Irving Plaza, New York City. 27. Mai 2008. Wow.

Ein Benefizkonzert. Für die Bill Graham Foundation. Mit diversen Grateful Dead-Coverbands. Und mit Chan und John von Blues Traveler und den Spin Doctors. Und mit Gästen. Und sensationellen Jams. Und einem Besucher namens Marc Millman, der mit seiner Handykamera mitgefilmt hat – Gott sei Dank!! Hier sechs ergreifende Momente vom 27. Mai, die mir auf YouTube untergekommen sind. Und, for sieben’s sake: die Doctors in voller Länge. Mann, wär ich da gerne dabei gewesen.

Chan und John singen Alone. Kommentar marcmillman: After a set by Moonalice, Popper & Chan took the stage to play a few acoustic tunes at the Bill Graham Memorial Fund raiser Concert @ Irving Plaza. This was the first time Popper had played guitar in a year. This is how they did it in NYC back in the late 80s/early 90s at the likes of Nightingale, Mondo Perso, Mondo Cane, Wetlands and a few other venues that no longer exist. The third set would have a room dripping with sweat as Popper sang the sweet tunes like this one until the band kicked back in to rock it on out.

Spin Doctors mit Erik Lawrence, „How Could You Want Him (When You Know You Could Have Me)“. Ehrfurcht. Kommentar marcmillman: A real treat from the Doctors of Spin. They brought out the son of their mentor, Arnie Lawrence to play sax on this song from their 1st album at the Bill Graham Memorial fund raiser which took place @ Irving Plaza (or The Fillmore).

John und Chan und das Publikum singen Blues Traveler-Hymne Hook. Kommentar marcmillman: As part of the Bill Graham Memorial Fund raiser Concert @ Irving Plaza, John Popper & Chan Kinchala took the stage to run thru a few acoustic versions of some old classics. This hit was the first of the nite.

Spin Doctors spielen den Grateful Dead/Jerry Garcia-Klassiker Ripple, Chris hat mit den Lyrics auf dem Boden zu kämpfen. Kommentar marcmillman: It was a nite to celebrate Bill Graham’s legacy at the First Graham Memorial fund raiser. So what could be better than the funky Doctors breaking into a sweet Jerry tune?!?!

John und Chan singen 100 Years, unterstützt von Chris Barron und einem Perkussionisten. Kommentar marcmillman: During their acoustic set at the Bill Graham Memorial fund raiser Concert @ Irving Plaza, Popper & Chan brought out their old friend Chris From the Spin Doctors & a percussion player to run thru this favorite from the first Blues Traveler album.

Schließlich mein Highlight: John Popper zu Besuch bei den Spin Doctors – Shinbone Alley. Kommentar marcmillman: As part of the Bill Graham Memorial Fund raiser Concert @ Irving Plaza, the Spin Doctors brought their old friend John Popper on stage to blaze through a version of a song they used to do when the Doctors & Blues Traveler used to segue into each other on double bills.
This is how we did it in NYC back in the late 80s/early 90s at the likes of Nightingale, Mondo Perso, Mondo Cane, Wetlands and a few other venues that no longer exist.

Und schließlich: das komplette Spin Doctors-Set als mp3.

siebenSACHEN vom 26. Mai 2008. Mit Chris Barron, Paul Weller, Jan Plewka u.a.

– Harr harr: seit Freitag habe ich ein neues „Instrument„, mit dem ich Nachbarn, Bandkollegen und kleine Kinder, die unter meinem Balkon spielen, ärgere. Nee, macht das Spaß!

Chris Barron über sein Soloalbum „Pancho And The Kid“, seinen Stimm-Verlust im Jahr 2000 und die Spin Doctors – in einem Podcast vom letzten Sommer (mp3)

– Auch, wenn ich nicht mal die Hälfte verstehe: schoedo aus Zürich sind sehr unterhaltsam, mir empfohlen von einem Landsmann der Band, der sie grade im (selbst gewählten) katalonischen Exil hört…

– Nico hat The Rocks aus London interviewt.

– Das neue Paul Weller-Album „22 Things“ kann man derzeit hier anhören.

If you were given access to my thought patterns via text messages on your cell phone, you would bury your phone after the 10th comment in 5 minutes on why I hate trumpets in rock songs or how great it is when a song is so short that you must repeat it the moment it ends. Meiner Meinung nach lesenswert…

Halt Dich an Deiner Liebe fest: Jan Plewka singt Rio Reiser:

siebenSONGS Wetlands Special

Eine Spezialausgabe der siebenSONGS anläßlich der Veröffentlichung der Musik-Doku „Wetlands Preserved“. Sieben Acts, deren Karrieren untrennbar mit dem 2001 geschlossenen New Yorker Underground-Club und Aktivisten-Zentrum Wetlands Preserve verbunden sind. Diese Zusammenstellung ist absolut nicht vollständig oder repräsentativ, zeigt aber, welche künstlerische Bandbreite das Wetlands zu bieten hatte: die mitunter reichlich wüsten Jams von moe. etwa (Don’t Fuck With Flo), die Hausbands der frühen Wetlands-Jahre, Spin Doctors und Blues Traveler, der damals noch völlig unbekannte Waliser David Gray zu Gast in New York City, die frisch gegründeten Guster bei einer ihrer ersten größeren Shows, die gnadenlos vor sich hin funkenden Deep Banana Blackout und die wunderbar verpeilten Disco Biscuits – alles Aufnahmen aus dem Wetlands Preserve, dem mit der neuen DVD zu Recht ein Denkmal gesetzt wurde.

David GrayDebauchery (18. Dezember 1993)

Deep Banana BlackoutGroove Is Here (21. Februar 1998 )

Spin Doctors feat. John Bush – Sweet Widow (2. Februar 1991)

GusterParachute (21. Juli 1995)

The Disco BiscuitsSpectacle (16. April 2001)

moe.Don’t Fuck With Flo (23. September 1995)

Blues Traveler feat. Joan Osborne – Warmer Days (13. Oktober 1989)

siebenSACHEN vom 17. April 2008. Mit Weezer, Marc Cohn, Bon Iver, Bob Dylan u.a…

– Alle, wirklich alle Folgen der großartigen „Theme Radio Hour“ von XM Radio mit Moderator Bob Dylan gibts ganz legal zum Runterladen – und zwar hier.  (via)

– „Emma doesn’t really exist. Well, she does, Emma is her middle name but we had split up long before I moved.“ Justin Vernon alias Bon Iver spricht über seine Musik und den (verdienten, aber unerwarteten) Hype ums Album „For Emma, Forever Ago“.

Walking in Memphis und mehr: Marc Cohn porträtiert in einer neuen Ausgabe von „A Musician’s Life“ (mp3)

– Ein paar schöne (Profi-)Photos von der Spin DoctorsShow in Girona am letzten Wochenende, gefunden bei flickr.

– Die neue Weezer-Single gefällt mir ausgesprochen gut: „Pork And Beans“ in voller Länge auf der Band-Seite anhören.

Jamie Lidell wird immer interessanter für mich – das neue Album klingt jedenfalls sehr kurzweilig (hier komplett vorhören).

– Da bin ich jetzt schon Fan von: The Last Shadow Puppets, das Nebenprojekt von Arctic-Monkey-Sänger Alex Turner. Album erscheint morgen, hier der Clip zur Single „The Age Of Understatement“.

Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club (DVD, 2008)

Ganz, ganz selten wünsche ich mir, zu einer anderen Zeit in einem anderen Land geboren zu sein; ganz konkret zum Beispiel zehn, zwölf Jahre früher und in New York City. Dann hätte ich vielleicht aktiv miterleben können, was ich heute in einer fantastischen Dokumentation sehen durfte: der Film „Wetlands Preserved – The Story Of An Activist Rock Club“ (endlich als DVD erhältlich) feiert den Öko-Aktivisten-Ska-Funk-Punk-Folk-Jamrock-Club Wetlands Preserve in NYC, von 1989 bis 2001 einer der einflußreichsten Läden der Stadt.

Fans von Phish, Dave Matthews Band, Spin Doctors, Blues Traveler, Moe., The Roots, Allman Brothers Bands, Pearl Jam, Sublime, Robert Randolph, Speadhead, 311 oder unzähligen anderen wissen genau, welche Live-Club-Legende hier im Mittelpunkt steht – das CBGB des Jamrock, quasi: Kifferhochburg, linkes Aktivistenzentrum und Brutstätte ganzer Musikbewegungen wie der Third Wave Of Ska oder der HORDE-Tour. Es macht Spaß, in diesem Film persönlichen Helden wie John Popper oder Chris Barron zuzuhören, wie sie ihre wichtige Teile ihrer Jugend und ihrer Karrieren mit diesem Club verbinden; es ist grandios, all diese geile Musik zu hören (ganz puristisch gibts in dem Film nur Musik, die tatsächlich auch im Wetlands aufgenommen wurde); es berührt mich, welche persönlichen Geschichten eine solche Doku über einen Rockschuppen hervorzubringen im Stande ist (der Dauerkonflikt des Gründers Larry Bloch zwischen Job und Familie und seine Entscheidung etwa). Filme wie dieser machen mir mehr Gänsehaut, machen mich mehr Lachen und Fühlen als zehn „Titanic“-Filme zusammen das könnten – weil es hier um meine Musik geht, meine Bands, und das, obwohl ich – viel zu jung (ich war ja zehn, zwölf Jahre zu jung und auf dem falschen Kontinent, siehe oben) – stets nur aus der Ferne ahnen konnte, was in Läden wie dem Wetlands vor sich gehen musste.

Dieser Film ist so cool, es ist fast nicht auszuhalten – logisch, dass ich mir jetzt eine CD einlege, um diesen einmaligen Laden zu feiern, für den ich dooferweise zur falschen Zeit am falschen Ort auf die Welt kam. Welcome, live at Wetlands…

Spin Doctors live in Girona, 12. April 2008

Kommt mir alles noch ziemlich unwirklich vor. Mal eben die Lieblingsband beim einzigen Europakonzert weit und breit besuchen; in Girona; is ja quasi bei Dir um die Ecke (O-Ton Sänger). Derart herausgefordert, nahm ich die Einladung natürlich an und hab mir einen 36-Stunden-Trip mit vier Flügen, fünf Stunden katalonischem Personennahverkehr und gerade mal dreieinhalb Stunden Schlaf verordnet.

Es war jede Anstrengung wert – wenn Dich die Band von der Bühne angrinst, weil sie ein Lied spielen, dass sie seit sieben Jahren nicht mehr im Programm haben, und sie gespannt sind auf Deine Reaktion, Du, der Du ja immer meckerst, wie vorhersehbar die Setlisten inzwischen geworden sind; wenn einfach alles passt – von der Reise an sich über die Begleitung vor Ort bis hin zum Geplauder mit der Band nach der Show; wenn dann der Kater am nächsten Morgen egal ist, weil man die anderen Reisenden im Urlaubsflieger von Palma di Mallorca nach Dresden eh besoffen besser erträgt – dann weiß man, dass man das einzig richtige gemacht hat. Man ist seiner Lieblingsband ein paar tausend Kilometer hinterher gereist und bereut keine Sekunde. Cool, wollte ich schon immer mal machen.

Bilder und ein ausführliches Fanboy-Review gibts hier.