siebenSACHEN vom 1. Dezember 2008. Mit Blind Melon, Phantom Planet, Jay Bennett u.a.

– Drunter und drüber: Blind Melon haben vor ein paar Wochen ihren Sänger gefeuert, wollen aber weiter machen.

– Keine Lust mehr: Phantom Planet machen Schluß und lösen sich auf.

– Neues: Todd Thibaud bringt im Januar sein neues Album „Broken“ raus, schon jetzt gibt’s einen Outtake umsonst (mp3).

– Umsonst: Ex-Wilco-Mann Jay Bennett verschenkt sein neues Album.

– Hochsaison: Die Jahresbestenlisten 2008 kommen – und der Largehearted Boy sammelt sie alle.

Better to put out three tracks five times a year than fifteen all at once: Bob Lefsetz über Alben, Singles und Indie-Bands.

– Video: Leo Blais – Slow Drivin

siebenSACHEN vom 4. September 2008. Mit Ben Folds Five, Ani DiFranco, Okkervil River u.a.

– Von Jackson Browne bis Queen, von Brian Wilson bis George Clinton – Popdose benamst 21 Platten, die man im Herbst 2008 gehört haben sollte.

Phantom Planet haben eine Daytrotter-Session aufgenommen und spielen vier Songs vom aktuellen Album „Raise The Dead“ – Download hier.

– Wiedervereinigung für eine Nacht: Ben Folds Five spielen ihr Album „The Unauthorized Autobiography of Reinhold Messner “ in voller Länge im Rahmen einer Myspace-Veranstaltung.

We can’t help but absorb what’s around us: Joey Burns von Calexico im Interview mit dem Aquarium Drunkard.

– Neues von Ani DiFranco – die Dame veröffentlicht am 30. September das Album „Red Letter Year“, den Song „Emancipated Minor“ gibts vorab gratis (mp3).

– Der US-Rolling Stone findet die neue Okkervil River nur so mittel.

Sinéad O’Connor singt „Hey Jude“ im italienischen Fernsehen:

siebenSACHEN vom 19. August 2008. Mit Oasis, Calexico, Element Of Crime u.a.

It’s crazy, you know? Die großartigen Felice Brothers im Interview beim Aquarium Drunkard.

Hier gibts ein paar Live-mp3s von der aktuellen Phantom Planet-US-Tour, das heutzutage übliche Radiohead-Cover inklusive (in diesem Fall: „Just“).

– Ein erster Vorgeschmack aufs nächste Calexico-Album „Carried To Dust“ (erscheint am 5. September): „Two Silver Trees“ (mp3).

– Großmaul Noel Gallagher (Oasis) in Bestform: Interview übers neue Album und alle anderen wichtigen Dinge des Lebens im BBC-MusicWeek-Podcast (mp3).

– Pures Hörvergnügen: Ryan Adams live im Konserthuset (Göteborg) am 18. November 2007, Matrix-Recording (halb Publikum, halb Soundboard) im Live Music Archive.

– Zum Schreien komisch: Blues Traveler bloggen neuerdings, und John Popper entdeckt auf seine Art und Weise das crazy little thing called Internet… „Tad has shown me how 2 blog! Yes I am now a blogger. I blog! Hello I’m John & I Blog America!

– Neue Musik von Element Of Crime – Ein Hotdog unten am Hafen…

Phantom Planet – Raise The Dead (2008)

Die erste Reaktion beim ersten Hören der neuen Phantom Planet-Platte war Erleichterung. Nicht, dass mir Ihr letztes Album überhaupt nicht gefallen hätte – der selbstbetitelte, extrem rotzige Nachfolger (2004) zum vergleichsweise sanften Überflieger „The Guest“ (2002; ja, die mit „California“), klang stellenweise nur arg verkrampft und gewollt. Als müssten Phantom Planet in Zeiten von Strokes und so beweisen, dass sie auch laute Gitarren können.

„Raise The Dead“, die neue Platte, ist vom Sound her eine Mischung aus den letzten beiden Alben geworden: die Liebe zum Song ist zurück, die Gitarren scheppern dennoch bisweilen ruppig-laut, das Gespür für eingängige Hooks war nie weg. In den besten Momenten (die erste Häfte, vor allem „Dropped“, „Do The Panic“ und „Leader“!) feiert man hier ein Wiederhören mit einer coolen Band, die man beinahe vergessen hat bzw. ob des „California“-Overkills gar nicht mehr hören mochte, in den schwächeren („Geronimo“, „Confess“) wirken die Jungs nach wie vor seltsam identitäts- und orientierungslos.

Nein, eine wirklich „relevante“, „große“ Band sind Phantom Planet auch durch ihr viertes Album nicht geworden. Fürs Prädikat „wertvoll“ ist „Raise The Dead“ zu lau, für „nett“ und schlimmeres dann aber doch viel zu gut.