1. Quartal 2018

Gehört:
Jed Appleton – Disappointment Panda
Jed Appleton – Waken Up The Woken
Chris Barron – 2018-02-28 – Pink’s, New York City, NY
Chris Barron & Lach – 2018-01-29 – In Conversation, The Islington, London, UK
Blues Traveler – 2018-01-26 – House of Blues, Boston, MA
Blues Traveler – 2018-02-09 – Variety Playhouse, Atlanta, GA
Blues Traveler – 2018-02-23 – Irving Plaza, New York, NY
Calexico – The Thread That Keeps Us
Aaron Comess – Sculptures
Aaron Comess Group – 2018-02-12 – Rockwood Music Hall, New York, NY
Cordovas – Cordovas
The Decemberists – I’ll Be Your Girl
Brett Dennen – Let’s …
The Devotees – Gimme Gimme
The Disco Biscuits – 2017-12-28 – PlayStation Theater, New York, NY
The Disco Biscuits – 2017-12-29 – PlayStation Theater, New York, NY
The Disco Biscuits – 2017-12-30 – PlayStation Theater, New York, NY
The Disco Biscuits – 2017-12-31 – PlayStation Theater, New York, NY
Doc Robinson – The Musicol Sessions
Anderson East – Encore
George Ezra – Staying at Tamara’s
Genghar – Where Wildness Grows
Gov’t Mule – 2017-12-31 – The Beacon Theatre, New York City, NY
Glen Hansard – Between Two Shores
Ben Harper – Let’s Be Frank (Official Soundtrack)
Ben Harper & Charlie Musselwhite – No Mercy In This Land
Jimi Hendrix – Both Sides Of The Sky
Hudson Taylor – Feel It Again EP
Joshua Hyslop – Echos
Rhys Lewis – Bad Timing
Jeremy Loops – Critical as Water
Mempho All-Stars (feat. Robert Randolph, John Popper et.al.) – 2017-10-07 – Mempho Music Festival, Memphis, TN
My Morning Jacket – 2017-12-29 – 1st Bank Center, Broomfield, CO
My Morning Jacket – 2017-12-30 – 1st Bank Center, Broomfield, CO
My Morning Jacket – 2017-12-31 – 1st Bank Center, Broomfield, CO
New York Electric Piano – State Of The Art
Phish – 2017-12-28 – MSG, New York City, NY
Phish – 2017-12-29 – MSG, New York City, NY
Phish – 2017-12-30 – MSG, New York City, NY
Phish – 2017-12-31 – MSG, New York City, NY
Phish – The Leaked SBD Tracks Project
Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – Tearing at the Seams
The Ries Brothers – The View From The Outside
Chris Robinson Brotherhood – 2018-03-02 – Übel & Gefährlich, Hamburg, Germany
Olli Schulz – Scheiß leben, gut erzählt
Luke Sital-Singh – Just A Song Before I Go
Spin Doctors – 1991-02-12 – Nightingale Bar, New York, NY (The Giblin Tapes, #42)
Spin Doctors – 1992-04-19 – Earlham College, Richmond, IN (The Giblin Tapes, #23)
Spin Doctors – 1992-07-31 – Boathouse, Norfolk, VA (The Giblin Tapes, #28)
Spin Doctors – 1992-10-07 – Kirby Center, Wilkes-Barre, PA (The Giblin Tapes, #29)
Spin Doctors – 1992-10-17 – Cameo Theater, Miami Beach, FL (The Giblin Tapes, #32)
Spin Doctors – 1992-11-05 – Bogart’s, Cincinatti, OH (The Giblin Tapes, #25)
Spin Doctors – 1993-08-30 – Aladdin Theater, Las Vegas, NV (The Giblin Tapes, #24)
Spin Doctors – 1993-09-18 – The Palais Theatre, Melbourne, Australia (The Giblin Tapes, #31)
Spin Doctors – 1993-09-19 – The Palace, Melbourne, Australia (The Giblin Tapes, #30)
Spin Doctors – 1993-10-07 – Brixton Acadamy, London, UK (The Giblin Tapes, #33)
Spin Doctors – 1996-07-01 – Pine Knob, MI (The Giblin Tapes, #34)
Spinning Traveler – 1992-04-23 – University of Vermont, Burlington, VT (The Giblin Tapes, #40)
Stone Temple Pilots – Stone Temple Pilots (2018)
Strand Of Oaks – Harder Love
The String Cheese Incident – 2017-12-29 – The Capitol Theater, Port Chester, NY
The String Cheese Incident – 2017-12-30 – The Capitol Theater, Port Chester, NY
The String Cheese Incident – 2017-12-31 – The Capitol Theater, Port Chester, NY
The Talbott Brothers – Gray
Umphrey’s McGee – 2017-12-29 – Fillmore Auditorium, Denver, CO
Umphrey’s McGee – 2017-12-30 – Fillmore Auditorium, Denver, CO
Umphrey’s McGee – 2017-12-31 – Fillmore Auditorium, Denver, CO
Van William – Countries
Seb Wesson – Tigers
YUNGBLUD – YUNGBLUD

Gesehen:
Atlas Bird, Werk 2, Leipzig
Chris Barron, The Islington, London
Coro Piccolo, Propsteikirche, Leipzig
Dorit Jakobs, Haus Auensee, Leipzig
Kettcar, Haus Auensee, Leipzig
Lach, The Islington, London
Last Chapter, Werk 2, Leipzig
Marcus Poschlod, Elsterartig, Leipzig
Chris Robinson Brotherhood, Übel & Gefährlich, Hamburg
Tuggy, Werk 2, Leipzig
Vocalconsort Leipzig, Propsteikirche, Leipzig
White Wine, Werk 2, Leipzig

Gelesen:
Sebastian Fitzek – Flugangst 7A
Edouard Louis – Das Ende von Eddy
John Niven – Kill Your Friends
Christine Westermann – Manchmal ist es federleicht
Michael Wolff – Fire & Fury

Zu Gast im Leipzig Fernsehen

Neulich war ich zu Gast in Tim Thoelkes Sendung „Tim im Turm“ bei Leipzig Fernsehen. Wir haben über meine neue CD geredet, aber auch übers Radiomachen, die katholische Kirche und meinen Hang zu Künstlern mit Achterbahnkarrieren … Die Sendung könnt Ihr jetzt im LF-Nachtprogramm sowie in der Mediathek des Senders anschauen.

Mein 2016: Lieblingskonzerte

Calexico, Leipzig, Juli 2016.

10 – Calexico, Leipzig, 21. Juli
Eine laue Sommernacht, Leipzigs mit Abstand schönste Open-Air-Location und dazu die zeitlosen Klänge von Calexico: es geht mir gut, es könnte weiß Gott schlimmer sein.

9 – Konstantin Wecker, Leipzig, 26. April
Gerade in diesem Jahr war es ein großer Segen, dass wir Menschen wie Konstantin Wecker haben. Diese Mischung aus Zorn, Tatendrang, Leidenschaft, Mitgefühl und Humor, die er so wunderbar verkörpert, scheint mir das einzig funktionierende Gegengift zu sein gegen all diesen neurechten, menschenfeindlichen Postfaktenpropagandascheiss unserer Tage. Ein großartiger Abend im Gewandhaus mit Langzeitwirkung.

The View, Leipzig, Februar 2016.

8 – The View, Leipzig, 3. Februar
Es ist ganz und gar nicht fair, dass bei diesem Konzert gerade mal zwanzig oder dreißig zahlende Gäste dabei waren. Im kleinen Saal des Täubchenthals spielte die Band um Stimm- und Songwritingwunder Kyle Falconer ein Set für die Ewigkeit. Britischer Poprock, wie er besser nicht geht – das nächste Mal kommt ihr alle mit, ja?

7 – Von Wegen Lisbeth, Leipzig, 7. Oktober
Ja, ich hab mich schon ein wenig alt gefühlt zwischen all den Teens und Twens in der Halle D vom Werk II. Aber zu keiner Sekunde hab ich bereut, dieses Konzert besucht zu haben. Die Berliner sind eine Hammerliveband mit großartigen Songs – und erfreuen uns hoffentlich noch lange, lange mit ihrer schlauen, großen Popmusik.

Ben Harper, Berlin, September 2016

6 – Ben Harper & The Innocent Criminals, Berlin, 25. September
Das haben sie gut gemacht: die Euphorie der Comebacktour von 2015 hinübergerettet in die erste „reguläre“ Albumtour nach der langen Pause. Ben und die Criminals, das ist auch 2016 und mit neuem Material eine höchst sehenswerte Kombination.

5 – Glen Hansard, Leipzig, 24. November
Einer der Abende, der Dir den Glauben ans Gute im Menschen zurück gibt. Was Hansard und sein überaus begabtes Dutzend Mitmusiker da auf der Bühne und später auch auf den Rängen des Gewandhauses veranstaltet haben, war ganz großes Kino. Und wie da ein sanfter Chor aus Band und Leipziger Publikum „So Long Marianne“-singend vorm gerade verstorbenen Cohen den Hut zog, werde ich mein Lebtag nicht vergessen.

Chris Barron, London, November 2016.

4 – Chris Barron, London, 13. November
Ob es das wert ist? Für eine gute Stunde Chris-Solo-Konzert einen Städtetrip nach London zu planen? Auch noch im ohnehin stressigen November? Und ob es das wert ist ist. Ein magisches, kleines Konzert, ein liebenswürdiges, wohlwollendes Publikum und wie so oft danach dann herrliche Gespräche mit Chris am Tresen. What a time to be alive.

3 The Tallest Man On Earth, Leipzig, 15. August
Immer noch Sommer, immer noch lau, schon wieder die herrliche Parkbühne in Eutritzsch. Diesmal aber keine Posaunen und Mariachiklänge, sondern die feinsinnigen, versponnenen und immer so ganz unmittelbar ans Herz gehenden Songs des Tallest Man On Earth. Ein ergreifender Abend.

2 Damien Rice, Vilnius, 4. Juli
Der botanische Garten von Vilnius im Regen. Es will partout nicht dunkel werden. Dann, gegen 10, kommt er endlich: der kleine Ire mit der großen Stimme. Und mit einer Show, die mich begeistert. Alleine mit einer Gitarre und ein, zweitausend Effekten und Loopdingsis. Genau die richtige Mischung aus Drama, Weltschmerz, Hoffnung und Humor. Plötzlich passt alles, sogar der Regen.

Gov't Mule, Berlin, Mai 2016.

1 Gov’t Mule, Berlin, 19. Mai
Dank Wecker, Barron, Harper, Hansard und Rice durfte ich in diesem Jahr so einige echte „Mund-bleibt-offen-stehen-und-Augen-werden-feucht“-Konzertaugenblicke miterleben. Doch am stärksten spürte ich dieses Glücksgefühl Mitte Mai im Huxleys in Berlin: die beiden Sets, die Warren Haynes und seine Kollegen da gespielt haben, waren einfach nur perfekt; der Run von Lay Your Burden Down über Far Away > Stratus > Whisper In Your Soul > Time To Confess bis Million Miles From Yesterday war schlichtweg nicht von dieser Welt.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2015: Lieblingskonzerte

Jed Appleton, Brighton 2015

10 – Jed Appleton, Brighton, 2. Februar
Angekündigt als support act für Stu Larsen, hat mich der junge Australier mehr begeistert als der eigentliche Star des Abends. Dieser noch ziemlich aufgeregte, quirlige Kauz hatte einfach eine Handvoll toller Songs, die er überaus engagiert in den ausverkauften Mini-Club hinaus bellte. Eine der angenehmsten Entdeckungen des Jahres.

9 – Gisbert zu Knyphausen & die Kid Kopphausen Band, Dresden, 23. Januar
Wer nicht weiß, welche Tragik dem Projekt „Kid Kopphausen“ innewohnt, möge googlen oder auch diese Website hier ein wenig gründlicher durchsuchen. Was bin ich froh, dass ich doch noch in den Genuss kam, die Band mal live zu sehen. Es war ein bewegender, schöner, bisweilen auch sehr lustiger Abend – nur halt leider, leider ohne Nils Koppruch.

My Morning Jacket, Boston 2015

8 – My Morning Jacket, Boston, 23. Mai
MMJ waren die Headliner am zweiten Abend des Boston Calling-Festivals im Mai 2015. Die rappelvolle City Hall Plaza erlebte eine wahrhaft große Rock’n’Roll-Show, bei der die Band sich einmal quer durch ihren üppigen Katalog spielte und nach über zwei Stunden Boston und seine vielen Gäste (ich war nicht der einzige, der eigens für das Festival in die Stadt gereist war) glücklich in die Nacht entließ.

7 – Niels Frevert, Leipzig, 22. September
Sowas nennt man wohl Kammer-Pop: Niels, der amtierende König im Lande der deuschsprachigen Liederschreiber, bat zur Audienz, nur sparsam begleitet durch Klavier und Cello. Leipzig war der Auftaktabend seiner Tour und der Maestro noch merklich aufgeregt ob der wohl noch nicht idealen Setlist. Dem Publikum war’s egal – wir genossen den wunderbar sanften Ritt einmal quer durchs Frevertsche Solowerk.

6 – William Fitzsimmons, Leipzig, 31. Juli
Eine gar nicht mal so laue Sommernacht an der wunderbaren Parkbühne in Eutritzsch: William Fitzsimmons war gekommen, um den brav lauschenden (ohne Quatsch, man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören können) Leipzigern seine Lieder vorzusingen. Dabei verzichtet auch er auf alles, was allzu viel Lärm machen könnte. Was bleibt, ist die angenehme Erinnerung an ein ziemlich leises, aber umso intensiveres Konzert.

DMB, Düsseldorf 2015

5 – Dave Matthews Band, Düsseldorf, 1. November
Das Düsseldorfer Konzert steht hier stellvertretend für alle drei famosen Abende, die mir diese Band in diesem Herbst bereitet hat. Stets kratzten die Jungs an der 3-Stunden-Marke und spielten mich in die Glückseligkeit. Müsste ich einen Lieblingsmoment aus diesen drei Shows nennen, ich könnte mich nicht entscheiden zwischen dem unerwarteten „Typical Situation“ in München, dem ergreifenden „Drunken Soldier“ in Berlin oder dem epischen „Seek Up“ in Düsseldorf.

Jono Manson, Brooklyn 2015

4 – Jono Manson, Brooklyn, 28. Mai
Der letzte Abend meiner USA-Reise hätte perfekter nicht sein können: Jono Manson, eine der prägenden Gestalten der New Yorker Jamband-Szene in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern, kehrt für ein kleines, unaufgeregtes Solo-Set zurück nach Brooklyn. In einer winzigen Bar vor vielleicht 20 Leuten kriege ich eine Ahnung davon, wie das damals gewesen sein muss, in der Nightingale Bar oder dem Wetlands.

3 – Ben Harper & The Innocent Criminals, Boston, 23. Mai
Über zehn Jahre sind vergangen, seit ich Harper live mit den Criminals erleben durfte. Zwischenzeitig legte er die Band auf Eis, um sich mit den Relentless7 rockigeren Gefilden zuzuwenden; Anfang des Jahres folgte dann die frohe Kunde von der Wiedervereinigung. Was ich schließlich im Mai in Boston sehen und hören durfte, war unglaublich: eine Band wie eine Naturgewalt, immer noch und schon wieder.

Chris Barron, Sheffield 2015

2 – Chris Barron, Sheffield, 11.Juli
Der Flug nach Sheffield? Irgendwas um die 150 Pfund. Die Übernachtung im Hotel? 45 Pfund. Das Konzertticket? 10 Pfund. Der Moment, an dem Dein Lieblingssänger völlig abgehetzt in dem winzigen Rockschuppen ankommt, und als erstes lautstark Deinen Namen ruft, weil er sich kaum noch einkriegt vor Freude darüber, dass Du für diese eine Show angereist bist: unbezahlbar.

Blues Traveler, Englewood, NJ

1 – Blues Traveler, Englewood, 17. Mai
Seit mehr als 27 Jahren gehen Blues Traveler Jahr für Jahr auf Tour. Während ihre Studioarbeiten bisweilen hits and misses bereithalten, sind die Livequalitäten dieser Band über jeden Zweifel erhaben. So auch an diesem Abend in einem hübschen Provinz-Theater irgendwo in New Jersey: John Popper und seine Jungs machen mich einfach glücklich – und wenn ich für sie in die absurdesten Vororte der Vereinigten Staaten reisen muss, dann is das eben so.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2014: Lieblingskonzerte

10 – Malky, Leipzig, 24. Januar
Das Video zum Song „Diamonds“ war längst draußen, in Leipzig erzählte man sich von DER großen nächsten Live-Sensation der Stadt – Ende Januar hatte ich Gelegenheit, mir davon ein Bild zu machen. Und tatsächlich: Malky waren an dem Abend im Werk II eigentlich „nur“ die Vorband, hinterließen bei mir aber einen bleibenden Eindruck. Kommt ja selten genug vor, aber … der Hype war gerechtfertigt.

9 – Orgelkonzert, Leipzig, 15. März
Die Orgel in der Evangelisch-Reformierten Kirche am Leipziger Tröndlinring feierte ihren 45. Geburtstag. Da nicht nur Menschen, sondern auch Orgeln in diesem Alter die eine oder andere Schönheits-OP brauchen, organisierte die Gemeinde kurzerhand ein gelungenes Benefizkonzert. Hauptteil des Konzerts war die Messe für Chor und Orgel von Anton Dvorak aus dem Jahr 1887, aufgeführt mit der Kantorei der Gemeinde und tollen Solisten. Außerdem bot Universitätsmusikdirektor David Timm anschließend noch einige gewagte Improvisationen an der Jehmlich-Orgel. Ein spannender, packender Musikgenuss.

Spaceman Spiff & Enno Bunger, Leipzig 2014

8 – Spaceman Spiff & Enno Bunger, Leipzig, 4. Dezember
Das Vorurteil: das wird ein Abend mit zwei ganz gefühligen Boys, die schüchtern ihre durchaus schönen Problemlieder zum Besten geben. Die Überraschung: Spaceman Spiff und Enno Bunger können auch richtig laut und sogar tanzbar und sind auf der Bühne so gar nicht die maulfaulen Schwerstmelancholiker, sondern unterhaltsame Rampensäue mit, gewiss, in der Mehrzahl eher balladesken Songs. Das Ergebnis: ein wirklich kurzweiliger, toller Abend.

7 – Selig, Leipzig, 23. August
Ach Mensch, Selig. Ende August an der Parkbühne konnte ich noch nicht ahnen, dass ich mich später im Jahr tierisch über Euch ärgern würde. Die CD „Die Besten“ gefiel mir nämlich gar nicht, lieblose und blutleere Eigen-Cover waren das, in einem halbakustischen, seltsam schaumgebremsten Gewand. Und dann verlässt auch noch Keyboarder Malte die Band? Was mir Freunde von der Herbst-Tour berichten, lässt mich ahnen, dass die PUR-Werdung meiner einstigen Lieblingsband gerade im Eiltempo voranschreitet. Zum Glück war von all dem an diesem viel zu kühlen Sommerabend im August noch nichts zu spüren: meine fünf Helden spielten sich lautstark und ohne Wenn und Aber durch die derbsten Bretter ihrer Karriere – ich war völlig überrascht und geplättet und begeistert. Umso trauriger, wie es dann im Herbst mit der Band weiterging. Aber hey hey hey, natürlich bleibe ich voller Hoffnung und gespannt auf das, was da noch kommen mag.

6 – Stoppok, Leipzig, 20. November
Ein Dauergast in meinen Lieblingskonzertlisten. Auch 2014 lieferte der alte Recke mit seiner in Teilen neuen Band ein wunderbares Konzert ab.

Die Höchste Eisenbahn, Leipzig 2014

5 – Die Höchste Eisenbahn, Leipzig, 12. Februar
Eine zum Bersten volle NaTo. Und eine höchst spielfreudige Höchste Eisenbahn, die auf der ganzen Linie überzeugte. Francesco Wilking und Co. intonierten die Songs ihrer ersten beiden Platten, wechselten nach fast jedem Song die Instrumente und machten den Abend durch ihre äußerst lustigen Ansagen und Anekdoten erst so richtig rund. Ich glaub ja, dass hier gerade DIE deutschprachige Pop-Instanz der nächsten Jahre entsteht.

4 – The Hilliard Ensemble & Jan Garbarek, Halle, 20. Oktober
Ein wohliger Schauer nach dem nächsten jagte mir in Halle in der Marktkirche an diesem Abend über den Rücken: die Herren vom Hilliard Ensemble waren gekommen, um ein letztes Mal in unseren Breitengraden ihre unfassbar gute Vokalkunst zum Besten zu geben. Und das Publikum war gekommen, um von diesen großen Künstlern Abschied zu nehmen: Ende 2014 sangen sie das letzte Konzert ihrer Karriere. Mit dabei war der norwegische Jazzsaxofonist Jan Garbarek, mit dem die Hilliards drei Alben aufnahmen. Schade, dass ich das wohl nie wieder live erleben werde. Schön, dass ich in Halle dabei sein durfte.

Spin Doctors, Paris 2014

3 – Spin Doctors, Paris, 24. Februar
Auch in diesem Jahr durfte ich die Lieblingsband ein paar Mal live erleben. Drei Mal, um genau zu sein: in Paris, Amsterdam und Leuven. Die Pariser Show soll exemplarisch für diesen äußerst spannenden Run stehen. Die Band variierte die Setlisten von Nacht zu Nacht wie zuletzt in den frühen 90er Jahren, alte und neue Stücke fügten sich zu tollen Gesamtkunstwerken ineinander. Chris, Aaron, Mark und Eric sind und bleiben die coolsten Säue unter dieser Sonne und ich freu mich schon aufs nächste Dutzend Shows.

2 – Conor Oberst & Dawes, Hamburg, 11. August
A match made in heaven: Dawes, die sich 2013 in mein Herz spielten, als Backing Band für Conor Oberst, den ich bislang noch nie live gesehen hatte. Praktischerweise gaben Dawes auch gleich noch die Vorband, was mich natürlich doppelt freute. Das neunminütige „Peace In The Valley“ am Ende des Dawes-Sets in der restlos ausverkauften Hamburger „Fabrik“ war für mich der Konzertmoment des Jahres. Das Set mit Conor Oberst war bis zum letzten Song erstklassig und einnehmend, verstörend war jedoch dann die Zugabe: Dawes mussten fast acht Minuten instrumental überbrücken, bevor Oberst schließlich doch völlig verwirrt und neben sich stehend zurück auf Bühne wankte und die letzten beiden Stücke mit Mühe und Not durchhielt. Ein seltsames Ende einer sonst tadellosen, berauschenden Show, die mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Niels Frevert, Dresden 2014

1 – Niels Frevert, Dresden, 22. November
Was für ein Genuss! Frevert mit Band in der Dresdener Scheune. Niels war an dem Abend gut drauf und zum Plaudern aufgelegt, und die Band war aufeinander eingespielt wie in diesem Jahr sonst nur die deutsche Fußball-Nationalelf. Das Schönste: live kommen auch die Songs der jüngeren Frevert-Platten etwas rauher und gitarrenlastiger daher, was ihnen extrem gut bekommt. Ob neue Meisterwerke wie „Muscheln“ oder alte Gassenhauer wie „Seltsam öffne mich“ und „Doppelgänger“ – was für ein Glück, dass es Niels Frevert gibt.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2013: Lieblingskonzerte

Mit Griffin Goldsmith von Dawes, Reeperbahn Hamburg, 13. September 2013.
Mit Griffin Goldsmith von Dawes, Reeperbahn Hamburg, 13. September 2013.

10 – Selig, Leipzig, 14. März
Das offizielle Konzert zum „Magma“-Album. Mit der Platte hadere ich, weil sie mir zu gefällig daherkommt und zu glattgelutscht. Live fügten sich die neuen Stücke aber sehr gut ins Gesamtrepertoire ein. Bei weitem nicht das beste Selig-Konzert, das ich jemals gesehen habe, aber ohne Zweifel ein unterhaltsamer Abend.

09 – Spin Doctors, Isernhagen, 12. Oktober
Isernhagen soll stellvertretend für die sieben Spin-Doctors-Konzerte stehen, die in diesem Jahr sehen durfte. Die Touren durch England und Deutschland waren total unterschiedlich, gemein war ihnen, dass die Jungs es an jedem einzelnen Abend schafften, ihr Publikum zu „kriegen“, ob da nun zwanzig Menschen vor der Bühne standen (Augsburg) oder der Laden zum Bersten voll und ausverkauft war (Bristol). Der Gig in Isernhagen war perfekt: tolle Location, feierfreudiges Publikum und eine bestens aufgelegte Lieblingsband. Einer der sieben Abende mit den Doctors stach dennoch hervor, mehr dazu weiter unten.

08 – Charitone, Hamburg, 15. September
Die Hamburger Straßenzeitung Hinz & Kunzt wurde 20 Jahre alt und das feierten Macher, Verkäufer, Förderer und Freunde mit einem bemerkenswerten Open-Air-Konzert im Hamburger Stadtpark. Die NDR Big Band zusammen mit dem Who-Is-Who der Hamburger Popszene. Bernd Begemann moderierte den rotweinseligen Spätsommernachmittag, an dem wir vier schöne Stunden lang eigens für diesen Anlass arrangierten Stücken von und mit Niels Frevert, Boy, Cäthe, Johannes Oerding, Roger Cicero, Pohlmann, Regy Clasen und Stefan Gwildis lauschten.

07 – Jan Garbarek Group, Dresden, 2. November
Mal ganz was anderes. Saxophone-Jazz-Ikone Jan Garbarek und drei Kollegen spielen sphärische, der Welt entrückte Musik. Von den glasklaren, brillianten Tönen des Altsaxophons bis zu den Percussion-Feuerwerken aus Trommeln, Töpfen und Schalen brachte die Garbarek Group hier ihren ganz eigenen Entwurf von Jazz zu Gehör. Zwei Stunden im Alten Schlachthof, die wie im Flug vergingen.

06 – The Cat Empire, Berlin, 4. November
Alle Jahre wieder…: mit einem gelungenem neuen Album im Gepäck beehrten The Cat Empire aus Australien auch in diesem Jahr wieder ausgerechnet in der unwirtlichsten Jahreszeit Mitteleuropa. An einem feucht-kalten, regnerischen Berliner Herbsttag schafften es die Herrschaften einmal mehr, eine restlos ausverkaufte (und damit aus allen Nähten platzende) Location zum Kochen zu bringen. Und mal wieder gehen tausende Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Konzert und fragen sich: wie machen die das nur, diese Zauberer?

Live 2013

05 – Eels, Berlin, 8. April
Gewiss das schrägste Konzert, das ich in diesem Jahr gesehen habe. Meister E stand der Sinn nach lautem Rock’n’Roll, und lauten Rock’n’Roll hat er geliefert. In Trainingsanzügen, auf Podesten stehend, nach jedem Lied seine Mitmusiker zur Gruppenumarmung nötigend. Der traurige Clown im Vorprogramm, der, begleitet von einer Dame im Affenkostüm, theatralisch Metal-Klassiker ariengleich vortrug? Die Zugabe weit nach Konzertende, nachdem das Tempodrom schon wieder fast leer war? Nur zwei von ganz vielen wunderbaren Merkwürdigkeiten, die diesen Abend zu einem Besonderen gemacht haben.

04 – Joseph Arthur, Leipzig, 6. November
Sie haben mir Leid getan, diese drei Weltklasse-Musiker dort vorne auf der Bühne vom UT Connewitz. Grade mal zwanzig, dreißig Leute waren gekommen, um Joseph Arthur, René Lopez und Bill Dobrow zuzuhören. Dabei war ich vorher fest davon überzeugt, dass das Konzert ausverkauft sein würde. Ich meine … Joseph Arthur!! Was für große Künstler da vorne Musik gemacht haben, zeigte sich daran, dass sie sich von dem viel zu kleinen Publikum nicht beeindrucken ließen und eine sensationelle Show ablieferten.

03 – Gov’t Mule, Torgau, 19. Juli
Na endlich. Seit 1997 bin ich Fan, aber erst jetzt hatte ich Gelegenheit, Gov’t Mule mal live zu erleben. Zwei ausführliche Sets lang zeigten Warren Haynes und Co., warum sie zu den besten Musikern unter dieser Sonne gehören – mit vielen mir damals noch unbekannten Stücken vom neuen Album „Shout“, etlichen Reminiszenzen an Ikonen wie Grateful Dead und einem furiosen Finale mit „War Pigs“, das sogar die raubeinigsten Rocker in diesem an raubeinigen Rockern nicht eben armen Publikum euphorisierte.

02 – Spin Doctors, Leeds, 25. Januar
Aus all den schönen Spins-Shows, die mir in diesem Jahr vergönnt waren, muss diese hier herausgehoben werden. Ein schöner, kleiner, ausverkaufter Club in Leeds. Ein Publikum, das gekommen war, trotz eines für britische Verhältnisse extremen Wintereinbruchs seine Helden zu feiern. Eine Setlist, die mit Überraschungen nicht geizte (Yo Baby!). Eine Band, die mir in den Zugaben einen Song widmete, während ich hinter’m Merch-Stand T-Shirts und CDs bewachte (siehe Videobeweis). Das alles an dem Tag, an dem ich zum allerersten Mal das brandneue Album der Band im Zug von Liverpool nach Leeds anhören konnte. Der perfekte Tag, um Spin Doctors-Fan zu sein.

01 – Dawes, Hamburg, 13. September
Wie stark diese Band mein Jahr geprägt hat, habe ich ja bereits gestern bei den Lieblingsalben 2013 geschrieben. Umso größer war meine Freude, als ich erfuhr, dass Dawes im September zwei Konzerte in Deutschland spielen würden. Mit dem besten Freund gings schließlich nach Hamburg, um dort im legendären Molotow-Club all die großen Songs live zu hören, die mir im Frühjahr und Sommer so ans Herz gewachsen sind. Mein mit Abstand intensivster Livemusik-Moment 2013.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2012, 2011, 2010, 2009.

„It’s just a 100 percent us“: a conversation with Aaron Comess of Spin Doctors

A conversation with Aaron Comess of Spin Doctors about their new album “If the River Was Whiskey”, the band’s 25th anniversary and the ultimate Spin Doctors tune. By Daniel Heinze (The Spin Doctors Archive).

Aaron Comess of Spin Doctors

Daniel: First of all, congrats on all the positive reviews of „If The River Was Whiskey“. Seems like everyone loves what you guys have recorded last July: the critics as well as the fans. Did you expect all those positive reactions?

Aaron Comess: You never really go into a project thinking about that. You always hope that people are going to like it. But it has been really amazing to see all these positive reactions from the critics and from people who got the album early. We’re excited to get it out there and it’s definitely a nice feeling that it’s doing so well. These are the best reviews that we’ve ever gotten! When we first came out we were a young band, we were hip and young and all the critics loved us. But once you sell out your record, they don’t like you anymore. Now, I think it’s a great time for us. Everything’s totally real! And a lot of the critics maybe only know the band for the hits so I think some of them are pleasantly surprised (laughs).

D: One critic wrote that the band has gone „full circle“ with that new album as it goes back to the band’s blues bar roots. How does it feel to revisit and perform material that you guys wrote in the late 80s?

AC: It’s fun! It really feels totally fresh. Because, you know, it’s rock’n’roll! And good rock’n’roll or blues songs should sound good all the time. That kind of music is just so real – that’s the kind of music that always sounds fresh no matter what year it is. And the songs feel great. It’s been really cool to go back and revisit some of these really old ones and mix them with a handful of new ones – it seems to work. All of our stuff is based in blues, because that’s what rock’n’roll is. We have a lot of elements in our music: a lot of funk, we all dedicate ourselves for writing really good songs, and this is kind of the blue print to all we do! Even though it’s the blues, it’s our way of doing the blues: Chris has such a great way with lyrics, Eric’s an amazing guitar player – not a lot of guitar players could carry a whole record and there’s a lot of weight on the guitar playing on this kind of records, and he really shines …

D: … Yeah, you’re not just repeating the 12-bar blues scheme over and over again. Instead, you are mixing it with other elements and musical styles and so, the tracks get that signature Spin Doctors sound …

AC: You’re right. You can call it a blues record, sure. But I like to look at it more like a rock’n’roll record. Truthfully, we can thank you and David Landsberger! (laughs) When we were out on the Pocketfull of Kryptonite 20th anniversary tour in Europe asking people what they wanted to hear, a lot of these songs like “So Bad” or “The Drop” were all on the top of your lists of requests. When we started to play those deep cuts inside of the Kryptonite songs, and they just fit so well, it kind of opened our eyes: “Wow, this is excactly what we were doing back then, material-wise. And the truth is: we play those kind of songs a lot better now than we did back then. There’s no doubt about it!!

D: The 2013 set lists are a really cool mix of the classic stuff and the blues material …

AC: I’m loving it! It’s really helping us to put on a great live show right now!

D: Do you have a favorite cut off „If The River Was Whiskey“? If so, which track is it and why?
Weiterlesen „„It’s just a 100 percent us“: a conversation with Aaron Comess of Spin Doctors“

Spin Doctors – If The River Was Whiskey (live 2012)

Ein Vorbote auf das hoffentlich bald erscheinende, auf alle Fälle bereits fix und fertig eingespielte neue Bluesalbum der Spin Doctors: der Titelsong „If The River Was Whiskey“ in einer Liveversion aus dem Juli 2012. Warum ich am Entstehen dieser Platte tatsächlich nicht ganz unschuldig bin, muss ich bei Gelegenheit mal hier aufschreiben – auch zur Sicherheit, damit ich mir das selbst noch glaube, wenn ich einmal alt und grau bin. Für den Moment erfreue ich mich aber erstmal an der tollen Musik. Und Ihr, werte Leser, Euch hoffentlich auch.

Musik-Jahrgang 2012? Das fängt ja gut an.

2012 ist schon jetzt ein gutes Jahr. Zumindest, was die Musik betrifft. Bergeweise neue Musik prasselt derzeit auf mich ein und vieles davon würde ausfühliche, wohlformulierte Lobreden verdienen. Aber sowas interessiert ja eh keinen, deshalb stattdessen ein profaner Sammel-Eintrag zu den akustischen Höhepunkten der letzten Wochen.

Da wären zunächst mal The Canoes, so eine Art Supergroup. Neben norwegischen Stars wie Hans Petter Aaserud oder Arne Hovda (einst bei den Getaway People am Keyboard) singt auch Spin Doctors-Frontmann Chris Barron mit. Die vier Herren haben sich in den letzten Jahren immer wieder zu Songwriting-Sessions in norwegischen Blockhütten getroffen und so ein wirklich entspanntes Popalbum geschrieben. „Booze And Canoes“ kommt äußerst eingängig daher und tendiert mal zum großen Soul-Pop, mal zum, nun ja, Schlager. Insgesamt ein unbeschwertes, gut gelauntes Stück Musik – angenehm leichtfüßig und unkompliziert.

Endlich, endlich veröffentlicht nun auch Sinéad O’Connor ihr lang angekündigtes neues Album. Nicht „Home“ heißt es (so der urspüngliche Titel), sondern „How About I Be Me (And You Be You)“. Meine Euphorie hielt sich zunächst in Grenzen, denn als Sinéad-Sammler und -Fan kannte man im Grunde bereits fast alle Songs der neuen CD von den Livekonzerten der letzten Jahre, von diversen Demos und Vorab-Versionen, die seit 2010 im Netz kursierten. Umso mehr hat mich dann doch das fertige Album umgehauen. Brilliant produziert, mit einer Sängerin, die so stimmgewaltig und furios daherkommt wie seit Jahren nicht mehr. So sehr mir die Konzeptalbum-Experimente der letzten Zeit (Roots-Reggae im Jahr 2005, „Theology“ zwei Jahre später) zugesagt haben – es ist fantastisch, mal wieder ein klassisches Popalbum von Sinéad zu hören. Das Gerede vom „Comeback“ halte ich für Unsinn, sie war ja nie weg. Ein return to form ist das neue Album aber auf alle Fälle.

Auch Ben Kweller hat sich ein paar Jahre Zeit gelassen für seine neue CD. Nun ist „Go Fly A Kite“ in den USA erschienen – und ich kann den Import des Albums nur wärmstens ans Herz legen. Es rumpelt und rockt wieder mehr als zuletzt, der Ausflug in Richtung Country ist vorbei, und Kweller liefert erneut einen charmanten Song nach dem nächsten. Wieder schafft er es, an jedem peinlichen Pathos geschmackssicher vorbeizunavigieren. Was bei anderen bemüht retro oder gar kitschig klingen würde, präsentiert Kweller mit sympahischer Nerdigkeit und Unaufgeregtheit. Wunderbare, große Platte.

Außerdem ganz famos:

„Natives“, das Soloalbum von Beirut-Trompeter Kelly Pratt unter dem Namen Bright Moments: von Beirut vertraute Klänge treffen auf Beats und Samples und bisweilen recht eindeutigen Pop. „Bringing In The Darlings“, eine neue, auf’s Wesentliche wie Gesang und Gitarre reduzierte EP von Josh Ritter. Perfume Genius‚ zum Heulen schönes zweites Album „Put Your Back N 2 It“, Leonard Cohens alterweise Meditationen auf „Old Ideas“ (wie grandios ist denn bitte alleine der Opener „Going Home“?). Und jetzt, wo der große Hype erstmal durch ist, sollte man es noch einmal ausdrücklich erwähnen, das bemerkenswert gute Kraftklub-Majordebüt „Mit K“.

So kann’s gerne weitergehen, dieses 2012.

Interview with Spin Doctors‘ Aaron Comess

Hier die englische Abschrift meines Interviews mit Aaron Comess von den Spin Doctors. Die Band spielt in diesen Minuten das erste Konzert ihrer Europa-Tour 2012 in Paris. Die gekürzte und überarbeitete deutsche Version unseres Gesprächs findet Ihr hier. Das Transkript findet ihr auch auf der Facebookseite des Spin Doctors Archives.

After successful tours in the UK in May and a US tour in October, this time, the Spin Doctors will be playing in mainland Europe: France, the Netherlands, Germany and Italy. Aaron, is it still exciting for you guys to play your first album „Pocket Full Of Kryptonite“ in sequence in front of audiences?

It’s actually a lot of fun. It’s a great record and the songs really hold up. It’s just fun to get an opportunity to do something like that, it’s not something that we normally do. You know, there’s a good amount of the material on the record that we haven’t played in a long time. It’s nice just to celebrate: 20 years later, that we’re all around, everybody is healthy, happy and playing great. And the songs still sound fresh to us, so it’s been really fun to do it actually.

How do the fans react to this type of shows where you play the entire album in sequence?

Oh, we’ve been getting great reactions to it. Like you said, we had a great time in England earlier in the year, we just celebrated a tour in the United States, and I think people really enjoy it. Basically, we are coming out and do the full album in its entirety. I think the album is about 50 minutes long, but live, we stretch out and do drum and bass solos in “Shinbone Alley” so the whole show comes to about 75 minutes. And then, we do an encore. We’ve been coming out and doing some songs we haven’t played in a long time in the encore which has been really fun, too. So on top of getting the whole record, you gonna hear some old songs we haven’t played in a while, too.

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