Mein 2016: Ein Fazit.

Lissabon 2016

Soso, die Welt hat sich also darauf verständigt, 2016 als mieses Jahr abzuhaken. Brexit, Trump, Terror, das Ableben etlicher Künstler, kleine und große Katastrophen. Doch schaue ich auf mein persönliches 2016 zurück, dann mag ich in dieses allgemeine Lamento nicht einstimmen. Da waren etliche schöne Konzerte. Spannende Reisen: Danzig, Vilnius, London, Lissabon, Breslau, Bonn, Limburg, Berlin, Sevilla, Cádiz, Schwedt, Hamburg, Dresden, Zeitz, Gibraltar, Israel. Im Schnee an der Ostsee entlang spaziert und am dritten Oktober im Atlantik geplanscht. Als Patenonkel zu Pfingsten eine wunderbare Taufe miterlebt. Gut zu tun gehabt in kirchlichen Ehrenämtern (Erkundungsprozess, Diözesanrat). Gut zu tun gehabt im Beruf (und mehr Spaß denn je). Den neuen Dresdener Bischof kennengelernt. Zwei Preise bekommen. Den Katholikentag in Leipzig mitgestaltet, begeistert er- und zufrieden überlebt. Mit 2zueins! und solo musiziert, für Heldenstadt.de und andere getextet, geredet, konzipiert. Neue Lieder geschrieben. Den einen Proberaum ausgeräumt, den anderen bezogen und lieb gewonnen. Viel Besuch empfangen. Viele Besuche bei der Familie. Und auch Phasen der Ruhe, der Stille. Und noch so viel mehr.

Mein 2016 war kunterbunt, ein wenig chaotisch, spannend und durchweg aufregend. Das schließt die großen „Aufreger“ dieser Welt mit ein, die mich natürlich auch beschäftigen. Aber schlecht? Schlecht war es nicht. Im Wissen, dass 2017 einige Veränderungen bereit hält, und mit der Ahnung, dass sich da auch ein paar Überraschungen dazu gesellen werden, blicke ich dankbar zurück und erwarte zuversichtlich, was kommen mag.

Narsdorf 2016.

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2016 im Überblick:
Lieblingsalben 2016
Lieblingskonzerte 2016
Lieblingslieder 2016

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2016 – ich freue mich auf 2017 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2015 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2014 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004

Mein 2016: Lieblingslieder

Stoppok - Operation 17

10 The Avett Brothers – Ain’t No Man
There ain’t nobody here who can cause me pain or raise my fear because I got only love to share. If you’re looking for truth I’m proof you’ll find it there

9 Ove – Wo Du schläfst
In all die Löcher, die Du gräbst, fall ich rein. Da, wo Du schläfst, möcht ich sein

8 The Tallest Man On Earth – Time Of The Blue
Now, is it fear? How does it ring? How does it teach young birds to sing? And riot through the orchestra? When is quiet coming?

7 Yeasayer – I Am Chemistry
My mama told me not to fool with oleander and never handle the deadly quaker buttons again

6 Ansel Elgort – Home Alone
At the end of the night when I turn off the lights and the bullshit fades away, I don’t wanna go home alone

5 Sinéad O’Connor – Trouble Will Soon Be Over
Though my burden may be heavy, my enemies crush me down, someday I’ll rest with Jesus and wear a starry crown

4 Die Höchste Eisenbahn – Erobert & Geklaut
Was ich nicht kenne, muss ich fürchten, es könnte meine Rettung sein. Unter der Wolkendecke ist Platz für alle – nur wenn es regnet, gehen nicht alle rein

3 Jake Bugg – Love, Hope And Misery
They say it comes in threes; love, hope and misery, and the first two have gone and tell me if I’m wrong, I hope that I am and you don’t hate me

2 Dawes – Quitter
Quit wasting my time because pretty soon you’ll find it’s the only thing of value that we own. You’re gonna have to quit everything, until you find one thing you won’t

1 Stoppok – 1 Weg hier raus
Es muss n Weg hier raus geben, raunzt der Teufel, mir wird die Sache hier zu heiss

Meine zehn Lieblingslieder 2016 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2015 (Spotify), 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2016: Lieblingskonzerte

Calexico, Leipzig, Juli 2016.

10 – Calexico, Leipzig, 21. Juli
Eine laue Sommernacht, Leipzigs mit Abstand schönste Open-Air-Location und dazu die zeitlosen Klänge von Calexico: es geht mir gut, es könnte weiß Gott schlimmer sein.

9 – Konstantin Wecker, Leipzig, 26. April
Gerade in diesem Jahr war es ein großer Segen, dass wir Menschen wie Konstantin Wecker haben. Diese Mischung aus Zorn, Tatendrang, Leidenschaft, Mitgefühl und Humor, die er so wunderbar verkörpert, scheint mir das einzig funktionierende Gegengift zu sein gegen all diesen neurechten, menschenfeindlichen Postfaktenpropagandascheiss unserer Tage. Ein großartiger Abend im Gewandhaus mit Langzeitwirkung.

The View, Leipzig, Februar 2016.

8 – The View, Leipzig, 3. Februar
Es ist ganz und gar nicht fair, dass bei diesem Konzert gerade mal zwanzig oder dreißig zahlende Gäste dabei waren. Im kleinen Saal des Täubchenthals spielte die Band um Stimm- und Songwritingwunder Kyle Falconer ein Set für die Ewigkeit. Britischer Poprock, wie er besser nicht geht – das nächste Mal kommt ihr alle mit, ja?

7 – Von Wegen Lisbeth, Leipzig, 7. Oktober
Ja, ich hab mich schon ein wenig alt gefühlt zwischen all den Teens und Twens in der Halle D vom Werk II. Aber zu keiner Sekunde hab ich bereut, dieses Konzert besucht zu haben. Die Berliner sind eine Hammerliveband mit großartigen Songs – und erfreuen uns hoffentlich noch lange, lange mit ihrer schlauen, großen Popmusik.

Ben Harper, Berlin, September 2016

6 – Ben Harper & The Innocent Criminals, Berlin, 25. September
Das haben sie gut gemacht: die Euphorie der Comebacktour von 2015 hinübergerettet in die erste „reguläre“ Albumtour nach der langen Pause. Ben und die Criminals, das ist auch 2016 und mit neuem Material eine höchst sehenswerte Kombination.

5 – Glen Hansard, Leipzig, 24. November
Einer der Abende, der Dir den Glauben ans Gute im Menschen zurück gibt. Was Hansard und sein überaus begabtes Dutzend Mitmusiker da auf der Bühne und später auch auf den Rängen des Gewandhauses veranstaltet haben, war ganz großes Kino. Und wie da ein sanfter Chor aus Band und Leipziger Publikum „So Long Marianne“-singend vorm gerade verstorbenen Cohen den Hut zog, werde ich mein Lebtag nicht vergessen.

Chris Barron, London, November 2016.

4 – Chris Barron, London, 13. November
Ob es das wert ist? Für eine gute Stunde Chris-Solo-Konzert einen Städtetrip nach London zu planen? Auch noch im ohnehin stressigen November? Und ob es das wert ist ist. Ein magisches, kleines Konzert, ein liebenswürdiges, wohlwollendes Publikum und wie so oft danach dann herrliche Gespräche mit Chris am Tresen. What a time to be alive.

3 The Tallest Man On Earth, Leipzig, 15. August
Immer noch Sommer, immer noch lau, schon wieder die herrliche Parkbühne in Eutritzsch. Diesmal aber keine Posaunen und Mariachiklänge, sondern die feinsinnigen, versponnenen und immer so ganz unmittelbar ans Herz gehenden Songs des Tallest Man On Earth. Ein ergreifender Abend.

2 Damien Rice, Vilnius, 4. Juli
Der botanische Garten von Vilnius im Regen. Es will partout nicht dunkel werden. Dann, gegen 10, kommt er endlich: der kleine Ire mit der großen Stimme. Und mit einer Show, die mich begeistert. Alleine mit einer Gitarre und ein, zweitausend Effekten und Loopdingsis. Genau die richtige Mischung aus Drama, Weltschmerz, Hoffnung und Humor. Plötzlich passt alles, sogar der Regen.

Gov't Mule, Berlin, Mai 2016.

1 Gov’t Mule, Berlin, 19. Mai
Dank Wecker, Barron, Harper, Hansard und Rice durfte ich in diesem Jahr so einige echte „Mund-bleibt-offen-stehen-und-Augen-werden-feucht“-Konzertaugenblicke miterleben. Doch am stärksten spürte ich dieses Glücksgefühl Mitte Mai im Huxleys in Berlin: die beiden Sets, die Warren Haynes und seine Kollegen da gespielt haben, waren einfach nur perfekt; der Run von Lay Your Burden Down über Far Away > Stratus > Whisper In Your Soul > Time To Confess bis Million Miles From Yesterday war schlichtweg nicht von dieser Welt.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2016: Lieblingsalben

Dawes - We're All Gonna Die. Mein Album des Jahres 2016.

10 Stoppok – Operation 17
Schafft auch nicht jeder: Stoppok kam dieses Jahr mit dem 17. Studio-Werk seiner Karriere um die Ecke. Allein dafür gebührt Deutschlands unkapputbarstem Barden höchster Respekt. Dass dieses Album dann aber auch noch bergeweise tolle Songs enthält, ist umso feiner – Stücke wie „Rausch ab“, „Regenlied II“, „1 Weg hier raus“ oder „Planlos durch das All“ sind frisch, geistreich, absolut geschmackssicher produziert und performt; es ist eine wahre Freude. Stoppoks neues Material ist so gut, dass man ihm den einzigen Ausrutscher der „Operation 17“ („Friss den Fisch“, ein unnötiges „Dumpfbacke“-Ripoff) lächelnd nachsieht.

9 John Legend – Darkness And Light
Spätestens seit er das letzte Studioalbum der Alabama Shakes veredelt hat, gilt Blake Mills als einer der angesagtesten Produzenten der Stunde. Zu Recht: was auch immer dieser schluffihaft-schlacksig wirkende Kerl zur Zeit auch anfasst, wird zu Gold. Das gilt für eine Platte ganz besonders, von der hier später noch zu lesen sein wird. Das gilt aber auch für das fantastische neue Soloalbum von Jim James und eben für „Darkness And Light“ von R’n’B-Star John Legend. Ganz und gar nicht platte Soulmusik, der Mills clevere Arrangements spendiert, die den Kern des Songs jeweils zielsicher herausarbeiten. Dazu grandiose Gesänge und ein unfassbar cooler, knackiger Gesamtsound – das macht den Herren Mills und Legend so leicht keiner nach.

8 Open Hearts Society – Driftwood Radio
Als „Rural Folk Boogie“ bezeichnet das Trio seine Musik, und diese Beschreibung passt wie die Faust aufs Auge. Fünf Jahre nach „Love In Time“ folgt nun also „Driftwood Radio“, eine komplett unaufgeregte, wunderschöne Platte irgendwo zwischen Folk, Country und Blues. Dass Eric Schenkman in dieser Band so ganz und gar nicht nach seiner Hauptband Spin Doctors klingt, sondern wesentlich sanfter, versponnener und relaxter, überrascht zunächst, passt aber hervorragend. Mit seinen gerade mal acht Songs mag diese Veröffentlichung wie ein Minialbum wirken. Wer sich drauf einlässt, merkt aber schnell, wie groß(artig) „Driftwood Radio“ geworden ist.

(Zu den Songs von „Driftwood Radio“ gibt’s noch keine Videos, daher hier ein älterer Song der Band. You get the idea.)

7 Ben Harper & The Innocent Criminals – Call It What It Is
Hätte ja auch schief gehen können. Ben Harper trommelt seine Innocent Criminals nach fast sieben Jahren Funkstille wieder zusammen. In den Urlaub geschickt hatte er sie damals, weil er ihrer wohl ein wenig überdrüssig war. Doch das ist lange her – nach einer gefeierten Comeback-Tour kam dieses Jahr nun „Call It What It Is“. Das Album ist durchweg kurzweilig und bunt, Harper glänzt mit starken Songs und die Band groovt so famos wie eh und je. Meine einzige Kritik ist, dass das Ganze leider etwas überraschungsarm geraten ist. Doch das sei als Kritik auf allerhöchstem Niveau verstanden.

6 PROSE – Home Of The Brave
Meine Neuentdeckung des Jahres. Ein junges Trio aus Manchester, das Rap, Akustik-Folk und Pop auf eine Weise vermischt, wie ich sie bisher noch nicht gehört habe. Dabei spürt man deutlich, dass die Jungs tief im Hip Hop verwurzelt und beheimatet sind; andererseits aber auch ein Händchen für große Melodien haben. Kurzweilig, clever, wunderbar.

5 Bon Iver – 22, A Million
Album Nummer drei von Bon Iver also. Auf Waldhüttenliebeskummerfolk und großen Kammerpop folgt ein sperriger Hybrid aus klassischem Songwriting, (w)irren Samples, unzählbaren Grooves und kruder Zahlenmystik. Was bei den ersten paar Durchläufen erstmal gehörig fordert und überfordert, entpuppt sich nach und nach als Meisterwerk. Justin Vernon weiß in jeder Sekunde ganz genau, was er da tut und spendiert der Welt damit so ganz nebenbei auch noch eine Handvoll wunderbarer Melodien, die sich souverän aus den komplexen Klanglandschaften herausschälen. Und immer wieder tönt aus der Ferne ein Saxophon. Im besten Sinne ein anstrengendes Vergnügen.

4 The Avett Brothers – True Sadness
Produzentenguru Rick Rubin und die Gebrüder Avett scheinen einen Narren aneinander gefressen zu haben – immerhin ist „True Sadness“ bereits das vierte Album, dass die Alternative-Folk-Helden mit dem bärtigen Soundgenie aufgenommen haben. Es ist ein großer Wurf geworden! Die Avett Brothers tasten sich angstfrei in neue musikalische Gefilde vor und erkunden dabei weniger wie in der Vergangenheit eher schrammelige Rock-Ecken, sondern vielmehr elektronisches und Progrock-Terrain. Das geht deshalb gut, weil im Kern stets rustikale, leidenschaftliche Songs zu finden sind. Und so klingt dieses Album halt sowohl klassisch-zeitlos als auch modern und experimentierfreudig.

3 Die Höchste Eisenbahn – Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Was einst als loses Nebenprojekt begann, wurde spätestens 2016 zur obersten Instanz in Sachen Songwriter-Pop in Deutschland. Irre, wie viele Menschen unterschiedlichster musikalischer „Heimaten“ sich derzeit auf diese Band und ihre Songs einigen können. „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ ist ein in jeder Hinsicht gelungener Nachfolger von „Schau in Lauf Hase“; die Herren Krämer und Wilking haben den Stil, wie sie die kleinen großen Dramen des Erwachsenseins in lakonische Lieder gießen, weiter perfektioniert. Schlau, aber nicht binsenweise. Eingängig, aber nicht beliebig. Herzlich, aber kein bisschen kitschig. Okay, nur ein ganz kleines bisschen.

2 Lawrence – Breakfast
Als diese Platte erschien, hatten Lawrence noch keinen Plattenvertrag. Kurz vor Jahresende konnte die Band um die höllisch talentierten Geschwister Clyde (23) und Gracie (19) bei einem der letzten Majorlabels unterschreiben. Wenn man sich anhört, wozu die beiden und ihre durchweg hervorragenden Mitmusiker im Stande sind, wird schnell klar, warum das geklappt hat: das hier ist geschmeidiger Pop mit ganz viel Funk und Soul, handwerklich über jeden Zweifel erhaben, dennoch frisch und zeitgemäß. Würde mich nicht wundern, wenn uns die Lawrence-Bande in Kürze von den oberen Charts-Rängen aus zuwinkt.

1 Dawes – We’re All Gonna Die
Schon wieder Dawes? Ja, schon wieder. Aber nicht, weil ich halt ein treudoofer Fan bin, sondern weil dieses nur 15 Monate nach „All Your Favorite Bands“ wie aus dem Nichts gekommene Album einen Triumph auf ganzer Linie darstellt. Blake Mills (siehe oben) ist es zu verdanken, dass Dawes nicht einfach zum fünften Mal eine Platte im ähnlichen Stil aufgenommen haben, sondern ihren Sound deutlich erweitern konnten: viel mehr Keyboard, klangliche Spielereien an Schlagzeug und Bass, harmonisch gewagtere Songstrukturen und und und. Herz und Seele der Band sind dabei aber nicht auf der Strecke geblieben, im Gegenteil. Was einem hier so modern und frisch entgegentönt, sind einige der stärksten Songs im an starken Songs wahrlich nicht armen Dawes-Katalog.

Meine zehn Lieblingsalben 2016 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingsalben 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004.

Mein 2015: Ein Fazit.

USA 2015

Das war also 2015. Es beginnt in Weinsberg und mit einem Rückflug gen Leipzig. Dann Brighton. Hof. Dresden. Werdau, immer wieder und immer gern. London. Trebsen. New York. Washington. Boston. Englewood, New Jersey. Erfurt. Sheffield. Frankfurt. Berlin. Düsseldorf. München. Bari. Markkleeberg. Wunderbare Reisen, Wiedersehen mit alten Freunden. Ob in Manhattan oder Schwedt: das gute Gefühl, willkommen zu sein. Unvergessliche Stunden auf zwei Kontinenten. Zweiter Platz für 2zueins! beim Slam in der ausverkaufen Moritzbastei. Überhaupt, so viele Konzerte gespielt wie lange nicht. Voller Stolz „Kratzer“ rausgehauen, meine Solo-EP. Vorbereitungen für den Katholikentag. Erkundungen. Steuergruppen. Großtreffen. Protokolle. Die neue Propstei. Neuerdings „Einzelpersönlichkeit“ im Diözesanrat. Diözese neuerdings ohne Bischof. Tolle Feiern: 50. Geburtstag hier, Silberhochzeit da. Die Taufe des Patenkindes. Ein weiteres Patenkind. Schon mehr als fünf Jahre an Heldenstadt.de mitbauen, geil. (Viel zu) viele Serien bingegewatcht. Unwirklich: das dritte Weihnachten seit Mutterns Tod. Das erste ohne Bärbel (Du fehlst). Nachdenken über Veränderung. Tiefe Dankbarkeit für das Erreichte, Erlebte, Erfahrene. Und dann ein Jahresende zwischen Wunder und Hiobsbotschaft. Gelernte Lektion 2015? Tu nie was, nie was ohne Musik.

Italien 2015

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2015 im Überblick:
Lieblingsalben 2015
Lieblingskonzerte 2015
Lieblingslieder 2015

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2015 – ich freue mich auf 2016 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2014 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004

Mein 2015: Lieblingslieder

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats

10 Houndmouth – My Cousin Greg
If you wanna live the good life, well, you better stay away from the limelight.

9 The View – Talk About Two
Laugh at things no one else finds funny, things we pluck out of thin air. Try not to sing and let’s talk about the thing that make them bells ring everywhere.

8 Wilco – Magnetized
I sleep underneath a picture that I keep of you next to me. I realize we’re magnetized.

7 Jed Appleton – Too Scared
So where are you now, well take a look at yourself. Are you too scared of failure, just like everyone else?

6 Greg Holden – Boys In The Street
There was no way of knowing ‚cause all I was taught is men only love women, but now I’m not sure. My son, keep kissing boys in the street.

5 My Morning Jacket – Believe (Nobody Knows)
It begins and on and on a baby’s born, the elder’s down, all in their time. Start a door, the setting sun, the day has come, my mind is open, my oh my.

4 Dawes – All Your Favorite Bands
Do you really wanna know about these lines on my face? Well, each and every one is testament to all the mistakes I’ve had to make to find courage.

3 The Canoes – Candle
Let the snow dance in your eyes and we’ll forget the whens and whys. For you and i there’s only birds and blues and skies.

2 Blues Traveler feat. Secondhand Serenade – The Darkness We All Need
And it swept away my fears and who I used to be learning that the good will overcome and set me free.

1 Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – S.O.B.
Now for seventeen years I’ve been throwing them back, seventeen more will bury me. Can somebody please just tie me down or somebody give me a goddamn drink?

Meine zehn Lieblingslieder 2015 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingslieder 2014 (Spotify), 2013 (Spotify), 2012 (Spotify), 2011 (Spotify), 2010 (Spotify), 2009 (Spotify), 2008.

Mein 2015: Lieblingskonzerte

Jed Appleton, Brighton 2015

10 – Jed Appleton, Brighton, 2. Februar
Angekündigt als support act für Stu Larsen, hat mich der junge Australier mehr begeistert als der eigentliche Star des Abends. Dieser noch ziemlich aufgeregte, quirlige Kauz hatte einfach eine Handvoll toller Songs, die er überaus engagiert in den ausverkauften Mini-Club hinaus bellte. Eine der angenehmsten Entdeckungen des Jahres.

9 – Gisbert zu Knyphausen & die Kid Kopphausen Band, Dresden, 23. Januar
Wer nicht weiß, welche Tragik dem Projekt „Kid Kopphausen“ innewohnt, möge googlen oder auch diese Website hier ein wenig gründlicher durchsuchen. Was bin ich froh, dass ich doch noch in den Genuss kam, die Band mal live zu sehen. Es war ein bewegender, schöner, bisweilen auch sehr lustiger Abend – nur halt leider, leider ohne Nils Koppruch.

My Morning Jacket, Boston 2015

8 – My Morning Jacket, Boston, 23. Mai
MMJ waren die Headliner am zweiten Abend des Boston Calling-Festivals im Mai 2015. Die rappelvolle City Hall Plaza erlebte eine wahrhaft große Rock’n’Roll-Show, bei der die Band sich einmal quer durch ihren üppigen Katalog spielte und nach über zwei Stunden Boston und seine vielen Gäste (ich war nicht der einzige, der eigens für das Festival in die Stadt gereist war) glücklich in die Nacht entließ.

7 – Niels Frevert, Leipzig, 22. September
Sowas nennt man wohl Kammer-Pop: Niels, der amtierende König im Lande der deuschsprachigen Liederschreiber, bat zur Audienz, nur sparsam begleitet durch Klavier und Cello. Leipzig war der Auftaktabend seiner Tour und der Maestro noch merklich aufgeregt ob der wohl noch nicht idealen Setlist. Dem Publikum war’s egal – wir genossen den wunderbar sanften Ritt einmal quer durchs Frevertsche Solowerk.

6 – William Fitzsimmons, Leipzig, 31. Juli
Eine gar nicht mal so laue Sommernacht an der wunderbaren Parkbühne in Eutritzsch: William Fitzsimmons war gekommen, um den brav lauschenden (ohne Quatsch, man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören können) Leipzigern seine Lieder vorzusingen. Dabei verzichtet auch er auf alles, was allzu viel Lärm machen könnte. Was bleibt, ist die angenehme Erinnerung an ein ziemlich leises, aber umso intensiveres Konzert.

DMB, Düsseldorf 2015

5 – Dave Matthews Band, Düsseldorf, 1. November
Das Düsseldorfer Konzert steht hier stellvertretend für alle drei famosen Abende, die mir diese Band in diesem Herbst bereitet hat. Stets kratzten die Jungs an der 3-Stunden-Marke und spielten mich in die Glückseligkeit. Müsste ich einen Lieblingsmoment aus diesen drei Shows nennen, ich könnte mich nicht entscheiden zwischen dem unerwarteten „Typical Situation“ in München, dem ergreifenden „Drunken Soldier“ in Berlin oder dem epischen „Seek Up“ in Düsseldorf.

Jono Manson, Brooklyn 2015

4 – Jono Manson, Brooklyn, 28. Mai
Der letzte Abend meiner USA-Reise hätte perfekter nicht sein können: Jono Manson, eine der prägenden Gestalten der New Yorker Jamband-Szene in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern, kehrt für ein kleines, unaufgeregtes Solo-Set zurück nach Brooklyn. In einer winzigen Bar vor vielleicht 20 Leuten kriege ich eine Ahnung davon, wie das damals gewesen sein muss, in der Nightingale Bar oder dem Wetlands.

3 – Ben Harper & The Innocent Criminals, Boston, 23. Mai
Über zehn Jahre sind vergangen, seit ich Harper live mit den Criminals erleben durfte. Zwischenzeitig legte er die Band auf Eis, um sich mit den Relentless7 rockigeren Gefilden zuzuwenden; Anfang des Jahres folgte dann die frohe Kunde von der Wiedervereinigung. Was ich schließlich im Mai in Boston sehen und hören durfte, war unglaublich: eine Band wie eine Naturgewalt, immer noch und schon wieder.

Chris Barron, Sheffield 2015

2 – Chris Barron, Sheffield, 11.Juli
Der Flug nach Sheffield? Irgendwas um die 150 Pfund. Die Übernachtung im Hotel? 45 Pfund. Das Konzertticket? 10 Pfund. Der Moment, an dem Dein Lieblingssänger völlig abgehetzt in dem winzigen Rockschuppen ankommt, und als erstes lautstark Deinen Namen ruft, weil er sich kaum noch einkriegt vor Freude darüber, dass Du für diese eine Show angereist bist: unbezahlbar.

Blues Traveler, Englewood, NJ

1 – Blues Traveler, Englewood, 17. Mai
Seit mehr als 27 Jahren gehen Blues Traveler Jahr für Jahr auf Tour. Während ihre Studioarbeiten bisweilen hits and misses bereithalten, sind die Livequalitäten dieser Band über jeden Zweifel erhaben. So auch an diesem Abend in einem hübschen Provinz-Theater irgendwo in New Jersey: John Popper und seine Jungs machen mich einfach glücklich – und wenn ich für sie in die absurdesten Vororte der Vereinigten Staaten reisen muss, dann is das eben so.

Siehe auch:
Lieblingskonzerte 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009.

Mein 2015: Lieblingsalben

My album of the year 2015.

10 My Morning Jacket – The Waterfall
Es ist ja eher selten, dass man durch das siebente Album einer Band zum Fan wird. Mit My Morning Jacket ist es mir aber tatsächlich so ergangen! Immer wieder bin ich in den letzten Jahren über Jim James gestolpert – sein Soloalbum von 2013 fand ich klasse, seine Mitarbeit bei den Monsters Of Folk und den New Basement Tapes ebenso. War also nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mich endlich mal seiner „Hauptband“ widmen würde. „The Waterfall“ war dann in diesem Jahr der Einstieg: mir imponiert die Leichtigkeit, mit der MMJ unterschiedlichste Stile zusammenwürfeln. Mal kauzig, mal genial, stets hörenswert.

9 Galactic – Into The Deep
Die Funk-Jazz-Electro-Bande aus New Orleans hat mal wieder zugeschlagen: „Into The Deep“ ist ein musikgewordener melting pot – Mardi Gras-Euphorie vermischt sich mit Soul und Pop; mal wird ungehemmt herumgejammt, im nächsten Moment kommen Galactic mit einer radiotauglichen R’n’B-Nummer um die Ecke. Dazu unglaublich viele gute Gäste – von Macy Gray und Mavis Staples bis Ryan Montbleau. Right on!

8 Houndmouth – Little Neon Limelight
Dieser hallverliebte Schrammelsound, der an längst vergangene Jahrzehnte erinnert, war ja DAS große Indie-Ding 2015. Als hätten all die folkig-countryesken Americana-Bands, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen, mit einem Mal E-Gitarren, Verstärker und Schweineorgeln für sich entdeckt. Mit „Little Neon Limelight“ machen Houndmouth dabei für meinen Geschmack irgendwie alles richtig: diese Hippieseligkeit, mit der sie ihre großen Melodien in die Welt hinaussingen! Diese schnodderigen Gitarren! Kann es kaum erwarten, diese Band mal live zu sehen.

7 Jed Appleton – The Other Side Of Home
Jed Appleton ist eine musikalische Zufallsbekanntschaft – der gerade mal 20jährige Australier war „nur“ die „Vorband“ von Stu Larsen in Brighton, hat aber tatsächlich den bleibenderen Eindruck hinterlassen. Appleton schreibt gewaltige, spannende Songs und performt diese zutiefst leidenschaftlich. Später im Jahr erschien dann „The Other Side Of Home“, eine Platte, die den formidablen Live-Eindruck bestens abbildet, aber obendrein auch noch mit wirklich sensationellen Bandarrangements aufwartet.

6 Josh Ritter – Sermon On The Rocks
Seit Jahren liefert Josh Ritter verlässlich gute Alben und EPs ab. Aber selten war er so hörbar gut gelaunt wie auf „Sermon On The Rocks“. Das Album erinnert mich an eine komplexere TV-Serie: jeder Song erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte, jeder Song wartet mit anderen musikalischen Akzenten auf – am Ende ergeben alle „Folgen“ aber ein großes Ganzes. Meisterlich.

5 Bilderbuch – Schick Schock
Als „Schick Schock“ Anfang des Jahres erschien, war der mediale Hype um Bilderbuch gigantisch: die „Retter des Austro-Pops“, die „Erben Falcos“, „die Kanye Wests der Alpenrepublik“ und was weiß ich noch alles. Inzwischen gehören Bilderbuch längst zum Festival-Standard-Lineup und sind „Mainstream“, längst suchen die Magazine und Meinungsbildner nach neuen Hypes. Das Wunderbare an der ganzen Sache: „Schick Schock“ ist auch fast ein Jahr nach Veröffentlichung immer noch ein großer Spaß, ein famoses und so in deutscher Sprache bislang „unerhörtes“ Album.

4 Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – Nathaniel Rateliff & The Night Sweats
Siehe Platz 8. Als hätte man den recht interessanten, aber bisher nicht so wirklich herausragenden Songwriter Rateliff von der Leine gelassen und zusammen mit einer Rockkapelle aus den Siebzigern in einen Proberaum gesperrt. Das Ergebnis: wo gerade noch Folk und Americana waren, regieren jetzt soulige Vocals, übermütige Brass-Lines und und psychedelische Orgeln. Eine wunderbar aufeinander eingespielte Band legt mit Mörderhits gespicktes Album vor, das wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.

3 Blues Traveler – Blow Up The Moon
Kann man ein Album lieben und gleichzeitig hassen? Und dann auch noch auf Platz drei seiner persönlichen Lieblingsplatten des Jahres setzen? Ich muss es einfach tun. Ja, ich liebe Blues Traveler für ihren Mut, ein Album wie dieses aufzunehmen: jeder Song eine Zusammenarbeit mit einem anderen musikalischen B-Promi – mal Mainstreamcountry, mal Dancehall, mal Pop. Kollaborationen, so bizarr, dass man sie sich nie und nimmer ausdenken könnte – Blues Traveler featuring 3OH3? Oder Hanson? Oder Jewel? Noch bizarrer ist nur, dass das Konzept aufgegangen und das Ergebnis unerwartet hörenswert ist. Hier ist nichts Routine, hier ist nichts „wie immer“. Das fördert einerseits wirklich starke Songs zu Tage, die ich nicht mehr missen möchte. Das nervt den eingefleischten Fan andererseits aber auch zutiefst, weil der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich mal wieder ein „klassisches“ Blues-Traveler-Album „aus einem Guss“. Doch davon ist „Blow Up The Moon“ tatsächlich meilenweit entfernt.

2 Dawes – All Your Favorite Bands
Klassischer könnte hingegen das vierte Album von Dawes kaum ausgefallen sein. Die Goldsmiths und ihre Bandkollegen liefern einmal mehr eine von vorne bis hinten gelungene Songsammlung ab. Alles, was ich an den bisherigen Platten der Band klasse finde, taucht hier wieder auf: sie scheinen einfach von einem Songwriting-Zaubertrunk genascht oder eine magische Formel für perfekte Lieder vererbt bekommen zu haben. Dennoch klingt das alles nicht nach viertem Aufguss, sondern frisch, selbstbewusst und herrlich entspannt.

1 My Brothers & I – Don’t Dream Alone
Überraschung! Eine junge Indieband aus Portland, die bisher weder den Durchbruch in den USA, geschweige denn weltweit geschafft hat, liefert „mein“ Album des Jahres ab. Die drei Gebrüder Wurgler und ihre zwei Kumpels aus Kindertagen mixen Pop, Motown, Soul, Rock und den einen oder anderen Hip-Hop-Groove. Diese Mischung ergibt ein vor Lebensfreude und cleveren Einfällen nur so strotzendes Album – mich erinnert „Don’t Dream Alone“ sowohl an den frühen John Mayer als auch an Klassiker wie Bill Withers und ja, manchmal auch eine poppigere Variante der verehrten Dawes. Diese Platte mag vielleicht nicht die Welt verändern. Aber sie sorgt für gute Laune und stärkt das Vertrauen auf das Gute im Menschen – da bin ich mir sicher.

Meine zehn Lieblingsalben 2015 gibt’s hier als Spotify-Playlist.

Siehe auch:
Lieblingsalben 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2006, 2005, 2004.

Mein 2014: Ein Fazit.

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2014. Neujahr in Zwickau. Grillparty im Januar, irgendwo in Bonn. Bergeweise Arbeit, wie immer. Tempo. Viel Neues, zum Beispiel der Erkundungsprozess bei Kirchens. Auf Schienen von Paris über Amsterdam nach Löwen und Aachen. Entdecken und innehalten in Riga. Arbeiten in Göttingen, Frankfurt, Dresden. Mixing, Mastering, Artwork: eine neue CD mit 2zueins! vollbracht – gutes, seeehr gutes Gefühl. Hamburg und Berlin. Europapark Rust. Schwedt. Mutters erster Todestag. Vaters neue Wohnung. Auftanken in Istanbul. Viel Vergnügen an und mit Heldenstadt, jetzt auch podcastend. Video gedreht, Riesensauerei. 30, 40, 50, 70: jede Menge runde Geburtstage im Familien- und Freundeskreis, jede Menge schöne Abende. Und endlich wieder auf Bühnen musizieren: Leipzig, Schmölln, Jena. Zu wenig Schlaf. Dafür säckeweise gute Erinnerungen.

Kurz und gut und insgesamt: ich schaue dankbar zurück auf 2014. Für mich endet heute ein Jahr des Übergangs, der Suche, der Unruhe – im allerbesten Sinne.

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Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2014 im Überblick:
Lieblingsalben 2014
Lieblingskonzerte 2014
Lieblingslieder 2014

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2014 – ich freue mich auf 2015 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2013 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004

Mein 2013: Ein Fazit.

Blumen

Einerseits. Liverpool. Athen. Krakau. Breslau. Theologie-Prüfungen. Neuer Papst, neuer Bischof, Arbeit wie nie. Heldenstadt. Den 35. Geburtstag in einem Kloster gefeiert. Kiel. Bristol. London. Dresden. Vorband für Omega aus Ungarn. Schienenersatzverkehr. Dortmund. Kloster Reute. Das nächste 2zueins!-Album so gut wie fertig eingespielt. Mit der Lieblingsband am Day Off zu Abend gegessen. Hannover. Augsburg. Hamburg. Leeds. Torgau.

Andererseits. Am 1. August ist meine Mutter gestorben. Das ändert alles, grundlegend. Mit jedem Tag, der seitdem vergangen ist, vermisse ich sie, ihre Liebe, ihre Weisheit, ihren Witz stärker. Bin unendlich traurig, weil sie weg ist. Zutiefst dankbar, dass sie da war. Entschlossen, weiterzumachen.

2013. Kein mieses Jahr, nein. Viel zu dankbar bin ich für die guten Momente, die kleinen und großen Gesten der Freundschaft und Anteilnahme, die schönen Stunden. Und trotzdem wird es immer das Jahr mit dem bisher schwersten Abschied meines Lebens bleiben. Gut, dass es heute zu Ende geht.

Vermisst

Hier noch einmal meine Lieblings-Listen 2013 im Überblick:
Lieblingsalben 2013
Lieblingskonzerte 2013
Lieblingslieder 2013

Danke, werter Besucher, für’s Mitlesen, Dabeisein, Begleiten und Beobachten im Jahr 2013 – ich freue mich auf 2014 und viele neue Lieder, Bücher, Reisen, Eindrücke, Momente und Blogeinträge.

Ältere Jahresrückblicke:
2012 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2011 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2010 (Fazit, Alben, Konzerte, Lieder)
2009
2008
2006
2005
2004