siebenSONGS 32. Spinning Traveler Edition.

Morgen spielen meine beiden Lieblingsbands Spin Doctors und Blues Traveler ein gemeinsames Konzert in Orlando in Florida. Zum Beginn ihrer Karrieren waren gemeinsame, endlose Konzerte der beiden Bands gang und gäbe, fünf und mehr Stunden Livemusik ohne Unterbrechung waren da nicht selten. Bis heute sind die Musiker befreundet, hin und wieder begegnen sie sich und treten gemeinsam auf. Mal schauen, was da morgen so passiert; ich kann es kaum erwarten, die Mitschnitte zu hören. Um mir – und dem geneigten Leser – die Zeit bis dahin zu verkürzen, gibt’s heute siebenSONGS in Sachen Spin Doctors meets Blues Traveler and vice versa.

Blues Traveler feat. Eric Schenkman – Battle Of Someone (1996-11-23)

Wasabi – Jam (1994-02-27)

Blues Traveler feat. Chris Barron – Cleopatra’s Cat (2006-05-23)

John Popper Project feat. Chris Barron – Scattin‘ (jam) (2004-05-04)

Spinning Traveler (SD + BT) – Shinbone Alley > Jam (1992-04-23)

Spin Doctors feat. John Popper – Lady Kerosene (2008-05-27)

Chris Barron & The Time Bandits feat. John Popper – Stone’s Throw (2009-05-12)

Lust auf mehr?
Blues Traveler @ Live Music Archive
Spin Doctors @ Live Music Archive
Chris Barron @ Live Music Archive
Wasabi @ Live Music Archive
Spinning Traveler @ Live Music Archive
BluesTraveler.net
SpinDoctors-Archive.com

siebenSACHEN vom 13. August 2010: ifp, Flut in Pakistan, Ocean Colour Scene, Social Media, The Felice Brothers, Google, The Open Hearts Society

– Ich schwanke zwischen Entsetzen, Verwunderung und Enttäuschung bei der jüngsten Personalie im ifp, der Katholischen Journalistenschule in München (bei der ich 2002/2003 eine ganz hervorragende PR-Ausbildung absolvieren durfte).

Ocean Colour Scene werden 21 Jahre alt – und veröffentlichen aus diesem Anlass im Oktober eine schicke 4-CD-Box mit allen Hits und 21 unveröffentlichten Aufnahmen.

– Ja, klar, Atomregime. Ja, sicher, Taliban. Und trotzdem: Millionen von Menschen in Pakistan brauchen nach der Flutkatastrophe Hilfe. Und bei vielen deutschen Hilfswerken kann man sicher sein, dass unsere Unterstützung bei den Richtigen ankommt. Deshalb die Bitte: gebt was, z.B. an das Bündnis Entwicklung hilft oder die Aktion Deutschland hilft.

– Sehenswert: Die Social Media-Landkarte, handgemalt und witzig – bei flowtown.com.

– Zufällig beim Rumsurfen entdeckt: die famosen Felice Brothers haben unlängst eine neue CD rausgebracht, neun ziemlich wunderbare Songs. Die CD heißt „Mixtape“, und man kann sie nur online erstehen, bei iTunes etwa – oder im Band-Store.

– Der Friedhof der Google-Produkte – ein wenig polemisch, aber interessant: hier entlang.

– …und weil der letzte Spin Doctors Sunday viel zu lange her ist, mach ich den nächsten eben jetzt… Eric Schenkman hat ein neues Projekt, die Open Heart Society. Album soll noch in diesem Jahr erscheinen, hier die erste musikalische und visuelle Kostprobe: One Place.

Like This!

Chris Barron & The Time Bandits – Songs From The Summer Of Sangria (2010)

Chris Barron hat eine neue EP veröffentlicht, die man derzeit komplett im Stream anhören kann. Als Fan und ehrenamtlicher Bandarchivar kann, will und werde ich hier gar keine sachliche Rezension versuchen – sondern möchte dem geneigten Leser ans Herz legen, einfach mal selbst in diese fünf großartigen Lieder reinzuhören:

Neue Musik: Yeasayer, Robert Graham, Mighty Kate, Crooked Still, The Strange Boys, Midlake, Joy Kills Sorrow

Yeasayer – Odd Blood (2010)
War ihr Debütalbum noch ein ziemlich intensiver Worldmusic-Rock-Alternative-Trip, ist „Odd Blood“ jetzt wesentlich songorientierter, poplastiger geworden. Und das ist gut so. Statt sich zu kopieren, setzen die Herrschaften auf Veränderung. Zehn Songs, kein einziger Füller. Die Ersten unter Gleichen: „Ambling Alp“, „O.N.E.“ und „Madder Red“.

Robert Graham – Storm In A Teacup (2009)
Graham ist ein kanadischer Musiker, der sein Album im Eigenvertrieb veröffentlicht hat. Charmanter, unkomplizierter Pop mit zahlreichen hörbaren Einflüssen: Rock, Funk, Blues, Reggae. Produziert hat Chris Brown (der von Chris & Kate) und ich wäre nie auf diese schöne CD gestoßen, wenn nicht Eric Schenkman und Teddy Kumpel auf einem Track als Gäste dabeigewesen wären. Womit sich mal wieder zeigt: ein nerdiger Sammler zu sein, sorgt immer wieder für angenehme Überraschungen.

Mighty Kate – Mighty Kate (2010)
Das gilt ebenso für Mighty Kate. Die Sängerin Katy Pfaffl erfindet sich neu als „Mighty Kate“ und legt ein vor Optimismus, Kraft und Lebensfreude nur so strotzendes Debüt vor. Erhebende, glücklich machende Popmusik, die immer haarscharf am Kitsch vorbeischrammt – ich liebe es. Was das mit meinem Jäger- und Sammlertum zu tun hat? Auch hier hat ein Spin Doctor seine Hände im Spiel: Aaron Comess spielt alle Drums auf diesem liebenswerten, gelungenen Album.

Crooked Still – Shaken By A Low Sound (2006)
„Country“ steht da ganz nüchtern in der Genre-Spalte meiner Musikabspielsoftware. Ja, stimmt auch, natürlich. Aber eben mal wieder nicht dieser Garth Brooks-Lonesome-Cowboy-Quark, sondern etwas viel leichteres, intensiveres. „Alternative Country“ würde dem auch bloß nicht gerecht, weil da jeder gleich an Soul Asylum denkt. Nein, Crooked Still ist gerade so noch Country, aber irgendwie auch Folk. Und manchmal Bluegrass. Ach, egal…: eine wunderbare, warme Frauenstimme, vier Saiteninstrumente (darunter keine Gitarre, übrigens), eingängige Melodien. Ein Vergnügen halt.

The Strange Boys – Be Brave (2010)
Ich weiß nichts über diese Band, außer, dass ich in irgendeinem Spotify-Blog zufällig auf ihr Album gestoßen bin. Es war der Titelsong, der mich neugierig auf mehr gemacht hat. Diese Band klingt so dermaßen nach den Sechzigern, dass man kaum glauben kann, dass diese Platte eben erst erschienen ist. Räudiger, dreckiger Pop ist das, mit scheppernden Gitarren, schrägen Saxophonen, grandiosem Gesang – was für den Frühling.

Midlake – The Courage Of Others (2009)
Stimme ich ein in den Chor der Midlake-Preiser? Ja, ich stimme ein. „The Courage Of Others“ ist ein beachtliches Stück Musik: meistens warm und melancholisch, gelegentlich fast schon schüchtern, dann aber wieder im richtigen Moment laut und fordernd.

Joy Kills Sorrow – Darkness Sure Becomes This City (2010)
Und auch die letzte Veröffentlichung, über die ich heute schreiben möchte, ist eine eher sanfte Angelegenheit. Folk mit Banjos, Gitarren, Frauenstimmen und tollen lyrischen Momentaufnahmen. Durchweg schön anzuhören, wenn auch bisweilen etwas beliebig. Doch der Showdown ist dann wieder sensationell: „Darling I don’t understand what it is in you that makes such a bad man, the only thing I know is that you make me feel drunk“. Bam.

siebenSACHEN vom 16. März 2010

To sit still and think, without succumbing to an anxious reach for a machine, has become almost impossible: Fasten fürs Gehirn (bernetblog.ch)

Senden, kaum empfangen: bereits im Juli 2009 hat die Studie „Regierungskommunikation 2020“ untersucht, wie die Regierung online mit den Bürgern kommuniziert. Was hat sich seit dem Regierungswechsel getan? (politik-digital.de)

– Gleich nochmal Politik: Sascha Lobo sagt, was Politiker im Netz falsch machen – und warum er Guttenberg keine Ratschläge geben will (welt.de)

– Leider erst davon gehört, als sie schon vorbei war: die Free Music Week 2010. Was bleibt, ist eine Liste zu zahlreichen Creative-Commons-Künstlern. (via nicorola)

Warren Haynes pur: „Just before kicking off the Allman Brothers’ annual New York run, Warren Haynes dropped by the Rolling Stone offices to warm up with a couple tunes.“ (rollingstone.com)

2 blasts from the past: Jono Manson Band live (mit Bobby Sheehan & Chan Kinchla in der Band, dazu ein Gastauftritt von Chris Barron) im Live Music Archive. Außerdem aufgetaucht: eine 1996er Show von Eric Schenkman & The Chrysalids (mit René Lopez als Sänger) – bei eTree.org.

– Bobbie Gentry – Ode To Billie Joe:

Eric Schenkman, Aaron Comess & Friends – Rockwood Music Hall, 11. März 2010

Das war ein regelrechtes Gipfeltreffen, gestern Abend in der Rockwood Music Hall in New York. Die Spin Doctors Eric und Aaron luden zur Jamsession, und zahlreiche Freunde folgten der Einladung. Wäre gerne dabei gewesen – der winzige Club ist toll, war 2008 selbst schon mal dort. Und kann mir daher vorstellen, dass das gestern Abend ein grandioses kleines Jamfest war… Hier ein paar Videobeweise:

Spooky:

Stop Breaking Down:

Killing Floor:

Eric Schenkman- guitar & vocals (Spin Doctors)
Aaron Comess- drums (Spin Doctors)
Andy Hess -bass (Gov’t Mule, Black Crowes, John Scofield)
Rob Clores – piano (Black Crowes, Enrique Iglesias)
Erik Lawrence – saxophone (Levon Helm Band)
James Maddock- acoustic guitar & vocals

Spin Doctors Sunday: Neueste News & alte Schätze…

Heute war mal wieder ein Update im Spin Doctors Archive fällig, dem kuscheligen virtuellen Spa für alle, die bei den Worten „Mow’b’jow“ selig grinsen und die Frage „What time is it?“ geradezu zwanghaft mit „4:30“ beantworten. Neben einem News-Rundumschlag hab ich die Konzert-Datenbank und den Downloadbereich überarbeitet. Somit sind jetzt nicht nur sämtliche im Netz kursierenden Spin Doctors-Livekonzert-Downloads auffindbar, sondern auch alle im Umlauf befindlichen Aufnahmen der relevanten Nebenprojekte und -bands. Im eigenen CD-Archiv hab ich auch gewühlt und vier Shows hochgeladen, die bislang nicht verfügbaren waren:

Spin Doctors – 1997-06-27, Jack Frost Ski Ressort
Legendäres, ziemlich schräges Konzert aus dem Sommer 1997 mit Eran Tabib an der Gitarre und Ivan Neville an den Keyboards. Und dem besten „Prey To Bears“ aller Zeiten.

Spin Doctors – 1997-07-19, Gurtenfestival, Bern, Schweiz
Gleiches Line-up, anderer Kontinent: eines der letzten Europakonzerte der Band für lange, lange Zeit. Erst 2005 kamen sie wieder mal rüber, dann bekanntlich wieder im Original-Line-up mit Eric Schenkman.

Chris Barron & The Give Daddy 5 – 2000-03-01, Baby Jupiter, NYC
Die erste Show nach Chris‘ Zwangs-Gesangspause wegen einer akuten Stimmbanderkrankung.

Chris Barron & The Give Daddy 5 – 2001-04-06, Lion’s Den, NYC
GD5 ein Jahr später…: großartiges Kurzkonzert inkl. „The Faded Tattoo“.

Und den allerersten, den isst er immer noch sofort…: hier ist „Cleopatra’s Cat“ vom Gurtenfestival 1997:

siebenSACHEN vom 1. März 2010

Konstantin Wecker über Käßmann und den „moralinsauren Mäuseaufstand

– Tolle Fotoserie der New York Times: „One in 8 Million“ – everyday people im Porträt

– Irgendjemand in New York nächste Woche (10. März)? Wenn ja, unbedingt hier hingehen (und mitschneiden!): Eric Schenkman & Aaron Comess (Spin Doctors) feat. Andy Hess (Gov’t Mule, Black Crowes), Rob Clores (John Popper, Black Crowes), Leslie Mendelson, James Maddock, Erik Lawrence u.a. Unfassbares Lineup, und das in der winzigen Rockwood Music Hall.

– Die Top-5-Gründe, warum Unternehmen sich vor Social Media fürchten (PR-Fundsachen.de)

– Vorerst kein Spotify-Start in Deutschland (Heise.de)

– Duett: Dave Matthews macht gemeinsame Sache mit Herbie Hancock (dmbnews.net)

Ben Harper & Relentless 7 – Why Do You Always Dress In Black / Red House

Chris Barron – Me Pillas En Otro Punto (2009)

Chris Barron zieht durch Madrid und macht sowas wie eine spanische Version der „Blogotheque“-Konzerte… Der Heartbreak Boulevard ist plötzlich in Spanien, die Brokenhearted Serenade und Two Princes dürfen nicht fehlen. Das einzige, was ich an diesen Videos doof finde, ist, dass ich zwei Wochen zu früh in Madrid war. Ansonsten wäre ich liebend gerne ein Groupie am Bildrand gewesen… 😉

Teil 1 (Heartbreak Boulevard)

Teil 2 (Brokenhearted Serenade)

Teil 3 (Two Princes)

Chris Barron: "Pancho And The Kid" ist endlich draußen

Sooo… Zeit für Spin Doctors-Content, ist ja mal wieder überfällig!

Was lange währt, wird endlich gut: nachdem Chris Barron im Jahr 2006 sein Album „Pancho And The Kid“ einfach mal selbst veröffentlichte, hat sich nun ein Vertrieb für diese schöne Platte gefunden. Valley Entertainment sorgt dafür, dass die 12 Songs nun endlich weltweit vergleichsweise einfach erhältlich sind.

Und Chris? Der tourt gerade durch Spanien und später in diesem Sommer auch durch den Irak („Iraq & Roll 2009“), und erhält hoffentlich endlich das Lob, das er für „Pancho“ verdient hat. Parallel gibts jetzt im Live Music Archive eine neue Chris Barron-Abteilung mit aktuellen Shows (und – das freut Fans wie mich besonders – auch zahlreichen neuen Songs, die nach „Pancho“ entstanden sind) und uralten Soloshows aus den Achtzigern.

Noch mehr Neuigkeiten rund um Chris und die anderen Spin Doctors hab ich übrigens hier zusammengetragen. Hier ein aktueller Auftritt der Time Bandits im spanischen Late-Night-TV: