Montag – Montag (2009)

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Vieler meiner Freunde können ja leider meinen Faible für Montag (neuerdings ist die )-Klammer wohl aus dem Namen verschwunden) nicht so ganz nachvollziehen. Ich steh‘ einfach auf diesen verschrobenen, zum Bombast neigenden Entwurf von Pop, auf diese bisweilen kryptischen Texte, auf die spröde Herzlichkeit von Band und Songmaterial. „Gefallen“ war ein Meisterstück von einem Debüt, „Sender“ war kantiger, düsterer, komplexer, nur nicht schlechter.

Jetzt, nach fast vier Jahren, also Album Nummer 3. Es ist groß, hysterisch, übertrieben, euphorisch, toll: Songs wie „Part 1“, „Was wir sagen“, „Großstadt“ oder „Nachtfahrt“ sind brillianter Pop. Könnte gut sein, dass einiger meiner eingangs erwähnten Freunde „umfallen“ und ihre Meinung ändern, wenn ich sie auch diesmal wieder mit Montag-Musik nerve: denn noch nie waren die Hamburger zugänglicher und eingänglicher als hier – ohne dass die Songs was von ihrer Wucht oder ihrem Zauber verloren hätten. Plötzlich ist der Kopf klar, ich fahr jetzt los, halt‘ Deine Briefe aus dem Fenster und ich lass sie los – und lass die Finger von mein‘ CDs…

Paul Dimmer Band – Wenn alle Stricke reißen (2007)

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Als 2003 „Im kleinen Kreis“, die erste Platte der Paul Dimmer Band, rauskam, war sie fast zu viel für mich: diese verstörende Ruhe, dieses Gegenteil von Groove, diese Schwere… „Im kleinen Kreis“ war fremd und ungewohnt und gerade deswegen zog mich dieses Album in seinen Bann. Noch im selben Jahr habe ich die Band live gesehen und fand sie gut, danach hab ich sie auch noch gelegentlich gehört, aber im Großen und Ganzen zu den Akten gelegt. Auf einmal veröffentlichen die wieder ein Album! „Wenn alle Stricke reißen“ ist ohne Frage gut, aber leider auch nicht mehr – bei mir will sich einfach nicht die Magie des Erstlings einstellen: irgendwie klingt mir die Paul Dimmer Band neuerdings – und das ist wirklich nicht böse gemeint, schließlich gefällt mir ja, was ich da höre, nur kickt es mich eben nicht im erhofften Maße – zu typisch, zu erwartbar. Ich würde diese Platte gerne mehr lieben, als ich es tatsächlich tue. Sorry, Paul.

Notizen vom 28. März 2008

– Beim Aquarium Drunkard erinnert man sich an die 90er und ans „Yes“-Album von Morphine

– Komplettes Album der Dexateens gratis runterladen

Adam Green besoffen bei Stefan Raab

„Ich liebe die Idee, dass Radio sich Zeit lassen kann. Und dass es ein flüchtiges Medium ist: Kaum ist das Wort über den Sender gegangen, ist es auch schon weg.“ Die Zeit interviewt Radio-Mann Fritz Ostermayer

Also, ich mochte Are You Gonna Go My Way ja sehr…

Tapete Records hat einen YouTube-Channel mit aktuell 33 Videos, demnächst 34, wenn das neue Niels Frevert-Video dazukommt.

– Video: der Wiener Songwriter Florian Horwarth singt mit Cardigan Nina Persson „Baby You Got Me Wrong“ (via)

Notizen vom 21. März 2008

– Eben im Radio gehört: Alela Diana – The Pirate’s Gospel. Bisschen anstrengend, aber irgendwie schön.

Do The Panic: Phantom Planet bringen demnächst ihr viertes Album raus und haben offenbar die Melodien wieder entdeckt. Die erste Single jedenfalls klingt vielversprechend.

– Ostern im KZ: Prälat Hermann Scheipers erinnert sich an Ostern im Konzentrationslager Dachau

Liam Finn, Sohn vom Crowded House-Sänger, musiziert bei KCRWs Morning Becomes Eclectic-Show.

laut.de versucht jetzt User Generated Radio

Wolke covern „Sunday Bloody Sunday“ bei KenFM. Tapete Records stellt das mp3 zum Download auf seine Seite.

Lisa Bonet ate no basil: Weird Al Yankovics grandiose Hommage an Bob Dylan ist eine Subterranean Homesick Blues-Parodie, die vollständig aus Palindromen besteht (gefunden in der TheWord-Aprilausgabe).