Wehgetan

Du hast mich magisch angezogen wie ein riesiger Magnet,
warst bereit, jeden zu töten, der mir in der Türe steht,
hast gesagt, wir müssen frei sein von den Fesseln dieser Erde.
Da hab ich noch nicht geahnt, dass bald ich gefesselt werde.
Deine Liebe zu den Menschen ist von besonderer Gestalt,
Du liebkost nicht, Du verzehrst. Und wenns sein muß, mit Gewalt.
Als Du in mein Leben tratst, dachte ich sofort daran, Dich zu küssen.
Doch du hast mir wehgetan

Du hast mir wehgetan

Du verzichtest auf Gekuschel, auf Romantik und Gejammer
Und bevor ich mich versah, war ich in Deiner Folterkammer.
Bei Leuten so wie mir stehn in solchen Räumen Betten.
Doch Du legst keinen flach, Du legst Leute nur in Ketten.
Mein Körper ist gebrandmarkt von zehntausend Blutergüssen:
Auf dem Rücken, an den Beinen, auf dem Hintern, an den Füßen.
Bei Dir kann man sicher sein, Du nimmst jeden richtig ran.
Du bist eigentlich ganz niedlich, doch du hast mir wehgetan

Du hast mir wehgetan

Nur aus Sorge um mein Leben bleibe ich nicht an Dir kleben.
Denn kein Schlag geht Dir daneben, und das schmerzt auf Dauer eben.
Schlag Dir mich aus dem Kopf, schlage wen Du willst und wann.
Aber faß mich nicht mehr an. Du hast mir wehgetan

Du hast mir wehgetan

Text: Daniel Heinze, Musik (Originalversion): Matthias Frommann & Daniel Heinze, Musik (Bluesversion): Daniel Heinze (2002)