Don’t Fear The Reaper

Viel los zur Zeit. Und die meiste Blogging-Energie geht zur Zeit für heldenstadt drauf – sehr, sehr gerne, übrigens. Daher fehlte allerdings hier z.B. die alljährliche Würdigung von LeRoi Moore und Bobby Sheehan anläßlich ihrer Todestage im August. Auch sonst gibt’s einiges zu berichten, was ich sicher in den nächsten Tagen oder Wochen auch tun werde. Bis dahin: Musik. Die Dave Matthews Band bot am letzten Wochenende eine tolle Version des Blue Oyster Cult-Songs „Don’t Fear the Reaper“ dar, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Womit wir dann doch ein Tribute für LeRoi hätten, irgendwie.


Video: Don’t Fear The Reaper – 9/3/11 – Synced Audio/Complete – Preliminary Version bei Youtube

One year ago today…: LeRoi Moore

Heute vor einem Jahr ist LeRoi Moore gestorben. Irre, dass das schon wieder so lange her ist. Viele gute und schöne Worte sind heute schon über LeRoi geschrieben worden, so dass ich da gar nicht viel ergänzen kann. Stattdessen höre ich mir heute Abend seine letzte Performance in voller Länge an und tanze ein bißchen mit dem Groogrux King.

Dave Matthews Band – Big Whiskey And The GrooGrux King (2009)

bigwhiskeycover

Everyday“ habe ich durchaus gemocht – weil es anders war als alles vorher, und weil es riskant und geradezu todesmutig anmutete: eine Song-Platte, produziert von einem Hit-Giganten, und das nach diesen drei tollen, phänomenalen, unerreichbaren Vorgängern! „Busted Stuff“ fand ich „so lala“… – die „Lillywhite Sessions“ fand ich frischer, aber alles in allem war die Platte schon okay, ein paar zentrale Songs, und irgendwie eine Reminiszenz an die 90er.. „Stand Up“ habe ich mir schöngeredet: bis heute mag ich viele der Songs und reibe mich eher an der Produktion und am Tracking denn am Songwriting – aber trotzdem war das nicht mehr die DMB, in die ich mich damals verliebt habe… Inzwischen ist ein Bandmitglied verstorben, sind vier Jahre vergangen, liegen die kreativen Hochzeiten mehr als zehn Jahre zurück.

Und da kommt die Dave Matthews Band mit Big Whiskey And The GrooGrux King daher, einem Album, dass jeden Zweifel wegwischt und zeigt, wozu sie in der Lage ist. Es wäre unsinnig, einzelne Tracks herauszuheben oder bestimmte Passagen gesondert zu erwähnen – seit langem habe ich kein derartiges homogenes, stimmiges, rundes Album gehört. Eine herzliche Hommage an den verstorbenen Freund, ein stolz gespreizter Mittelfinger in Richtung Kritiker und Nörgelfans, ein geradezu unverschämt starker Zyklus guter Songs; alles in allem ein Album, wie man es sich von einer Band wünscht, die sich bereits in den Neunzigern in die Unsterblichkeit musiziert hat – eine meiner Lieblingsbands ist zurück, und zwar ohne Wenn und Aber, ohne jeden Zweifel und ohne jede Relativierung: es ist derzeit ein Hochgefühl, DMB-Fan zu sein.

siebenSONGS 17. Mit Tricky, Okkervil River, Widespread Panic u.a.

Diese neuen siebenSONGS beginnen mit einer melodieseligen Miniatur aus Schweden und enden mit dem Rough Mix eines Stückes von Soko, das die Band aus aktuellem Anlaß online gestellt hat.

Fredrik – Black Fur (mp3)

Widespread Panic – Up All Night (mp3)

Okkervil River – Lost Coastline (mp3)

Tricky – Past Mistake (mp3)

The New Year – The Company I Can Get (mp3)

Cameron Latimer – Empty Saddle (mp3)

Soko feat. LeRoi Moore – In November Sunlight (rough mix) (mp3)

Forever FOB

Ich nochmal. Heute ist ja der 20. August, fällt mir kurz vorm Schlafengehen noch ein. Das heißt: heute jährt sich zum neunten Mal der Tod von „Brooklyn“ Bobby Sheehan, dem Gründungsbassisten der Blues Traveler. Das sollte nicht unerwähnt bleiben, gerade an einem Tag wie heute, der mit einer anderen fiesen Nachricht begann. Ich habe einen Weg gefunden, um das Gedenken an Bobby und das Trauern um LeRoi zu verbinden. Unmittelbar, nachdem ich diesen Eintrag abgeschickt habe, werde ich meine Stereoanlage aufdrehen, und mir laut diesen Track anhören: Blues Traveler (mit Bobby) feat. LeRoi Moore – 100 Years, live am 20. August (das darf doch wohl nicht wahr sein!) 1994 (mp3). Rest in peace, Bobby und LeRoi.

LeRoi Moore ist tot

Habe grade meinen Feedreader angeschmissen und lese an allen Ecken und Enden eine schlechte Nachricht, die mich um Fassung ringen lässt: LeRoi Moore, der Saxophonist der Dave Matthews Band, ist gestern völlig unerwartet im Alter von 46 Jahren gestorben. R.I.P.

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Mike Greenhaus
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