Helden mit Dellen – die neue CD von 2zueins! ist da

Da ist sie, die neue CD meiner Band 2zueins! – „Helden mit Dellen“ heißt sie und wir (Heiko, Dirk, Robert und ich) sind sehr stolz drauf. Zu hören überall, wo man Musik streamt oder downloadet, oder aber als schicke CD-Edition direkt von uns. Die ganze Geschichte zu dieser Platte und zum 15. Bandjubiläum steht hier. Und hier die beiden Videos mit den Singles zur CD:

Welthit: erster Vorbote zum neuen 2zueins!-Album ist da

So, hier, es gibt frische Musik von mir/uns! Dirk, Heiko und ich a.k.a. 2zueins! waren im Studio und haben eine neue EP eingespielt, die in zwei Wochen endlich erscheint. Mehr zu der Platte namens Helden mit Dellen schon jetzt auf der Band-Website und im 2zueins!-Shop (bitte die schicke CD-Edition vorbestellen, lohnt sich) – hier das Video zur ersten Single, Welthit:

Mehr 2zueins! hier, mehr über all meine Musik gibt’s hier.

Mein 2020: Ein Fazit.

Wie war das doch gleich, in diesem Lied von Niels Frevert, in meinen Lieblingsliedern 2019? „So lebe wohl, du rettungslos verlor‘nes Jahr, zieh‘ dahin mit dem Flüstern des Flusses, Strömung tief und klar.“ Geradezu prophetisch, wenn ich so auf 2020 zurückschaue. Corona hat natürlich auch meinen Alltag geprägt: Home Office, Masken, Sorgen um Mitmenschen, mehr Zeit in Zoom verbracht als im Wald, you name it.
Ganz für den Arsch war 2020 aber trotzdem nicht: bin unheimlich stolz auf’s Handgemenge, mein Album mit Robert. Glücklich über die eine Woche EP-Aufnahmen mit den 2zueins!-Jungs (mehr dazu 2021, versprochen). Begeistert von neuen Projekten wie dem Podcast Mit Herz und Haltung, froh über Konstanten im Leben wie den Heldenstadt-Podcast mit Guido oder die Arbeit im Katholikenrat und im Trägerverein. Erleichtert, dass wir allen Einschränkungen zum Trotz Woche für Woche möglichst abwechslungsreiche Radiosendungen basteln konnten. Dass ich kurz vor der Pandemie in diesem Jahr noch Tirana und Albanien entdecken und im Sommer ein paar Tage in Potsdam Urlaub machen konnte, empfinde ich angesichts des aktuellen Lockdowns zum Jahreswechsel regelrecht als Privileg.
Und doch: so viele durchkreuzte Pläne, so viele Menschen, denen ich nicht begegnen konnte, so viele Unsicherheiten, so viel Ungewohntes. Ich hoffe und bete, dass 2021 da wieder anders wird, dass wir mit Zuversicht und Rücksicht die Pandemie in den Griff kriegen und so viel wie möglich von dem zurück bekommen, was uns gerade an Zwischenmenschlichem, Nähe und Kultur fehlt. So, Niels, jetzt Du nochmal, bitte. „Was vergangen ist, ist vergangen und lange her, irgendwann nur noch Rost an den Händen vom Brückengeländer.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2020 im Überblick:
Lieblingsalben 2020
Lieblingskonzerte 2020
Lieblingslieder 2020

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2020 – ich freue mich auf 2021 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2019 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2018 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2017 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2016 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2015 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2014 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2013 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2012 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2011 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2010 (FazitAlbenKonzerteLieder)
2009
2008
2006
2005
2004

4. Quartal 2020

Gehört:
AnnenMayKantereit – 12
Jed Appleton – The Divide
Die Ärzte – Hell
Trey Anastasio – 2020-10-09 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 1)
Trey Anastasio – 2020-10-16 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 2)
Trey Anastasio – 2020-10-23 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 3)
Trey Anastasio – 2020-10-30 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 4)
Trey Anastasio – 2020-11-13 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 6)
Trey Anastasio – 2020-11-20 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 7)
Trey Anastasio – 2020-11-27 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 8)
Chris Barron – 2020-10-22 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-10-29 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-11-05 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-11-12 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-11-19 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-12-03 – Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-12-17 – Chris‘ apartment, New York, NY
Dino Brandao, Faber & Sophie Hunger – Ich liebe Dich
Phoebe Bridgers – Copycat Killer
Damien Dempsey – Live From Iveagh Gardens
Dawes – Good Luck With Whatever
Dawes – North Hills album performance (Webcast from Malibu)
Brett Dennen – Acoustic, Vol. 2
Eels – Earth To Dora
Ghosts Of The Forest – 2020-11-06 – Beacon Theater, New York, NY (Beacon Jams 5)
Devon Gilfillian – What’s Going On
Gov’t Mule – Live at the Angel Orensanz Center, New York City, NY, December 28, 2008
Gov’t Mule – Live at the Beacon Theatre (New York City, 12/31/2017)
Doctor Lo – Songs And Stories Vol. 1
Ben Harper – Winter Is For Lovers
High Plains Drifter – 1997-03-16 – Garton’s Saloon, Vail, CO
Ivan & Alyosha – Ivan & Alyosha
The Killers – Imploding The Mirage
Leo Kottke & Mike Gordon – Noon
Felix Kramer – Alles Gut
Felix Kramer – Wahrnehmungssache
Lawrence – The Live Album (Part 1)
Dave Matthews – 2010-10-02 – Live At Home By Request ep.2
Dave Matthews & Carter Beauford – Dave and Carter: The Warehouse Session
Dave Matthews & Tim Reynolds – 2017-05-31 – Verizon Wireless Amphitheatre at Encore Park, Alpharetta, GA
Dave Matthews Band – 2018-12-08 – Centre Bell, Montreal, Canada
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 53: 1998-11-02 – Boise State University Pavilion, Boise, ID
Page McConnell & Trey Anastasio – December
moe. – Not Normal
Mumford & Sons – Delta Tour EP
Phish – 1995-06-14 – Mud Island Amphitheatre, Memphis, TN
Phish – 1999-12-02 – The Palace Of Auburn Hills, Auburn Hills, MI
Josh Ritter – Hell Yeah! (Live 2017-2019)
Josh Rouse – Live At Shepherd’s Bush Empire 2005
Marco Schmedtje – 18
Selig – Myriaden Live Takes
Spafford – Live, Vol. 3
Spafford – Live at the Drive-In
Spin Doctors – 1989-11-24 – Mondo Perso Blues Club, New York, NY
Spin Doctors – 1991-12-12 – Secret Sounds, Bridgeport, CT (acoustic show)
Vianney – N’attendons pas
Wayne Graham – 1% Juice

Gesehen:
Chris Barron, Thirsty Thursday Happy Hours (Stream, Termine siehe oben)
Dawes – North Hills album performance (2020-11 Webcast)
Damien Dempsey – Christmas Concert (2020-12 Webcast)
Danny Dziuk, Neues Schauspiel, Leipzig
Dave Matthews & Carter Beauford – The Warehouse Session (2020-10 Webcast)
Vokalkonsort Leipzig, Propstei, Leipzig

Gelesen:
Chris Barron – An Expert On Loneliness
Jan Böhmermann – Gefolgt von niemandem, dem du folgst: Twitter-Tagebuch. 2009-2020
Tobi Schlegl – Schockraum
David Sedaris – The Best Of Me

Neue Videos, neue Remixe

Daniel Heinze & Al Pulpo – Dreiklang (Ali Calamari Remix) (Official Lyrics Video)
2zueins! – Und gemein (Jabberwocky Mix) (Official Lyrics Video)

Kurz vor’m Jahresende sind noch ein paar kleine Musiksachen von bzw. mit mir erschienen. Zum einen Frutti di Mare, eine 3-Track-Single, die ich zusammen mit dem Produzenten Al Pulpo gemacht habe. Drei, wie ich finde, recht radikale, aber genau deswegen spannende Remixe von Stücken aus meinen letzten Alben „Viel zu lang zu leise“ und „Das Handgemenge von Wölbattendorf“. Zum ersten Track, „Dreiklang“ im „Ali Calamari Mix“, gibt’s ein hübsches Lyrics Video im 8-Bit-Stil, kreiert von Lukas von welks.tv (siehe oben). Frutti di Mare gibt’s überall, wo Ihr Musik streamen oder downloaden könnt (z.B. Spotify).

Der „Jabberwocky Mix“ des 2zueins!-Songs „Und gemein“ ist schon etwas älter, wir haben ihn 2016 zum 10jährigen Bandjubiläum auf der Plus X-Remix-Single rausgehauen. Nun steht das 15jährige ins Haus und wir haben im Oktober eine neue EP aufgenommen, die im ersten Halbjahr 2021 erscheinen soll. Quasi als Vorbote darauf hab ich ein kleines Lyrics Video zum Song gebastelt – mit Bildmaterial aus dem verschneiten Dresden im Winter 2016 oder 2017, so genau weiß ich das gar nicht mehr … Viel Spaß jedenfalls auch mit diesem Clip – siehe oben.

Die Geschichten hinter den „Handgemenge“-Songs

Daniel Heinze & Robert Kratzsch – Das Handgemenge von Wölbattendorf. Jetzt als CD, als Download oder per Stream.

Im Mai ist Das Handgemenge von Wölbattendorf erschienen, mein neues Album, das ich gemeinsam mit Robert Kratzsch aufgenommen habe. In den letzten Wochen habe ich auf meiner Facebook-Musik-Seite nach und nach die Geschichten hinter den Songs zusammengetragen – wie sie entstanden sind, was sie bedeuten etc. Hier sind nun alle vierzehn Erinnerungen auf einem Haufen.

Track 1 – 100.000 Lemminge
„100.000 Lemminge“ ist in seiner Urfassung fast 25 Jahre alt und war eine zeitlang regelmäßiger Teil des Livesets unserer Band s.m.h. Ein etwas spöttisches Stück über den Irrsinn in der Welt … Vor drei, vier Jahren hab ich mich an den Song erinnert und fand, dass er doch auch ganz gut ins Hier und Heute passt. Komplett neu ist das coole neue Gitarrenriff, das Robert spielt. Und so wurde aus einem fast vergessenen Liedlein aus dem letzten Jahrtausend der Opener einer Platte aus dem Jahr 2020.

Track 2 – Herbst (Alles wie immer)
Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Zum einen, weil’s draußen nochmal so herrlich bunt wird, zum anderen, weil es mir in dieser Jahreszeit am leichtesten fällt, Lieder zu schreiben (vielleicht tauchen in meinen Songtexten deshalb so viele Herbst-Bilder auf?). Dieses Stück beschreibt einen Herbstabend im trüberen Teil der Saison, mehr so in Richtung November. Entstanden ist der Song in den 90ern mit s.m.h., er war eine Zeit lang fester Bestandteil unserer Konzerte, wir haben ihn aber nie aufgenommen. 20 Jahre später hab ich ein wenig am Text gefeilt und mit Robert eine Version arrangiert, auf die ich echt stolz bin. Ich finde, der Track gibt die Handgemenge-Recording-Session-Stimmung im Authentic Audio-Studio bei Markus Plietsch in Wölbattendorf perfekt wieder.

Track 3 – Gut
Lieder wie „Gut“ bezeichne ich gerne als „Fallobst“ – sie sind auf einmal da, sie sind mir wichtig, aber sie wollen nicht so recht passen zu den jeweils aktuellen Alben und Projekten, die gerade „dran“ sind. Vermutlich eines der traurigsten, nachdenklichsten Stücke aus meiner Feder. Umso glücklicher macht mich diese Aufnahme hier mit Robert: unsere beiden Akustikgitarren ergänzen sich super, die Kalimba im Refrain sorgt für eine gewisse Größe und dieses Harp-Solo passt wie die Faust aufs Auge. Hat sich also gelohnt, fast zwei Jahrzehnte zu warten, bis wir den Song endlich aufgenommen haben.

Track 4 – Liverpool
Der Song „Liverpool“ erzählt eine wahre Geschichte: zu viert haben wir einem gemeinsamen Freund zu seinem 30. Geburtstag einen Überraschungsbesuch in Liverpool abgestattet. Er studierte dort und hat absolut nicht mit uns gerechnet. Ein großartiges Wochenende mit wildem Kneipenabend, Hafenspaziergang, WG-Party und Ausflug ans Meer. Und überall Beatles, Beatles, Beatles. Das Wochenende, an dem ich mich in Liverpool verknallt und es seither noch viele mal besucht habe.

Track 5 – Auf eigene Gefahr
Anfang der „nuller Jahre“ bastelten Matthias Wölle und ich in seinem Studio an einer Platte, die Singer-/Songwriter-Klänge mit zeitgemäßem Pop verbinden wollte. Wir tauften das Projekt dunkelblau und die Platte „In der Zwischenzeit„. Ende 2003, Anfang 2004 kam sie raus. „Auf eigene Gefahr“ war einer der synthie- und poplastigeren Stücke darauf. Vor ein paar Jahren kam mir die Idee, den Song mal live zu spielen, mit offenen Akkorden – was ihm eine völlig andere Anmutung gibt. Fürs Handgemenge kam dann noch Roberts akustische Slidegitarre dazu – jetzt hat der Track, ohne anmaßend klingen zu wollen, einen leichten, etwas schwebenden Dave-Matthews-und-Tim-Reynolds-Vibe.

Track 6 – Sieben
Einer der jüngeren Songs des Albums – und wieder eine wahre Geschichte! Erlebt und umgehend geschrieben auf der nächtlichen Zug- und Schienenersatzverkehr-Heimreise nach einem Gig bei den „Maifestspielen 2018“ auf dem Gelände des MoshAir / Freiraum Kultur e.V. Fraureuth. Lustigerweise war bei dem Auftritt auch Robert mit seiner Familie dabei und ich hatte ihm grob die Idee für eine gemeinsame Platte erzählt, zu der er nach leichtem Zögern doch recht schnell auch Ja gesagt hat … Ein paar Stunden später dann diese überraschende (Nicht-)Begegnung in der S-Bahn, von der das Stück „Sieben“ erzählt. Übrigens einer meiner persönlichen Lieblingsmomente im Handgemenge-Reigen.

Track 7 – Babybrei
„Lass uns den doch live einspielen. Am besten unten im Hof.“ Was unser Produzent Markus da vorschlug, fand ich erstmal reichlich durchgeknallt. Klar, dass wir dieses lustige, etwas alberne Stück irgendwie live machen würden, das war schon der Plan … Aber gleich auch noch open air?! Hat natürlich super funktioniert – zwischen zwei Autos, mit um uns herumschleichenden Katzen haben wir dem „Babybrei“ – erstmals zu hören auf meinem 2005er Livealbum „Gewinner“ – neues Leben eingehaucht. Eine Beziehungskiste in E-Dur, die böse anfängt, böse weitergeht und schließlich … in eine Liebeserklärung mündet.

Track 8 – Dreiklang
„Dreiklang“ war damals, 1995/1996 ein echter Durchbruch für s.m.h. – auf dem Weg von der Schülerband hin zu einer, wie wir hofften, „richtigen“, „ernsthaften“ Rockband. Harte Gitarren, viel Druck – kurzum, ein wichtiger Song für uns und in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. Für mich bis heute der beste Track auf unserer ersten CD „Wie im Paradies„. Die neue Version auf dem Handgemenge, rund zweieinhalb Jahrzehnte später, ist da wesentlich reduzierter: nur Robert an der Gitarre und ich am Mikro. Das Stück läutet den zweiten Teil des Albums, quasi die B-Seite, ein und hat, wie ich finde, was herrlich Geheimnisvolles und – da isses wieder – Herbstliches.

Track 9 – Irgendwo bei Bonn
„Bonn“ ist eine von insgesamt fünf Neueinspielungen im Handgemenge-Reigen. Im Original stammt der Song vom 2014er Album „Euer Ja sei ein Yeah!“ meiner Band 2zueins! Die Prämisse bei den „Eigen-Covern“ war für Robert und mich, dass wir die Songs und ihre Geschichten immer ein wenig anders erzählen wollten als im Original. Deshalb haben wir dieses Stück übers Vermissen in so eine Art Roadmovie-Gewand gekleidet, mit einer dezenten Country-Note.

Track 10 – Geh scheißen
Der erste Song von mir, dessen Titel von Apple Music zensiert wurde: dort könnt Ihr nur „Geh sch****en“ runterladen. Ein kleiner zickiger Blues, geschrieben, als ich mal richtig sauer war auf einen Freund. Der Ärger ist lange verflogen, die besungene Person und ich sind immer noch befreundet – und nein, ich werde nie verraten, um wen es hier wirklich geht. Robert, der ganz hier famos Bluesharp spielt, ist es auf alle Fälle nicht.

Track 11 – Besser als wir
Dieses Lied ist im Grunde ein lautes Nachdenken darüber, warum eine Beziehung zwischen zwei Menschen grandios gescheitert ist. Natürlich nicht ohne eine ordentliche Portion Selbstmitleid – vor allem durch Roberts herrlich traurige Gitarre … Geschrieben, als ich ein Teenager war. Damals nie live gespielt; der Song lag im Dornröschenschlaf, als rauschendes Proberaumdemo aus dem letzten Jahrtausend. Jetzt, ein knappes Vierteljahrhundert später, ist die Zeit endlich reif, das Lied „in die Welt zu entlassen“.

Track 12 – Im Mai
Noch so ein Fallobst-Song, den ich seit vielen Jahren mit mir herumtrage. In diesem Fall reden wir von den Jahren 2005 und 2006, 2zueins! nahm gerade Fahrt auf und Heiko und ich schrieben wie die Verrückten für unser erstes Album „Clockwork Utan“ (2007). Lieder wie „Zweifelhaft“, „All die alten Meister“ oder „Halt unterwegs“ sind in der Zeit entstanden. Und eben auch „Im Mai“. Es hat mich etwas Überredungskunst bei Robert gekostet, dem Song nun endlich auf unserer gemeinsamen Platte ein Zuhause zu geben, aber inzwischen sind wir beide sehr froh darüber, dass es dieses kleine Liebeslied aufs Handgemenge geschafft hat – für mich einer der lässigsten und unbeschwertesten Momente auf dem Album.

Track 13 – Dunkelblau
„Dunkelblau“ ist für mich mehr als ein Lied, es ist so eine Art Begleiter durchs Leben geworden. Im Original ein s.m.h.-Song von unserem Album „Daheim“ (1999), ein Stück übers Anders-Sein, Man-Selbst-Sein, über die Schönheit des Blues und schließlich versehen mit der Botschaft, dass man nicht immer alles bis ins Letzte verstehen und durchdringen kann und muss: es braucht im Leben Platz für das Wunderbare, das Nicht-Erklärbare, das Besondere, das Transzendente, das Deutbare … Der Song wurde ein paar Jahre später gar zum Bandnamen für das, was Matthias, Robert und ich von 2002 bis 2005 musikalisch getrieben haben – zu bestaunen im dunkelblau-Album „In der Zwischenzeit„.
Tja. Auf einmal haben wir den Sommer 2019, ich sitze nächtens in einem Hotelzimmer in Polen, und mir fallen – beseelt von rotem Wein – ein paar neue Zeilen ein, die dieses Lied zwei Jahrzehnte später noch einmal ein Stück weiter schreiben. Zeilen, an deren Ende ich mich sogar traue, das oben eher vage Beschriebene beim Namen zu nennen: „es bleibt … die Liebe“. Dieses neue Outro des Songs ist damit der jüngste Part auf der ganzen Handgemenge-Platte, eine Zutat, die wir erst in letzter Minute, wenige Wochen vor den Aufnahmen, in die Songsuppe gerührt haben. Ich bin sehr glücklich darüber, weil sich auf diese Weise ein dunkelblauer Kreis schließt.

Track 14 – Halt mich wach
Das Album endet mit einem alten musikalischen Weggefährten – „Halt mich wach“ spielten wir auf Dutzenden s.m.h.-Konzerten, das Laut-Leise-Spiel zwischen Strophen und Refrain war einfach ideal für die Liveshow. Aufs Album hat der Song es nicht geschafft, die Prerecording-Version wollte nicht so recht funktionieren. Dann, irgendwann in der zweiten Hälfte der nuller Jahre probierten dann Heiko und ich im Studio abermals an dem Song herum – zwischenzeitlich bastelten wir gar an einer Ska-Version! Schließlich der dritte Anlauf in den Handgemenge-Sessions 2019. Plötzlich war alles klar, passte alles: Elemente aus aus der ursprünglichen Fassung sind drin; der „Gib-mir-Deckung“-Chor im letzten Refrain ist meine kleine Hommage an die nie fertig gestellte 2zueins!-Version mit Heiko. Und der Rest, vom Gitarrengewitter bis zum Alienbesuch? Ist uns in Wölbattendorf zugeflogen. Schnell war zur Freude aller Beteiligten klar: einen besseren Schlusstrack für die Platte finden wir niemals nicht.

Das Album „Das Handgemenge von Wölbattendorf“ kannst Du exklusiv bei mir als schicke Deluxe-CD-Version mit allen Texten und Credits bestellen.

Making Of „Das Handgemenge von Wölbattendorf“
Handgemenge Album-Tour
Daniel Heinze & Robert Kratzsch – Herbst (Alles wie immer) (Offizielles Video)
Daniel Heinze & Robert Kratzsch – Dreiklang (Lyric Video)

„Nummer 1“-Album jetzt überall als Stream oder Download

Nummer 1. Album von Daniel Heinze (2017) Mein Nummer 1-Album von 2017 gibt’s ab sofort ganz offiziell überall im Streaming und als Download. Äh, was, ein Nummer 1-Album???

Im Sommer 2017 war ich an einem heißen Samstagvormittag im Studio von 2zueins!-Drummer und Produzent Dirk Herold zu Gast, um dort jeweils die ersten Songs aller Alben und EPs, die ich seit 1996 solo oder mit Bands veröffentlicht habe, nochmal neu live einzuspielen. Dabei hatte ich immer nur einen Versuch.

Anlass war der Release meiner anderen 2017er Platte „Viel zu lang zu leise“. Bis heute kriegen alle, die die CD-Version davon kaufen, den „Nummer 1“ als mp3-Download geschenkt. Alle anderen können das Experiment jetzt also auch hören – bei Deezer, Amazon, Apple Music oder auch Spotify.

2. Quartal 2020

Gehört:
Alberta Cross – What Are We Frightened Of?
Trey Anastasio – Quarantaine Sessions (contd)
Trey Anastasio Band – 2018-04-18 – 20 Monroe Live, Grand Rapids, MI
Douglas Appling / Emanzipator – Mountain of Memory
Douglas Appling / Emanzipator – Baralku Tour (Live)
AWOLNATION – Angel Miners & The Lightning Riders
Chris Barron – 2020-04-04 – SIP SIP Web Festival
Chris Barron – 2020-05-06 – Facebook Livestream fom Chris‘ home
Chris Barron – 2020-05-14 – Thirsty Thursday Happy Hour, Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-05-21 – Thirsty Thursday Happy Hour, Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-05-28 – Thirsty Thursday Happy Hour, Chris‘ apartment, New York, NY
Chris Barron – 2020-06-04 – Thirsty Thursday Happy Hour, Chris‘ apartment, New York, NY
Blues Traveler – 1991-08-18 – Arrowhead Ranch, Liberty, NY
Blues Traveler – 1993-04-04 – Burruss Auditorium, Blacksburg, VA
Blues Traveler – 1993-12-31 – Roseland Ballroom, New York, NY
Blues Traveler – 1993-12-30 – Roseland Ballroom, New York, NY
Bon Iver – Blood Bank EP (10th Anniversary Edition)
Bright Blue Gorilla – 36 Husbands OST
Circles Around The Sun – CATS LIVE Winter 2020
Circles Around The Sun – Interludes: The Complete Set-Break Recordings
Danielia Cotton & The Church Boys – A Different War
Bob Dylan – Rough And Rowdy Ways
Steve Forbert – Early Morning Rain
Rebecca Coupe Francs – Every Little Thing Counts
Gov’t Mule – 2019-04-19 – Monarch Music Hall, Peoria, IL
Daniel Heinze & Robert Kratzsch – Das Handgemenge von Wölbattendorf
Christian Lee Hutson – Beginners
Norah Jones – Pick Me Up Off The Floor
Stu Larsen – Marigold
Lettuce – 2019-01-25 – Marathon Music Works, Nashville, TN
Lettuce – Resonate
Martyn Joseph – Across Germany (Live 2019)
Katie Malco – Failures
Dave Matthews – 2020-05-28 – Verizon: Pay It Forward II
Dave Matthews Band – 2018-05-30 – Walmart AMP, Rogers, AR
Dave Matthews Band – 2018-12-02 – Mohegan Sun Arena, Uncasville, CT
Dave Matthews Band – 2019-06-29 – Ruoff Home Mortgage Music Center, Noblesville, IN
Dave Matthews Band – 2019-07-23 – Ameris Bank Amphitheatre – Alpharetta, GA
Dave Matthews Band – 2019-07-27 – West Palm Beach, FL
Dave Matthews Band – Live Trax, Vol. 51: 2007-08-10 Post-Gazette Pavilion, Burgettstown, PA
Dave Matthews & Tim Reynolds – 2020-02-15 – Moon Palace Golf & Spa Resort, Cancun, Mexico
Blake Mills – Mutable Set
Tom Misch & Yussef Dayes – What Kinda Music
David Murray – Blues for Memo
Our Native Daughters – Songs of Our Native Daughters
Pauls Jets – Highlights zum Einschlafen
Phantom Planet – Devastator
Phish – 1998-08-01 – Alpine Valley, East Troy, WI
Phish – Sigma Oasis
Pinegrove – Elsewhere 2
Josh Rouse – Saxapahaw Mustard: Josh Rouse Live at Haw River Ballroom
Chris Robinson Brotherhood – 2019-02-10 – Sheridan Opera House, Telluride, CO
Luca Sestak – Right Or Wrong
Ravi Shankar – Nine Decades, Vol. 7: Live in Copenhagen
Spaffort – Chapel Jam
Stone Temple Pilots – Perdida
The String Cheese Incident – 2019-05-03 – Mardi Gras World, New Orleans, LA
Cosmos Sunshine – The Way Is Clear
Tedeschi Trucks Band – Live From The Fox Oakland
Todd Thibaud – Songs From The Couch
Various Artists – Ihr fangt alles an

Gesehen:
Chris Barron, Thirsty Thursday Happy Hours:
7., 14., 21. und 28. Mai sowie 4., 11., 18. und 25. Juni
Mechthild & Stephan Rommelspacher, Christian Groß & Michael Arnold, Propstei, Leipzig

Gelesen:
Jan Feddersen & Philipp Gessler – Phrase Unser. Die blutleere Sprache der Kirche
Markus Heitz – Spiegel und Schatten (Die Meisterin 2)

Neues Album „Das Handgemenge von Wölbattendorf“ – ab 15. Mai!

Die Entstehungs-Story meines neuen Albums kann man sich im Video oben in aller Ruhe anschauen, oder man kann folgende Zusammenfassung lesen, die ich für Youtube & Co gezimmert habe:

Zwei alte Freunde gehen nach über eineinhalb Jahrzehnten wieder gemeinsam ins Studio. Fernab jeden Trubels, in der Ruhe Oberfrankens, begeben sie sich in die Obhut von Produzent marQs Plietsch. In einem einwöchigen Kreativrausch entstehen 14 Aufnahmen, die als großes Ganzes die musikalische Essenz dieser Freundschaft bilden: „Das Handgemenge von Wölbattendorf“ von Daniel Heinze und Robert Kratzsch erscheint am 15. Mai 2020 als Stream und Download sowie als CD-Deluxe-Edition inkl. aufwendig gestaltetem 20-Seiten-Booklet.

Ich bin extrem stolz auf dieses Baby und kann die extrem schicke CD-Version wirklich, wirklich ans Herz legen – ihr könnt sie HIER direkt bei mir bestellen (wie viele andere CDs von mir auch). Es folgen noch ein paar weitere musikalische Eindrücke, zuvor sei jedoch noch auf meine neue Daniel-macht-Musik-Seite bei Facebook verwiesen, auf der es künftig alle Infos zu meinen musikalischen Machenschaften neben 2zueins! geben wird. Also, hier FB-Seite abonnieren und hier neue CD bestellen. Danke! 🙂

Mein 2019: Ein Fazit.

2019? Irgendwie ein gutes Jahr. Auch beim dritten, vierten Drübernachdenken komm ich zu dem gleichen Schluss. Hatte mir vorgenommen, deutlich weniger in Flugzeugen zu sitzen als zuletzt. Ist gelungen. Bin trotzdem ordentlich rumgekommen, allein schon hier im Freistaat: als SachsenSofa-Moderator Spitzenpolitiker in die kleinsten Orten des Landes gebracht. Hamburg. Osnabrück. Stettin, Schwedt. Plauen. Hersel, Bonn, Brühl. München. Neuerdings Mentor. Auf DMB-Tour in Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Einmal Wohnzimmer renovieren, bitte! Geburtstag mit der ganzen GKP in Eichstätt. Mal eben einen Dokumentarfilm mitgedreht und eine kirchliche Fachmesse mitgestemmt. Hochzeiten, zwei tolle vierzigste Geburtstage, ein paar herrliche Auftritte mit 2zueins! und auch jede Menge Solo-Gigs. Gemütliche Bandproben-Abende. Eine Woche wunderbarste Weltflucht im Spätsommer, um mit einem alten Freund neue Musik zu machen (2020 mehr dazu). Kraxeln auf dem Ätna, Seele baumeln lassen in Catania. Im Oktober alle vier Patenkinder besucht. Aus Verantwortungsgemeinschaften werden Gemeindeneugründungen. Auf ein Dawes-High in Köln und Berlin folgen fünf Wochen ohne Stimme, dafür mit Mandelentündung und Antibiotika. Jede Menge tolle Begegnungen, viel Neues. Trotzdem mehr Ruhe, mehr Schlaf als zuletzt (wenigstens gefühlt). Einiges zu einem Ende gebracht, manches gar zu einem guten Ende. Gespannt auf das, was kommt. Streich das irgendwie. 2019? Irgendwie Ein gutes Jahr.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2019 im Überblick:
Lieblingsalben 2019
Lieblingskonzerte 2019
Lieblingslieder 2019

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2019 – ich freue mich auf 2020 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2018 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2017 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2016 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2015 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2014 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
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2006
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