20 Jahre „Daheim“: s.m.h.-Album jetzt digital als Remaster erhältlich

1998, ein prägendes Jahr: im Sommer habe ich beim Radio angeheuert und sowas wie meine berufliche „Bestimmung“ gefunden. Und im Herbst ’98 musste ich ständig von Leipzig oder Werdau nach Hohenstein-Ernstthal pendeln. Denn dort entstand jenes Album, das ab heute erstmals digital und neu gemastert erhältlich ist – „Daheim“, das Album meiner damaligen Band s.m.h. Nach zwei mehr oder minder erfolgreichen DemoProduktionen, dutzenden und aberdutzenden Gigs überall im Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland hatten wir – fünf Schulfreunde aus der westsächsischen Provinz, die im örtlichen Jugendclub quasi zu einer Band zwangsverheiratet wurden – uns sowas wie eine eigene musikalische Identität aufgebaut. Uns ging es um Rockmusik, die groovt und tanzbar sein sollte, mit deutschen Texten. Die durften gern etwas verschwurbelt und nur nicht zu leicht dechiffrierbar sein – unsere Säulenheiligen hießen Nationalgalerie und Selig, Black Crowes und Lenny Kravitz.

Also mieteten wir uns wochenendenweise im F.O.E.N. Studio in Hohenstein-Ernstthal ein und nahmen auf – professionell angeleitet von Inhaber und Produzent Thomas Schäfer, an dessen Engelsgeduld mit uns hibbeligen Gradesonichtmehrteenagern ich mich besonders gern erinnere. Ziel war es, die im Sommer zuvor aufgenommenen Demos so effizient und gut wie möglich im Studio zu reproduzieren. Keine Gastmusiker, keine unnötigen Effekte oder Manierismen, nur „wir fünfe“ und unsere besten Songs. Anfang 1999 konnten wir das Ergebnis dieser Sessions in der ausverkauften Werdauer „Bruchbude“ der Weltöffentlichkeit präsentieren: „Daheim“ war da – und die Kräfte als Band schwanden. Zwar traten wir noch für ein gutes Jahr weiter auf (sogar in Berlin!) und schlugen uns die Wochenenden in Jugendclubs und Bierkneipen musizierend um die Ohren und ja, die CD verkaufte sich ganz ordentlich … Doch irgendwie war „die Luft raus“, Sachen wie Studium, Freundinnen oder Jobs verschoben unsere Prioritäten immer mehr, sodass s.m.h. irgendwann vorbei war, ohne, dass wir uns je bewusst aufgelöst hätten. Ein einmaliges Reunion-Konzert paar Jahre später, wiederum in Werdau, wiederum mit über 350 Gästen restlos ausverkauft, verdeutlichte uns nochmal, dass wir und unsere Musik offenbar einigen Leuten echt was bedeutet haben – ein schönes Gefühl, bis heute.

Fast forward ins Jahr 2018: zwanzig Jahre später mache ich immer noch hauptberuflich Radio und nebenbei, so oft es geht, Musik – heute mit meinen Freunden Heiko und Dirk in der Band 2zueins! und auch solo als Singer-/Songwriter. Dazu noch der 40. Geburtstag – klar, dass man da schon mal Rückschau hält und auch musikalisch Bilanz zieht. Es war mein Wunsch, die ersten beiden „richtigen“ Platten, an denen ich maßgeblich mitgeschrieben und -performt habe, digital verfügbar zu machen. Die 2003er Veröffentlichung „In der Zwischenzeit“ meines Projektes dunkelblau mit Matthi Frommann erschien daher im letzten Herbst, pünktlich zum 15jährigen Jubiläum. Jetzt, genau 20 Jahre nach Release, ist also auch „Daheim“ dran. Beide Machwerke hat marQs Plietsch im Authentic Audio Studio in Hof meisterlich und in liebevoller Kleinarbeit in die „klangliche Gegenwart“ katapultiert. Gerade das Album „Daheim“ klingt 2019 dadurch druckvoller und selbstbewusster denn je.

Als junge Band, die wir 1999 zweifelsohne waren, hadert man mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Album, so stolz es uns gemacht hat, gab unserer Meinung nach nie so ganz wieder, was wir musikalisch „sagen“ wollten. Schon ein paar Monate Abstand reichten, um zu denken: „Ach Mensch, das oder das hätten wir doch auch ganz anders machen, aufnehmen, arrangieren können …“ Höre ich mir jetzt, heute, im Februar 2019, das Remaster jener Platte aus dem letzten Jahrtausend (!) an, dann bin ich tief versöhnt und zufrieden mit dem Ergebnis und wirklich stolz darauf: doch, ja, das waren wir. Und genau so waren wir. Wir hatten „Sehnsucht nach Blues“, wussten „Wo es langgeht“, waren „Daheim“ in unserer Welt. Schön, dass es diese Erinnerungen ab heute überall zu hören gibt, wo online Musik gestreamt oder verkauft wird, zum Beispiel bei Spotify, YouTube Music, Apple Music, iTunes, Google Play, Amazon MP3. Ich wünsche viel Spaß damit. Und alles andere kommt später …

Beziehungskiste goes WhatsApp: das neue 2zueins!-Video ist da.

So viel los im Moment … Da ist zum Beispiel auch noch das neue Video zum 2zueins!-Song „Ein glückliches Paar“. Wir haben die ganze Beziehungskiste einfach mal per Chatprogramm erzählt – bitteschön:

2zueins! – Ein glückliches Paar (Youtube)

Der Song ist auf unserem aktuellen Album „Euer Ja sei ein Yeah“ zu finden, und das gibt’s digital überall, wo’s Musik gibt und als wirklich schicke Deluxe-CD-Edition auf 2zueins.com.

Noch ist das Singen nicht verboten …

Seit ein paar Wochen ist sie nun endlich draußen, die dritte Platte meiner Band 2zueins! Heiko und ich sind stolz wie Bolle auf das Album namens „Euer Ja sei ein Yeah!“, das irgendwie gitarrenlastiger, aber auch etwas melancholischer ausgefallen ist als seine beiden Vorgänger aus den Jahren 2010 und 2007.

Ein Video gibt’s natürlich auch. Zur Bebilderung des Album-Openers „Singen nicht verboten“ haben wir vier entzückenden jungen Menschen erlaubt, uns mal nach Herzenslust so richtig zu verunstalten. Bitteschön:

2zueins! – Singen nicht verboten (Youtube)

Das Album „Euer Ja sei ein Yeah!“ gibt’s u.a. bei iTunes, Google Play, Amazon MP3 oder bei Spotify. Besonders schick geraten ist die CD-Version im Digipack mit 16-seitigem Songbook. Die CD ist derzeit exklusiv über unsere Bandseite zu haben.

2zueins! – Irgendwo bei Bonn (2012)

Empfehle hiermit einen kleinen neuen Song meiner Band 2zueins!: mit dem in nur zwei Tagen aufgenommenen und abgefilmten Stück “Irgendwo bei Bonn” stellen wir unter anderem unter Beweis, dass wir über bestenfalls durchschnittliche Geographiekenntnisse verfügen – aber immerhin in der Lage sind, leidenschaftlich liebe Menschen zu vermissen, die plötzlich ganz woanders wohnen … Viel Freude mit einem Lied, das mir persönlich ’ne Menge bedeutet.

Das Video zum Song entstand an einem sonnigen Junisonntag im Leipziger Süden:

No vember no cry…

Nicht jedem sagt diese Zeit des Jahres sonderlich zu. Manche hassen ihn gar, den „grauen November“. Alles Vorurteile, die es über Bord zu werfen gilt! Herzt ihn, liebt ihn, gebt im eine Chance, dem Matschwettermonat. 😉 Wie man das am besten macht, erklären Heiko und ich in diesem kleinen Video – sagt nicht mehr No zu November…:


Wenn wir schon bei 2zueins! sind: unsere neue Homepage ist endlich online, mit allen Konzertberichten seit Bandgründung 2005, mit Reviews, Videos, Gratis-MP3s und vielem mehr. Einfach mal vorbeischauen und durchklicken, bitte.

siebenSACHEN vom 13. Oktober 2011: PolitX, Bronze für 2zueins!, The Teacher’s Country, 90elf, Kindle, Lwiw u.a.

– Politik ist für Teenager ja so ziemlich das Langweiligste überhaupt. Das neue Projekt „PolitX – misch mit!“ in Magdeburg will etwa 60 Kids jetzt vom Gegenteil überzeugen. Gemeinsam mit echten Politikern in echten Parteien erleben sie, wie Politik konkret funktioniert – am Beispiel der Neuauflage des Glücksspiel-Staatsvertrages. Die Jugendlichen diskutieren mit Landtagsabgeordneten, sind bei Sitzungen dabei und erfahren (hoffentlich), wie politische Meinungs- und Willensbildung ganz praktisch läuft. Das ganze ist eine Aktion des Bistums Magdeburg und des Katholischen Büros und ich durfte die Auftaktveranstaltung im Roncalli-Haus moderieren. War sehr spannend, und die Magdeburger Volksstimme berichtete.

– Meiner Band 2zueins! geht’s derzeit blendend – wir sind nach wie vor im Studio, um in aller Ruhe an den zehn neuen Songs unserer dritten CD zu arbeiten. Heute Abend haben wir zum Beispiel die Drums für den Song „Schlechter Empfang“ gebastelt. Das dauert schon noch eine Weile, bis das Album fertig ist. Aber wir sind guter Dinge und verwenden jede freie Minute dafür!

– Sehr gefreut haben wir uns über den inzwischen dritten Filmpreis, den unser Video zum Song „Vulkan“ abgesahnt hat. Beim Internationalen FISAIC-Amateurfilmfestival in Belgien haben wir im Sommer eine Bronzemedaille abgestaubt. Das freut uns natürlich enorm. Und falls einer meiner Leser das Video noch nicht kennt: siehe oben!

– Da bleib ich doch gleich mal beim Thema Film, schwenke aber mal ins Profi-Fach. Mein Freund Benjamin Leers bereitet sich gerade darauf vor, im Dezember den Kilimanjaro zu besteigen. Aber nicht einfach aus Spaß an der Freude, sondern, weil daraus ein Film über Tansania werden soll. Gemeinsam mit dem Sohn des ersten Präsidenten des unabhängigen Tansanias will Benjamin den Berg besteigen. The Teacher’s Country soll der Dokumentarfilm darüber heißen, Benjamin und sein Kollege Maurice bitten um Spenden für dieses tolle Projekt. Da ich den Film unbedingt sehen will, unterstütze ich Benjamin und Maurice nach Kräften – neulich spielten wir mit 2zueins! bei einer Fundraisingshow für The Teacher’s Country, und auf heldenstadt.de habe ich auch das eine oder andere Mal darüber berichtet.

– Seit 2008 arbeite ich auch als Texter für 90elf, Deutschlands erstes Fußballradio. Der Sender hat Anfang September den Deutschen Radiopreis gewonnen und wurde somit offiziell als beste Radio-Innovation des Jahres geehrt.

– Auch ein paar neue lustige Gadgets hab ich mir in letzter Zeit zugelegt. Den Kindle (der inzwischen Kindle Keyboard heißt) möchte ich auf keinen Fall mehr missen; das Android 3.2 Tablet rangiert eher in der Kategorie nice-to-have: es macht zweifellos Spaß, ist wirklich praktisch – seltsamerweise ist mir der technisch deutlich weniger versierte Kindle aber trotzdem etwas sympathischer.

– Meine Reisen im Winter und Frühjahr (Italien, Israel und Palästina und England) klingen nach wie vor in mir nach und haben mich sehr beeindruckt. In ein paar Tagen kommen neue Reise-Eindrücke hinzu – es geht für mich in die Ukraine. Auf einer Journalistenreise treffe ich christliche Laien und Würdenträger in der Region Lwiw (Lemberg). Berichte und Bilder folgen – so Gott will – in Bälde.

Fünf Jahre 2zueins! – Wir sind halt unterwegs…

Heiko und ich waren beide ziemlich erstaunt, als wir neulich feststellten, dass unser erstes gemeinsames Konzert tatsächlich schon fünf Jahre her ist! Am 3. Dezember 2005 spielten wir ein paar Songs auf einem Benefizkonzert zugunsten der vom Hurrican Katrina betroffenen Menschen in New Orleans, in der Reudnitzer Laurentiuskirche. Seitdem gab es jede Menge Konzerte, solo, im Duo, im Trio – und wir haben inzwischen zwei gemeinsame CDs veröffentlicht. Fünf tolle Jahre, die wir würdigen wollten. Und das haben wir getan – mit ein paar Schnappschüssen aus den letzten Jahren. Unsere Plattenaufnahmen 2007 und 2009 finden sich da, tolle Konzerte, Backstage-Einblicke, Videodrehs und wunderbare Momente mit all denen, die unserer Musik offenbar freiwillig und gerne lauschen. Dazu ein Song aus unserem ersten Album „Clockwork Utan„. Ich freu‘ mich auf alles, was da noch kommt und wünsche jetzt viel Spaß mit diesem kleinen Video: „Halt unterwegs“!

2zueins! – Diverse Bandneuigkeiten: Moritzbastei-Songslam, Squealer Rocks, Vulkan-Video

Ein paar Neuigkeiten rund um 2zueins! – in der vergangenen Woche habe ich unsere Band beim ersten Songslam in der altehrwürdigen Moritzbastei (genau genommen auf der altehrwürdigen Moritzbastei) verteten. Das war ein absolut unterhaltsamer Abend mit vielen alten und neuen Freunden, an dem ich es ins Halbfinale geschafft habe und an dem Christian Troitzsch verdient gewonnen hat. Viele Grüße auch an die anderen Mitstreiter, z.B. an den Reimteufel, Daniel Dexter, Eva Croissant, Julius Fischer und Tim Hespen! Die nächste Runde des Songslams in der MB wird wohl am 22. September steigen, und aus gut informierten Kreisen wird berichtet, dass dann mein 2zueins!-Kollege Heiko um die Gunst des Publikums buhlen wird.

Außerdem hat mich das tolle Rock und Metal-Fanzine Squealer Rocks aus NRW in Sachen 2zueins! interviewt – wir haben eine geschlagene Stunde lang geplaudert – übers Musikbusiness und Indie-Acts, über Lieblingsmusik und vieles mehr. Die Essenz des Gesprächs ist jetzt online – und zwar hier. „Squealer Rocks“ hat übrigens auch unsere aktuelle CD „Simsalaboom“ sehr gut gefallen – die Kritik findet sich hier.

Überhaupt, Kritiken… Wir haben in den letzten Wochen jede Menge Reviews zur EP bekommen, euphorische Besprechungen, wohlwollende Kritiken, und auch gnadenlose Verrisse. Eine Auswahl dessen werden wir in den kommenden Tagen mal zusammenstellen und veröffentlichen, dazu bei Gelegenheit mehr.

Und schließlich: mein Bandkollege Heiko war in einer Art Malrausch und hat unseren Song „Vulkan“ bebildert. Ich finde das Ergebnis sehr gelungen, und darf nur wenige Tage nach unserem Video zu „Leiden (Uh la la)“ hier den Cartoon zu unserem 2007er Song „Vulkan“ präsentieren:

Foto: Daniel beim Sommer-Songslam in der Moritzbastei Leipzig, Foto: Daniela Koerbel

Video: 2zueins! – Leiden (Uh la la) (2010)

Von der ersten Idee übers Kulisse-Selberbauen bis hin zu zwei schlauchenden, aber wunderbaren Drehtagen mit ganz vielen alten und neuen Freunden: im April und Mai haben wir ein Video zum 2zueins!-Song „Leiden (Uh la la)“ gedreht. Jetzt ist es fertig. Bitteschön:

Danke an alle Beteiligten, besonders unsere Darsteller und das Filmteam um Carina Gadomski, Eva Gühne, Ulf Wogenstein und Xenia Kalinitchenko. Mehr von meiner Band 2zueins! gibts hier (Bandseite), hier (Facebook), hier (Myspace) und hier (Meine „Diskografie“).