Der Holzfäller

Ich wache morgens auf, die Arbeit vor Augen
Und Ihr müsst wissen, ich mache sie gut
Ich lebe im Wald und ich arbeite hier
Und tu halt das, was n Holzfäller tut.
Nicht, dass es mir nicht gefällt, ach nein,
Eigentlich liebe ich die Natur.
Nur ständig hier draußen die Arbeit verrichten
Ist kein Leben, sondern Tortour.

Und darum will ich leben
Und ich lebe jetzt
Darum will ich leben!
Nun schau doch nicht so entsetzt.
Leben, wie es wirklich ist:
Mal schön, mal zart, mal hart.
Leben mit allen Ecken und Kanten
Und nichts bleibt mir erspart.

Mein Vater war ein Holzfäller,
Wie sollt es auch anders sein.
Meine Mutter war halt meines Vaters Braut
Und hübsch war sie ungemein
Die beiden haben halt ihr Leben gelebt
Und sind dann irgendwann gestorben
Ich glaube, die tägliche Eintönigkeit
Hat ihren Lebenswillen verdorben

Und darum will ich leben
Und ich lebe jetzt
Darum will ich leben!
Nun schau doch nicht so entsetzt.
Leben, wie es wirklich ist:
Mal schön, mal zart, mal hart.
Leben mit allen Ecken und Kanten
Und nichts bleibt mir erspart.

Ich habe die Chance, die Möglichkeit zu entscheiden:
Will ich vor mich vegetier’n?
Will ich alt werden, sterben, ohne auch nur
Irgendwas zu riskiern?
Oder will es wagen, mit Holzfällermut
Mich in das Abenteuer zu stürzen?
Eines ist klar: ich will, ja ich will!
Es kann mein Leben doch nur würzen…

Und darum will ich leben
Und ich lebe jetzt
Darum will ich leben!
Nun schau doch nicht so entsetzt.
Leben, wie es wirklich ist:
Mal schön, mal zart, mal hart.
Leben mit allen Ecken und Kanten
Und nichts bleibt mir erspart.

Text & Musik: Daniel Heinze, 1994