Hättste gern

Das hättste gern, dass ich nichts sage
Und tu, als sei das alles nicht geschehn
Das hättste gern, dass ich nicht frage
Und tu, als würd ich alles hier verstehn

Nur leider such ich immer noch die Antwort
Nur leider will ich zweifeln und kapiern
Das hättste gern, dass ich klein beigeb‘
Doch noch will ich dieses Leben nicht verliern

Das hättste gern, dass ich verstumme
Und stehen bleib und nicht mehr weiter weiss
Das hättste gern, dass jede krumme
Tour besser wär als jeder faire Preis

Nur leider ist da viel zu viel am Brodeln
Nur leider will ich längst nicht resigniern
Das hättste gern, dass keiner genau hinschaut
Doch noch will ich diesen Willen nicht verliern

Das hättste gern, dass sich nichts ändert
Und alles bleibt, wie’s ist, weil’s Dir gefällt
Das hättste gern, dass jeder schlendert
Als könnt er eh‘ nichts ändern an der Welt

Nur leider bin ich immer noch im Rennen
Nur leider kriech ich nicht auf allen Viern
Das hättste gern, dass ich jetzt schlappmach
Doch noch will ich dieses Rennen nicht verliern

Ein Tor, der nicht versucht, es zu versuchen
Ein Narr, der nicht probiert, es zu probiern
Wie wär’s, statt immer alles zu verfluchen
Einfach mal ein Lied zu intoniern

Das hättste gern, dass ich nicht ringe
Um Dich und mich, die Welt und um Dein Herz
Das hättste gern, dass ich mich zwinge
Zu tun, als sei das alles nur ein Scherz

Nur leider lieb ich Dich und Deine Fehler
Nur leider gibt’s da nix zu diskutiern
Das hätt ich gern, dass wir uns finden
Noch will ich diese Liebe nicht verliern

Text & Musik: Daniel Heinze, 2011, 2015