Die Ballade vom trunkenen Schwerenöter (Was ich brauche)

Es war wirklich spät, es war tief in der Nacht
Viele Flaschen haben wir schon geleert
Da fällt es mir auf Dein entzückendes Lächeln
Und plötzlich läuft alles verkehrt
Ich starre dich an als wärst du der erste Mensch auf dieser Welt
Wir reden von Kindern, vom Mangel an Liebe und natürlich vom Mangel an Geld

Du lachst und du redest und redest und redest
und ich hör gedankenlos zu
Du sprichst und Du schmunzelst, Du dichtest und runzelst
Die Stirn, und ich denk nur noch: Du
Du bist was ich brauche und das schon seit langem, na klar.
Ich bin wie von sinnen und greif Dir auf einmal beherzt, aber zärtlich ins Haar…

Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Das hab ich nicht so gemeint
Hätt ich nur geahnt was passiert
Hätt ich diesen Platz längst geräumt
Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Du gehst mir nicht mehr aus meinem Sinn
Wie konnt‘ ich denn ahnen dass ich verliebt in Dich bin..

Du wirkst irritiert, ich kanns dir nicht verübeln,
Denn darauf warst Du nicht gefasst…
Ich zucke zurück, denn Dein dümmlicher Blick
Sagt mir, dass Du das eigentlich hasst
Du fragst Dich: Was will der? und denkst drüber nach
Wie Du am besten die Kurve kratzt
Doch als wär ich von Sinnen komm ich Dir noch näher
Und geb Dir ’nen saftigen Schmatz

Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Das hab ich nicht so gemeint
Hätt ich nur geahnt was passiert
Hätt ich diesen Platz längst geräumt
Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Du gehst mir nicht mehr aus meinem Sinn
Wie konnt‘ ich denn ahnen dass ich verliebt in Dich bin..

Das war wohl zuviel, denn jetzt hat Deine Hand
Sich auf meine Wangen gelegt
Nur leider nicht sanft und behutsam erotisch
Nein, sie ist förmlich darüber gefegt!
Ich sag auch noch Danke und lächle dich an,
Und schließlich ergreifst Du die Flucht.
Doch ich humple Dir nach, schließlich bin ich betrunken
Und du vernimmst folgenden Spruch:

Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Das hab ich nicht so gemeint
Hätt ich nur geahnt was passiert
Hätt ich diesen Platz längst geräumt
Wie peinlich entschuldigung tschuldigung
Du gehst mir nicht mehr aus meinem Sinn
Wie konnt‘ ich denn ahnen dass ich verliebt in Dich bin..

Text & Musik: Daniel Heinze, 2001