Aufholjagd: Neue Platten im Überblick

So viele gute Alben, die mir in der letzten Zeit begegnet sind – und so wenig Zeit, über sie alle ausführlicher zu schreiben. Damit sie nicht ganz durchrutschen, hier ein paar Empfehlungen „im Schnelldurchlauf“.

Saul Zonana – Blue Monkey: Songwriter Zonana haut schon wieder ’ne CD raus, diesmal eine Art Pop-Platte mit Jamband- und Progrock-Einflüssen. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, später dann süchtig machend.

Jai Agnish –  Awake When You Dream: Super Folkplatte, reduziert auf ein paar Akustikgitarren, Keyboardmelodien, Harmoniegesänge und Percussion-Sprengsel. Und dann gibt’s das gesamte Album auch noch für lau. Unbedingt runterladen!

G. Love & Special Sauce – Superhero Brother: G. Love klingt wie G. Love klingt wie G. Love. Und das ist gar nicht so schlimm. Heiteres, bisweilen harmloses zehntes Album – das mich wohl für immer an meinen Sommerurlaub erinnern wird: „Who’s Got The Weed“ im Auto auf dem Weg zum Denver Airport.

Damien Dempsey – The Rocky Road: Der Mann ist auch verblüffendend arbeitswütig. Diesmal keine neuen eigenen Songs, sondern Irish Folk-Klassiker, eingespielt u.a. mit Kollegen von den Chieftains. Sehr irisch, sehr folkig, sehr schön.

Conor Oberst – Conor Oberst: Als die Platte frisch rauskam, war ich zunächst enttäuscht, weil mich das Soloalbum partout nicht so umhauen wollte wie die letzten Bright Eyes-Alben. Inzwischen hab ich meinen Frieden damit gemacht, ein paar Songs finde ich brilliant („Cape Canaveral“), ein paar nervig („I Don’t Want To Die In A Hospital“), die meisten gut.

Dave Matthews Band – Live Trax 13 (2008-06-07 Bush Stadium, St. Louis, Missouri): Wäre das ein normales Jahr für DMB und ihre Fans, könnte ich jetzt sowas schreiben wie „souveränes Live-Album; welcome back, Mr. Tim Reynolds an der E-Gitarre“. Aber so höre ich diese Aufnahme und krieg bei jedem Saxophonsolo Gänsehaut und werde schwermütig – LeRoi Moore ist tot und das ist auch drei Monate nach der Hiobsbotschaft echt schmerzhaft.

Dumpstaphunk – Listen Hear: Seit einigen Jahren sorgt Ivan Nevilles Dumpstaphunk-Combo mit ihren Konzerten für Furore – brachialer, konsequenter Funk, tief verwurzelt in den musikalischen Traditionen New Orleans‘. Das hier ist das erste offizielle Studio-Werk. Eine kurzweilige EP, aber live gehen Ivan & Co. noch wesentlich mehr ab.

So, und jetzt geh ich die MB und guck mir Josh Rouse an!!

siebenSACHEN vom 29. April 2008. Mit The Roots, Damien Dempsey, David Sedaris u.a.

– Super – schon wieder ne neue Damien Dempsey-Platte! Auf „The Rocky Road“ gibt’s wohl mehrheitlich Traditionals und Cover, das Album erscheint am 6. Juni in Irland und am 9. Juni in Großbritannien, die erste Single „A Rainy Night in Soho“ kommt am 30. Mai.

– Zehn Fragen an Keith Caputo stellt gaesteliste.de

– 109 Notizen, Storys und Bildchen, gemalt von den Lieblingskünstlern: Das Musikblog des Guardian stellt die originelle Fan-Sammlung Write Me Stories vor (gefunden hier).

A crowd at a rock show: die Typen 6, 7 und 10 gefallen mir am besten. (via)

David Sedaris schreibt im New Yorker übers Rauchen und Nichtmehrrauchen (was wohl auch Thema seines nächsten Buchs ist), hier das dazu passende Zeit-Interview aus dem Dezember 2007.

– Neues The Roots-Album „Rising Down“ anhören – hier.

– Der in diesem Blog schon öfter abgefeierte Bon Iver mal wieder: Flume, live im Radio.