. Da, wo Du schläfst, möcht ich sein

8 The Tallest Man On Earth – Time Of The Blue
Now, is it fear? How does it ring? How does it teach young birds to sing? And riot through the orchestra? When is quiet coming?

7 Yeasayer – I Am Chemistry
My mama told me not to fool with oleander and never handle the deadly quaker buttons again

6 Ansel Elgort – Home Alone
At the end of the night when I turn off the lights and the bullshit fades away, I don’t wanna go home alone

5 Sinéad O’Connor – Trouble Will Soon Be Over
Though my burden may be heavy, my enemies crush me down, someday I’ll rest with Jesus and wear a starry crown

4 Die Höchste Eisenbahn – Erobert & Geklaut
Was ich nicht kenne, muss ich fürchten, es könnte meine Rettung sein. Unter der Wolkendecke ist Platz für alle – nur wenn es regnet, gehen nicht alle rein

3 Jake Bugg – Love, Hope And Misery
They say it comes in threes; love, hope and misery, and the first two have gone and tell me if I’m wrong, I hope that I am and you don’t hate me

2 Dawes – Quitter
Quit wasting my time because pretty soon you’ll find it’s the only thing of value that we own. You’re gonna have to quit everything, until you find one thing you won’t

1 Stoppok – 1 Weg hier raus
Es muss n Weg hier raus geben, raunzt der Teufel, mir wird die Sache hier zu heiss

Meine zehn Lieblingslieder 2016 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2016: Lieblingskonzerte

Calexico, Leipzig, Juli 2016.

10 – Calexico, Leipzig, 21. Juli
Eine laue Sommernacht, Leipzigs mit Abstand schönste Open-Air-Location und dazu die zeitlosen Klänge von Calexico: es geht mir gut, es könnte weiß Gott schlimmer sein.

9 – Konstantin Wecker, Leipzig, 26. April
Gerade in diesem Jahr war es ein großer Segen, dass wir Menschen wie Konstantin Wecker haben. Diese Mischung aus Zorn, Tatendrang, Leidenschaft, Mitgefühl und Humor, die er so wunderbar verkörpert, scheint mir das einzig funktionierende Gegengift zu sein gegen all diesen neurechten, menschenfeindlichen Postfaktenpropagandascheiss unserer Tage. Ein großartiger Abend im Gewandhaus mit Langzeitwirkung.

The View, Leipzig, Februar 2016.

8 – The View, Leipzig, 3. Februar
Es ist ganz und gar nicht fair, dass bei diesem Konzert gerade mal zwanzig oder dreißig zahlende Gäste dabei waren. Im kleinen Saal des Täubchenthals spielte die Band um Stimm- und Songwritingwunder Kyle Falconer ein Set für die Ewigkeit. Britischer Poprock, wie er besser nicht geht – das nächste Mal kommt ihr alle mit, ja?

7 – Von Wegen Lisbeth, Leipzig, 7. Oktober
Ja, ich hab mich schon ein wenig alt gefühlt zwischen all den Teens und Twens in der Halle D vom Werk II. Aber zu keiner Sekunde hab ich bereut, dieses Konzert besucht zu haben. Die Berliner sind eine Hammerliveband mit großartigen Songs – und erfreuen uns hoffentlich noch lange, lange mit ihrer schlauen, großen Popmusik.

Ben Harper, Berlin, September 2016

6 – Ben Harper & The Innocent Criminals, Berlin, 25. September
Das haben sie gut gemacht: die Euphorie der Comebacktour von 2015 hinübergerettet in die erste „reguläre“ Albumtour nach der langen Pause. Ben und die Criminals, das ist auch 2016 und mit neuem Material eine höchst sehenswerte Kombination.

5 – Glen Hansard, Leipzig, 24. November
Einer der Abende, der Dir den Glauben ans Gute im Menschen zurück gibt. Was Hansard und sein überaus begabtes Dutzend Mitmusiker da auf der Bühne und später auch auf den Rängen des Gewandhauses veranstaltet haben, war ganz großes Kino. Und wie da ein sanfter Chor aus Band und Leipziger Publikum „So Long Marianne“-singend vorm gerade verstorbenen Cohen den Hut zog, werde ich mein Lebtag nicht vergessen.

Chris Barron, London, November 2016.

4 – Chris Barron, London, 13. November
Ob es das wert ist? Für eine gute Stunde Chris-Solo-Konzert einen Städtetrip nach London zu planen? Auch noch im ohnehin stressigen November? Und ob es das wert ist ist. Ein magisches, kleines Konzert, ein liebenswürdiges, wohlwollendes Publikum und wie so oft danach dann herrliche Gespräche mit Chris am Tresen. What a time to be alive.

3 The Tallest Man On Earth, Leipzig, 15. August
Immer noch Sommer, immer noch lau, schon wieder die herrliche Parkbühne in Eutritzsch. Diesmal aber keine Posaunen und Mariachiklänge, sondern die feinsinnigen, versponnenen und immer so ganz unmittelbar ans Herz gehenden Songs des Tallest Man On Earth. Ein ergreifender Abend.

2 Damien Rice, Vilnius, 4. Juli
Der botanische Garten von Vilnius im Regen. Es will partout nicht dunkel werden. Dann, gegen 10, kommt er endlich: der kleine Ire mit der großen Stimme. Und mit einer Show, die mich begeistert. Alleine mit einer Gitarre und ein, zweitausend Effekten und Loopdingsis. Genau die richtige Mischung aus Drama, Weltschmerz, Hoffnung und Humor. Plötzlich passt alles, sogar der Regen.

Gov't Mule, Berlin, Mai 2016.

1 Gov’t Mule, Berlin, 19. Mai
Dank Wecker, Barron, Harper, Hansard und Rice durfte ich in diesem Jahr so einige echte „Mund-bleibt-offen-stehen-und-Augen-werden-feucht“-Konzertaugenblicke miterleben. Doch am stärksten spürte ich dieses Glücksgefühl Mitte Mai im Huxleys in Berlin: die beiden Sets, die Warren Haynes und seine Kollegen da gespielt haben, waren einfach nur perfekt; der Run von Lay Your Burden Down über Far Away > Stratus > Whisper In Your Soul > Time To Confess bis Million Miles From Yesterday war schlichtweg nicht von dieser Welt.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Danke, Leipzig! (Der Jahresendpodcast von Heldenstadt.de ist da.)

Pocast Dezember 2016

In der letzten Adventswoche haben Guido und ich nochmal Zeit gefunden, um miteinander podcastend auf Leipzig im Jahr 2016 zurückzuschauen und ganz nebenbei ein wenig Weihnachtspost zu erledigen. Viel Spaß mit der Jahresendepisode des Heldenstadt-Podcasts!