Zu Gast bei „Talk am Dom“ in Fulda

Zweimal im Jahr lädt Klaus Depta ins Fuldaer Restaurant Ideal zum Talk am Dom, einer aufwendig produzierten Live-Talkshow, verantwortet von der Abteilung Rundfunkarbeit des Bistums Fulda. Fünf Gäste erzählen pro Show über „ihre Themen“ und zwischendurch gibt’s Livemusik. Das unterhält zum einen die etwa 140 Gäste vor Ort, aber auch die Zuschauerinnen und Zuschauer der Mediathek Hessen, im Offenen Kanal, bei BibelTV und bei Youtube.

In der Septemberausgabe war ich als Talk- und Musikgast dabei. Erst habe ich mit Klaus u.a. über meinen Beruf als „Sprachrohr der Kirche“ im gar nicht mal so kirchenbegeisterten Sachsen gesprochen, dann durfte ich im Laufe des Abends insgesamt vier Songs zum Besten geben. Vom Wünschewagen, der Sterbenden letzte Wünsche möglich macht, über die Pathologin, die dem Münsteraner Tatort-„Börne“ Profitipps gibt und den katholischen Bischof, der im evangelikalen Gottesdienst aus Versehen 45 Minuten lang predigte, bis hin zum Weltenbummler, der vier Jahre ohne Geld unterwegs war und auf der Reise sowohl Gott als auch die Liebe seines Lebens gefunden hat: die anderen Gäste hatten extrem spannende Sachen zu erzählen und ich hab mich auch nur einmal verspielt (dann aber dafür so richtig), sodass ich Euch das Anschauen der kompletten Sendung (ca. 2 Stunden) in der Mediathek Hessen oder auf YouTube guten Gewissens empfehlen kann.

PS: Hier noch ein Artikel über den Abend aus den „Osthessen News“, die die Ereignisse des Abends gut zusammenfasst und noch ein paar schöne Fotos mitliefert.

Musikalische Zeitreise: dunkelblau-Album von 2003 jetzt auf Spotify & Co

Fünfzehn Jahre ist es her, dass Matthi Frommann und ich unter dem Projektnamen dunkelblau ein gemeinsames Musikalbum veröffentlicht haben. Zwei Freunde auf der Suche nach dem Pop. Die gemeinsam probieren, ob – und wenn ja, wie – man Singer-/Songwriter-Titel in ein modernes, zeitgemäßes Klanggewand hüllen kann. In der Zwischenzeit, so der Name der Platte, warf bei ihrer ersten Veröffentlichung sogar drei kleine Internet-Hits auf längst vergessenen Plattformen wie Musikliga, mp3.de und BeSonic ab: „Lass mich“ mit der schönen Sologitarre am Schluss, das schräge „Wehgetan“ und den – für unsere Verhältnisse – Rocker „Regentropfen“.

Dennoch führte das komplette Album bislang ein digitales Schattendasein. Damals haben wir zwar ein paar hundert CD-Rs in Umlauf gebracht (und waren darauf Stolz wie Bolle: Hochglanz-Pop, aber eben DIY!), doch mehr als ein paar Soundcloud-Schnipsel waren zuletzt nicht mehr verfügbar. Fast forward ins Jahr 2018: fünfzehn Jahre später haben wir uns den Kram nochmal angehört, den guten marQs Plietsch bei Authentic Audio in Hof um ein sanftes, aber hörbares Remastering gebeten und das Album um drei bislang unveröffentlichte Demos als Bonus Tracks erweitert.

In der Zwischenzeit (2018 Remaster)“ ist ab sofort überall dort erhältlich, wo es online Musik gibt; z.B. bei Amazon MP3, iTunes, Spotify, CD Baby, Google Play Music, Apple Music, Youtube Music u.v.a. Matthi und ich wünschen viel Spaß bei dieser musikalischen Zeitreise an den Anfang des Jahrtausends! 🙂

„Komm, wir tanzen“ – das Making-Of zum Video

Hier das Making Of zu meinem nagelneuen Video „Komm, wir tanzen“ – dem Vorboten zur CD „Viel zu lang zu leise“ (Vorbestellung hier). Danke besonders an Regisseur Lukas Drangmeister und unseren wunderbaren Assistenten Marcus Poschlod, der, wie im Making Of eindrucksvoll zu sehen, ganz besonders unter meiner herrschsüchtigen Art zu leiden hatte 🙂

„Komm, wir tanzen“ – das Video!

Viel Spaß mit dem Video zum Song „Komm, wir tanzen“ aus meiner neuen CD „Viel zu lang zu leise“ (erscheint am 24.11., alle Infos hier, Vorbestellung hier). Großes Dankeschön an alle MittänzerInnen und -sängerInnen, an Marcus Poschlod und vor allem an Regisseur Lukas Drangmeister.

Jetzt vorbestellen: meine neue CD „Viel zu lang zu leise“ kommt am 24.11.!

Ich bin ganz aufgeregt…!
Am 24. November erscheint VIEL ZU LANG ZU LEISE, meine neue Solo-CD. Anfang des Jahres sind beim wunderbaren marQs Plietsch in Wölbattendorf bei Hof in nur vier Tagen acht höchst unterschiedliche Aufnahmen entstanden – vom Acappella-Stück bis zum Rumpelblues, vom fröhlichen Popsong bis zum nachdenklichen Liedermacher-Stück. Für mich ist VIEL ZU LANG ZU LEISE sowas wie der „kleine fröhliche Bruder“ zur eher etwas introvertierteren KRATZER-EP, die 2015 unter ganz ähnlichen Umständen entstanden ist.

Die CD kommt mit einem wirklich schönen 20-Seiten-Booklet mit allen Texten, vielen Fotos und tollen Grafikern des Leipziger Künstlers Samuel- Kim Schwope. Außerdem enthält sie den Downloadcode für ein komplettes Bonus-Livealbum namens „NUMMER 1“ mit zehn weiteren Songs. Doch wer die CD bis zum 20. November vorbestellt, bekommt die Links zur Vorab-Single „Komm, wir tanzen“ und zum Bonus-Album sofort zugeschickt!

Einen Tag nach Veröffentlichung, also am 25.11., feiern wir dann in Leipzig die „Plattentaufe“ – mit einem Doppel-Konzert im Lindenauer Kirchencafé. Es wird zwei Sets geben: ein Solo-Set mit den ganzen neuen Songs und danach ein Auftritt vom 2zueins!-Trio mit vielen alten und neuen Songs. Außerdem erwarten wir einige Gäste zu der Show. Herzliche Einladung!

Also:
hier kannst Du jetzt die CD „VIEL ZU LANG ZU LEISE“ vorbestellen & die Single und das Bonuszeugs sofort abstauben
hier kannst Du das Musikvideo zur Single „KOMM, WIR TANZEN“ anschauen (ab Fr, 10.11.)
hier gibt’s alle Infos zum Konzert am 25. November in Leipzig
hier gibt’s alle Infos zu meiner Band 2zueins! und hier zu meiner Musik insgesamt.

Neu im Netz: Der R.SA-Hinhörkanal

Ein Webstream mit handverlesener, ruhiger Popmusik und stündlich bis zu vier Beiträgen, Gedankenanstößen, Hintergrundberichten aus den Bereichen Kirche und Gesellschaft – vom „Gedanken zum Tag“ bis hin zu aktuellen Interviews und Erklärstücken: das ist das neuste Projekt aus der RADIO PSR/R.SA-Kirchenredaktion und trägt den Titel Der R.SA-Hinhörkanal – Radio zum Auftanken.

Interessant hierbei ist, dass in diesem Fall der Sender auf uns zugekommen ist und gefragt hat, ob wir uns vorstellen könnten, so ein Zusatzangebot mitzugestalten, für das die Programmstrategen derzeit einen echten Bedarf beim Publikum sehen: eine Art „Mehrwert“-Programm mit erkennbarem christlichen Profil, aber offen für alle Leute, die gerne dazulernen, nachdenken, diskutieren und gute Popmusik zu schätzen wissen (von Leonard Cohen bis Reinhard Mey), ganz unabhängig von ihrer Weltanschauung oder Konfession. Können wir natürlich und so ist der Stream nun seit einigen Tagen auf Sendung, derzeit empfangbar über die Website des Senders und die R.SA-Handy-Apps.

Eine Auszeichung für „Zweitausend Jahre Christentum in zehn Stunden“

„Ihr könnt den Karfreitag haben – wie wär’s, wenn wir Ihr den ganzen Tag lang ein bissel Kirchen-Geschichtsunterricht macht?“ Als R.SA-Programmchef Uwe Fischer mir und meiner evangelischen Kollegin in der RADIO PSR/R.SA-Kirchenredaktion, Friederike Ursprung, Ende Februar diese Idee unterbreitete, hielt ich das für ziemlich tollkühn. Einen ganzen Tag lang Kirchenbeiträge? Im säkularen Sachsen? Zur Kirchengeschichte? Aber hey – challenge accepted!

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Das Konzept und der Titel entstanden dann fast wie von selbst: „Zweitausend Jahre Christentum in zehn Stunden – von der Kreuzigung Jesu bis zu Papst Franziskus“. Pro Sendestunde ein rund neunzigsekündiger Beitrag, der ein wenig so klingen soll, wie hochwertige Terra-X-Reportagen im Fernsehen aussehen. Dazu ein paar augenzwinkernde Promos, Moderationen und, sollte sich tatsächlich jemand melden, Hörer on air, die ihre Meinung zu dem Experiment kundtun.

Die große Herausforderung für Friederike und mich kam dann beim Texten: wie erklärt man solche Ereignisse wie die Kirchenspaltung von 1054, die Kreuzzüge, die Reformation oder das Zweite Vatikanische Konzil so, dass es einerseits unterhaltsam und spannend bleibt, andererseits aber nicht zu oberflächlich anmutet? Was muss unbedingt rein, was muss aus Zeit- und Formatgründen draußen bleiben? Diese Beiträge zu schreiben und zu bauen, hat großen Spaß gemacht; das Endergebnis erschien uns recht rund. Die durchweg positiven Rückmeldungen der R.SA-Hörer überraschten uns (wir kalkulieren ein Mindestmaß an als Hörerfeedback getarnter fundamentaler Kirchenkritik bei unseren Sendungen längst ein), freute uns aber auch.

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Vor ein paar Wochen haben wir für dieses Karfreitagsexperiment den Sonderpreis „Reformation und Eine Welt“ beim Hörfunkpreis Mitteldeutschland in Erfurt erhalten – von Kollegen und Freunden aus ganz Deutschland bekamen wir herzliche Glückwünsche und ehrliches Schulterklopfen. Schön, dass dieses Wagnis von Hörern wie Medienmachern goutiert wurde, ob sie nun mit Kirche was anfangen können oder nicht. Einen Zusammenschnitt der Sendung gibt’s übrigens hier.

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Foto oben: meine Wenigkeit und Oberlandeskirchenrat Stefan Große von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands bei der Verleihung des „Rundfunkpreises Mitteldeutschland Hörfunk“ am 19. August 2016 in Erfurt. (c) Regiocast
Foto unten: ebenda, mit den (ebenfalls an diesem Tag mit diversen Preisen ausgezeichneten) R.SA-KollegInnen (v.l.) Marcus Poschlod, Susanne Böttcher, Katja Möckel, moi, Lena Mengler. (c) Regiocast.

„Denn nix geht ab ohne KRATZER, doch die machen’s erst schön …“

KRATZER EP Daniel Heinze 2015

KRATZER ist da.

Die EP ist das Ergebnis einer dreitägigen Studiosession, bei der ich, die eine 2zueins!-Hälfte Daniel, meine vielleicht persönlichsten Lieder aufgenommen habe. Sechs Lieder wie das Leben: das eben nicht problemlos dahingleitet, sondern schon mal KRATZER hinterlässt. Im neuen Fernseher, der schon beim Aufstellen lädiert wird, genauso wie auf der Seele oder im Herzen eines Menschen.

Von diesen KRATZERn singe ich hier. KRATZER, die das Leben erst „schön“ machen – im Sinne von „vollständig“ oder „ganz“. Es geht um Liebe, Trauer, Musik – hört einfach mal rein in diese gewiss recht unperfekte, aber womöglich gerade deshalb so persönliche Platte. Entstanden ist sie im letzten Winter bei marQs Plietsch im Authentic-Audio-Studio in Hof. MarQs hat bereits unser aktuelles 2zueins!-Album “Euer Ja sei ein Yeah!” produziert und war genau der richtige für das Experiment namens KRATZER.

Die EP “KRATZER” gibt’s jetzt überall als Download (Amazon, iTunes, CD Baby, Google Play, Spotify) sowie als streng limitierte CD auf 2zueins.com und bei unseren Konzerten.

Daniel bei Authentic Audio in Hof

Das hier schreibt Heiko Dietze, die andere 2zueins!-Hälfte, über meinen Soloausflug:

“Wenn mein Bandkumpan Daniel ‘ne Platte macht, höre ich zum einen besonders neugierig und interessiert und zum anderen gleichzeitig wohlwollend und kritisch hin. So fälle ich mein Urteil: das hier ist Daniels bisher beste Soloplatte! Auf ‘KRATZER’ hat er nicht nur wieder bemerkenswerte Songs zusammengestellt, er hat damit auch etwas Entscheidendes gewagt – sich in die Hände eines Mix-Profis begeben, der dazu auch noch selbst Musiker ist. Diese Zusammenarbeit mit marQs Plietsch hat die Songs um effektvolle Noten angereichert. Wer sich in die Platte vertieft, erlebt zwei Sachen: zum einen kommt sie oder er dem Menschen Daniel ziemlich nahe. Zum anderen – und das ist toll – eröffnen sich ja beim Hören mancher Lieder und ihrer Zeilen immer eigene, neue Sichtweisen. Diese kleinen, persönlich bereichernden Aha-Effekte kann man oft erleben, wenn man den scharfsinnigen, nachdenklichen und manchmal auch äußerst witzigen Texten auf ‘KRATZER’ zuhört. Deshalb: unbedingte Kauf- und Hörempfehlung!

Beziehungskiste goes WhatsApp: das neue 2zueins!-Video ist da.

So viel los im Moment … Da ist zum Beispiel auch noch das neue Video zum 2zueins!-Song „Ein glückliches Paar“. Wir haben die ganze Beziehungskiste einfach mal per Chatprogramm erzählt – bitteschön:

2zueins! – Ein glückliches Paar (Youtube)

Der Song ist auf unserem aktuellen Album „Euer Ja sei ein Yeah“ zu finden, und das gibt’s digital überall, wo’s Musik gibt und als wirklich schicke Deluxe-CD-Edition auf 2zueins.com.

Heute vor genau zehn Jahren …

… stand ich auf den Gleisen des alten, verlassenen Bahnhofs von Leipzig-Plagwitz, um mit einer Freundin das Coverfoto für mein Album „Gewinner“ zu knipsen. Das weiß ich deswegen noch so genau, weil ich am gleichen Tag abends zu einer Party eingeladen war. Auf der erreichte mich dann per Anruf die Nachricht, dass Johannes Paul der II. gestorben sei – weswegen ich sofort die Feier verließ und in den Sender fuhr, um die Kirchensendungen der kommenden Stunden und Tage zu aktualisieren.

Gewinner (live) von Daniel Heinze

Daran werde ich wohl immer denken, wenn ich mir das Cover von „Gewinner“ anschaue: wie ich da so (um einige Jahre jünger und diverse Kilo leichter) in die Plagwitzer Sonne blinzle … Die Platte erschien wenige Wochen später in einer Auflage von 200 Stück und ist lange vergriffen. Dieser Mitschnitt eines kleinen Konzertes war damals sowas wie eine Werkschau – mit Erinnerungen an meine erste Band s.m.h., mit Songs des Projektes dunkelblau, in dem ich mit Matthi Frommann ein Popalbum aufgenommen hatte, aber vor allem mit ganz vielen Liedern, die ich in den Jahren zuvor geschrieben hatte, aber nirgendwo veröffentlichen konnte.

Zehn Jahre also.

Und weil ich beim Hören dieser Aufnahme immer noch freudig grinsen muss (z.B. ob der Verspieler, der bisweilen seltsamen Ansagen und der spontanen Backing-Chöre des erlesenen Publikums) und da ohne diese Platte vermutlich nie 2zueins! entstanden wäre, dachte ich so bei mir: ‚das Album musste noch mal rauskramen und mit der Welt teilen‘.

Nun denn … „Gewinner (live)“ kann man ab sofort bei iTunes, CD Baby, Google Play, Amazon MP3 und in vielen anderen Stores runterladen oder auch bei Diensten wie Spotify streamen – ich wünsche gute Unterhaltung!