Welthit: erster Vorbote zum neuen 2zueins!-Album ist da

So, hier, es gibt frische Musik von mir/uns! Dirk, Heiko und ich a.k.a. 2zueins! waren im Studio und haben eine neue EP eingespielt, die in zwei Wochen endlich erscheint. Mehr zu der Platte namens Helden mit Dellen schon jetzt auf der Band-Website und im 2zueins!-Shop (bitte die schicke CD-Edition vorbestellen, lohnt sich) – hier das Video zur ersten Single, Welthit:

Mehr 2zueins! hier, mehr über all meine Musik gibt’s hier.

Neue Videos, neue Remixe

Daniel Heinze & Al Pulpo – Dreiklang (Ali Calamari Remix) (Official Lyrics Video)
2zueins! – Und gemein (Jabberwocky Mix) (Official Lyrics Video)

Kurz vor’m Jahresende sind noch ein paar kleine Musiksachen von bzw. mit mir erschienen. Zum einen Frutti di Mare, eine 3-Track-Single, die ich zusammen mit dem Produzenten Al Pulpo gemacht habe. Drei, wie ich finde, recht radikale, aber genau deswegen spannende Remixe von Stücken aus meinen letzten Alben „Viel zu lang zu leise“ und „Das Handgemenge von Wölbattendorf“. Zum ersten Track, „Dreiklang“ im „Ali Calamari Mix“, gibt’s ein hübsches Lyrics Video im 8-Bit-Stil, kreiert von Lukas von welks.tv (siehe oben). Frutti di Mare gibt’s überall, wo Ihr Musik streamen oder downloaden könnt (z.B. Spotify).

Der „Jabberwocky Mix“ des 2zueins!-Songs „Und gemein“ ist schon etwas älter, wir haben ihn 2016 zum 10jährigen Bandjubiläum auf der Plus X-Remix-Single rausgehauen. Nun steht das 15jährige ins Haus und wir haben im Oktober eine neue EP aufgenommen, die im ersten Halbjahr 2021 erscheinen soll. Quasi als Vorbote darauf hab ich ein kleines Lyrics Video zum Song gebastelt – mit Bildmaterial aus dem verschneiten Dresden im Winter 2016 oder 2017, so genau weiß ich das gar nicht mehr … Viel Spaß jedenfalls auch mit diesem Clip – siehe oben.

20 Jahre „Daheim“: s.m.h.-Album jetzt digital als Remaster erhältlich

1998, ein prägendes Jahr: im Sommer habe ich beim Radio angeheuert und sowas wie meine berufliche „Bestimmung“ gefunden. Und im Herbst ’98 musste ich ständig von Leipzig oder Werdau nach Hohenstein-Ernstthal pendeln. Denn dort entstand jenes Album, das ab heute erstmals digital und neu gemastert erhältlich ist – „Daheim“, das Album meiner damaligen Band s.m.h. Nach zwei mehr oder minder erfolgreichen DemoProduktionen, dutzenden und aberdutzenden Gigs überall im Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland hatten wir – fünf Schulfreunde aus der westsächsischen Provinz, die im örtlichen Jugendclub quasi zu einer Band zwangsverheiratet wurden – uns sowas wie eine eigene musikalische Identität aufgebaut. Uns ging es um Rockmusik, die groovt und tanzbar sein sollte, mit deutschen Texten. Die durften gern etwas verschwurbelt und nur nicht zu leicht dechiffrierbar sein – unsere Säulenheiligen hießen Nationalgalerie und Selig, Black Crowes und Lenny Kravitz.

Also mieteten wir uns wochenendenweise im F.O.E.N. Studio in Hohenstein-Ernstthal ein und nahmen auf – professionell angeleitet von Inhaber und Produzent Thomas Schäfer, an dessen Engelsgeduld mit uns hibbeligen Gradesonichtmehrteenagern ich mich besonders gern erinnere. Ziel war es, die im Sommer zuvor aufgenommenen Demos so effizient und gut wie möglich im Studio zu reproduzieren. Keine Gastmusiker, keine unnötigen Effekte oder Manierismen, nur „wir fünfe“ und unsere besten Songs. Anfang 1999 konnten wir das Ergebnis dieser Sessions in der ausverkauften Werdauer „Bruchbude“ der Weltöffentlichkeit präsentieren: „Daheim“ war da – und die Kräfte als Band schwanden. Zwar traten wir noch für ein gutes Jahr weiter auf (sogar in Berlin!) und schlugen uns die Wochenenden in Jugendclubs und Bierkneipen musizierend um die Ohren und ja, die CD verkaufte sich ganz ordentlich … Doch irgendwie war „die Luft raus“, Sachen wie Studium, Freundinnen oder Jobs verschoben unsere Prioritäten immer mehr, sodass s.m.h. irgendwann vorbei war, ohne, dass wir uns je bewusst aufgelöst hätten. Ein einmaliges Reunion-Konzert paar Jahre später, wiederum in Werdau, wiederum mit über 350 Gästen restlos ausverkauft, verdeutlichte uns nochmal, dass wir und unsere Musik offenbar einigen Leuten echt was bedeutet haben – ein schönes Gefühl, bis heute.

Fast forward ins Jahr 2018: zwanzig Jahre später mache ich immer noch hauptberuflich Radio und nebenbei, so oft es geht, Musik – heute mit meinen Freunden Heiko und Dirk in der Band 2zueins! und auch solo als Singer-/Songwriter. Dazu noch der 40. Geburtstag – klar, dass man da schon mal Rückschau hält und auch musikalisch Bilanz zieht. Es war mein Wunsch, die ersten beiden „richtigen“ Platten, an denen ich maßgeblich mitgeschrieben und -performt habe, digital verfügbar zu machen. Die 2003er Veröffentlichung „In der Zwischenzeit“ meines Projektes dunkelblau mit Matthi Frommann erschien daher im letzten Herbst, pünktlich zum 15jährigen Jubiläum. Jetzt, genau 20 Jahre nach Release, ist also auch „Daheim“ dran. Beide Machwerke hat marQs Plietsch im Authentic Audio Studio in Hof meisterlich und in liebevoller Kleinarbeit in die „klangliche Gegenwart“ katapultiert. Gerade das Album „Daheim“ klingt 2019 dadurch druckvoller und selbstbewusster denn je.

Als junge Band, die wir 1999 zweifelsohne waren, hadert man mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Album, so stolz es uns gemacht hat, gab unserer Meinung nach nie so ganz wieder, was wir musikalisch „sagen“ wollten. Schon ein paar Monate Abstand reichten, um zu denken: „Ach Mensch, das oder das hätten wir doch auch ganz anders machen, aufnehmen, arrangieren können …“ Höre ich mir jetzt, heute, im Februar 2019, das Remaster jener Platte aus dem letzten Jahrtausend (!) an, dann bin ich tief versöhnt und zufrieden mit dem Ergebnis und wirklich stolz darauf: doch, ja, das waren wir. Und genau so waren wir. Wir hatten „Sehnsucht nach Blues“, wussten „Wo es langgeht“, waren „Daheim“ in unserer Welt. Schön, dass es diese Erinnerungen ab heute überall zu hören gibt, wo online Musik gestreamt oder verkauft wird, zum Beispiel bei Spotify, YouTube Music, Apple Music, iTunes, Google Play, Amazon MP3. Ich wünsche viel Spaß damit. Und alles andere kommt später …