125 Jahre Propsteichor Leipzig

In diesem Jahr feiert der Chor der Propsteigemeinde St. Trinitatis Leipzig sein 125jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sollte eine kleine Dokumentation über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Chores entstehen. An dieser habe ich im letzten halben Jahr mitgewirkt – während Elias Gabriel alles Filmische verantwortet hat (Kamera, Schnitt, Ton, Buch) und Claudia Heinze vom Propsteichor (nein, wir sind nicht verwandt :)) das Organisatorische gewuppt hat, durfte ich die Interviews führen, die in der Doku zu sehen sind. Rechtzeitig zum Festwochenende Ende September hatte dieser Film nun Premiere, jetzt ist er für alle auf YouTube verfügbar:

20 Jahre „Daheim“: s.m.h.-Album jetzt digital als Remaster erhältlich

1998, ein prägendes Jahr: im Sommer habe ich beim Radio angeheuert und sowas wie meine berufliche „Bestimmung“ gefunden. Und im Herbst ’98 musste ich ständig von Leipzig oder Werdau nach Hohenstein-Ernstthal pendeln. Denn dort entstand jenes Album, das ab heute erstmals digital und neu gemastert erhältlich ist – „Daheim“, das Album meiner damaligen Band s.m.h. Nach zwei mehr oder minder erfolgreichen DemoProduktionen, dutzenden und aberdutzenden Gigs überall im Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland hatten wir – fünf Schulfreunde aus der westsächsischen Provinz, die im örtlichen Jugendclub quasi zu einer Band zwangsverheiratet wurden – uns sowas wie eine eigene musikalische Identität aufgebaut. Uns ging es um Rockmusik, die groovt und tanzbar sein sollte, mit deutschen Texten. Die durften gern etwas verschwurbelt und nur nicht zu leicht dechiffrierbar sein – unsere Säulenheiligen hießen Nationalgalerie und Selig, Black Crowes und Lenny Kravitz.

Also mieteten wir uns wochenendenweise im F.O.E.N. Studio in Hohenstein-Ernstthal ein und nahmen auf – professionell angeleitet von Inhaber und Produzent Thomas Schäfer, an dessen Engelsgeduld mit uns hibbeligen Gradesonichtmehrteenagern ich mich besonders gern erinnere. Ziel war es, die im Sommer zuvor aufgenommenen Demos so effizient und gut wie möglich im Studio zu reproduzieren. Keine Gastmusiker, keine unnötigen Effekte oder Manierismen, nur „wir fünfe“ und unsere besten Songs. Anfang 1999 konnten wir das Ergebnis dieser Sessions in der ausverkauften Werdauer „Bruchbude“ der Weltöffentlichkeit präsentieren: „Daheim“ war da – und die Kräfte als Band schwanden. Zwar traten wir noch für ein gutes Jahr weiter auf (sogar in Berlin!) und schlugen uns die Wochenenden in Jugendclubs und Bierkneipen musizierend um die Ohren und ja, die CD verkaufte sich ganz ordentlich … Doch irgendwie war „die Luft raus“, Sachen wie Studium, Freundinnen oder Jobs verschoben unsere Prioritäten immer mehr, sodass s.m.h. irgendwann vorbei war, ohne, dass wir uns je bewusst aufgelöst hätten. Ein einmaliges Reunion-Konzert paar Jahre später, wiederum in Werdau, wiederum mit über 350 Gästen restlos ausverkauft, verdeutlichte uns nochmal, dass wir und unsere Musik offenbar einigen Leuten echt was bedeutet haben – ein schönes Gefühl, bis heute.

Fast forward ins Jahr 2018: zwanzig Jahre später mache ich immer noch hauptberuflich Radio und nebenbei, so oft es geht, Musik – heute mit meinen Freunden Heiko und Dirk in der Band 2zueins! und auch solo als Singer-/Songwriter. Dazu noch der 40. Geburtstag – klar, dass man da schon mal Rückschau hält und auch musikalisch Bilanz zieht. Es war mein Wunsch, die ersten beiden „richtigen“ Platten, an denen ich maßgeblich mitgeschrieben und -performt habe, digital verfügbar zu machen. Die 2003er Veröffentlichung „In der Zwischenzeit“ meines Projektes dunkelblau mit Matthi Frommann erschien daher im letzten Herbst, pünktlich zum 15jährigen Jubiläum. Jetzt, genau 20 Jahre nach Release, ist also auch „Daheim“ dran. Beide Machwerke hat marQs Plietsch im Authentic Audio Studio in Hof meisterlich und in liebevoller Kleinarbeit in die „klangliche Gegenwart“ katapultiert. Gerade das Album „Daheim“ klingt 2019 dadurch druckvoller und selbstbewusster denn je.

Als junge Band, die wir 1999 zweifelsohne waren, hadert man mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das Album, so stolz es uns gemacht hat, gab unserer Meinung nach nie so ganz wieder, was wir musikalisch „sagen“ wollten. Schon ein paar Monate Abstand reichten, um zu denken: „Ach Mensch, das oder das hätten wir doch auch ganz anders machen, aufnehmen, arrangieren können …“ Höre ich mir jetzt, heute, im Februar 2019, das Remaster jener Platte aus dem letzten Jahrtausend (!) an, dann bin ich tief versöhnt und zufrieden mit dem Ergebnis und wirklich stolz darauf: doch, ja, das waren wir. Und genau so waren wir. Wir hatten „Sehnsucht nach Blues“, wussten „Wo es langgeht“, waren „Daheim“ in unserer Welt. Schön, dass es diese Erinnerungen ab heute überall zu hören gibt, wo online Musik gestreamt oder verkauft wird, zum Beispiel bei Spotify, YouTube Music, Apple Music, iTunes, Google Play, Amazon MP3. Ich wünsche viel Spaß damit. Und alles andere kommt später …

„Komm, wir tanzen“ – jetzt neu als Remix mit spannender B-Seite

Ab heute überall, wo’s online Musik gibt: der „JZ Beat Mix“ meines Songs „Komm, wir tanzen“ aus dem aktuellen Album „Viel zu lang zu leise“ – gebastelt von Jonas Zimmermann, mit dem wir 2zueins!ler bereits auf unserer 2016er EP „Plus X“ zusammenarbeiten durften. Außerdem hab ich noch eine B-Seite dazu gepackt. Der „Johnzndahelk-Mix“ des Stückes „Lass los“ (aus dem „Gewinner“-Album von 2005) entstand vor ziemlich genau zehn Jahren. Mein Freund John Helke (R.I.P.) hat mit dem Song herumexperimentiert und mir eine mp3 davon geschickt. Jetzt hat marQs Plietsch bei Authentic Audio Johns Demo release-tauglich gemacht und ich kann es endlich mal als kleine Hommage und Erinnerung an „Johnzndahelk“ in die Welt entlassen.

Die beiden Tracks findet Ihr ab sofort u.a. bei Spotify, Google Play, Apple Music und Amazon Music – viel Vergnügen!

Neues Lyrics-Video zu „London im Regen“ #ListentoLeipzig

Was Frisches zum Angucken, Mitlesen und Mitsingen: mein 2zueins!-Bandkumpan Heiko Dietze hat ein Lyrics-Video zu „London im Regen“ gezaubert, dem ersten Song auf meinem aktuellen Soloalbum „Viel zu lang zu leise“ (gibt’s hier digital und hier als CD inkl. Live-Bonusalbum). Danke, Heiko – und allseits viel Spaß beim Anschauen!

Noch ist das Singen nicht verboten …

Seit ein paar Wochen ist sie nun endlich draußen, die dritte Platte meiner Band 2zueins! Heiko und ich sind stolz wie Bolle auf das Album namens „Euer Ja sei ein Yeah!“, das irgendwie gitarrenlastiger, aber auch etwas melancholischer ausgefallen ist als seine beiden Vorgänger aus den Jahren 2010 und 2007.

Ein Video gibt’s natürlich auch. Zur Bebilderung des Album-Openers „Singen nicht verboten“ haben wir vier entzückenden jungen Menschen erlaubt, uns mal nach Herzenslust so richtig zu verunstalten. Bitteschön:

2zueins! – Singen nicht verboten (Youtube)

Das Album „Euer Ja sei ein Yeah!“ gibt’s u.a. bei iTunes, Google Play, Amazon MP3 oder bei Spotify. Besonders schick geraten ist die CD-Version im Digipack mit 16-seitigem Songbook. Die CD ist derzeit exklusiv über unsere Bandseite zu haben.