Notizen vom 2. April 2008

Here lies the shitty album: gibt’s demnächst keine schlechten Longplayer mehr?

– Bald gibts Toast: Neil Young bringt jetzt doch die bisher unveröffentlichte Toast-Session aus dem Jahr 2000 raus.

Plattenveröffentlichungen im Frühling – Pitchfork listet penibel auf.

– Calexico covern die Stones, Okkervil River Jandek und die Stereophonics Sinéad O’Connor, also Prince: Captain Obvious kloppt ein super Mixtape mit Coverversionen raus:

– War doch kein Aprilscherz: das nächste Weezer-Album wird tatsächlich „Weezer“ heißen, wie auch schon die alten Alben „Weezer“ und „Weezer“.

– Wurde aber auch Zeit: die ersten Bestenlisten des Jahres tauchen auf – hier: die besten Alben des ersten Quartals 2008.

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, und die Luft nach Erde schmeckt…: Frühling mit Konstantin Wecker.

Notizen vom 1. April 2008

– Sowas braucht der Dave Matthews Band-Fan von heute: alle, aber auch alle DMB-CD-Cover in bester Auflösung für iTunes und -Pod bei Flickr.

Moby hat die Spendierhosen an und verschenkt Musik an nichkommerzielle Videofilmer und Filmemacher… (via)

Steven Malkmus And The Jicks live in Washington, das gesamte Konzert zum Download (mp3) dank NPR und „All Songs Considered“.

„fly alone“, „all for one“, „believe“, „rain“, „alone“, „give up“, „smile“, „without you“, „you stop“, „goodbye(s)“, „let you go“, „wonderful“, „bring me down“, „sad eyes“: laut.de über das Album „Fly Alone“ der Deutschlandsuchtdensuperstar-Darsteller.

– Das komplette neue Keith Caputo-Album anhören kann man hier.

R.E.M. blicken im US-Rolling Stone auf ihre Alben zurück.

– Die dritte Single aus dem aktuellen Cat Empire-Album ist „Fishies“:

Notizen vom 31. März 2008

Sven Regener: Neuer Roman kommt am 1. September.

– Die NATO macht demnächst Fernsehen.

– Gratis BjörkTribute-Sampler: Indie-Bands covern alles, von „It’s Oh So Quiet“ bis „Army Of Me“. (via)

– Eben bemerkt: meine Band 2zueins! spielt zur Pop-Up, aber eher zufällig… Vom 22. bis 25. Mai steigt die Musikmesse in Leipzig, und wir spielen am 24. Mai im / vorm Ohrakel-Plattenladen am Brühl.

So that, in the end, there was no end: Die 100 besten letzten Romanzeilen hat American Book Review aufgelistet (pdf).

– La Blogotheque in Athens, Georgia: R.E.M. hat jetzt auch ne Takeaway Show.

Der Typ, der nie übt, live… Niels Frevert:

Notizen vom 30. März

– Selbsthilfegruppe für alle, die Damien Rice und David Gray, Adele und Duffy, Josh Rouse und Josh Ritter nicht auseinanderhalten können: The „Twinning“ Of Rock Bands beim Word Magazine.

The Exit arbeiten an einem neuen Album – das waren die mit „Don’t Push“ (mp3)

– Ab morgen: Vieles neu bei Sevenload, schreibt DWDL.

– Neues Notwist-Album im Mai, vorab gibts „Good Lies“ gratis (mp3) – nett, haut mich aber nicht um.

– Die Minneapolis Star Tribune hat mit Vampire Weekend gesprochen.

Jackpot Baby!-Nico hat mit Bernd Begemann gesprochen.

This Is The New Shit: Marilyn Manson in Gebärdensprache…

What Made Milwaukee Famous – What Doesn't Kill Us (2008)

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Liebe auf den ersten Hördurchgang. What Made Milwaukee Famous ist meine Band der Stunde – letzte Woche hab ich sie zufällig in einem Podcast gehört und fand sie gut. Heute war das Album im Briefkasten. „What Doesn’t Kill Us“ ist ein 38minütiger Ritt durch die Popgeschichte. Vom zunächst verstörenden Drama im Opener „Blood, Sweat & Fears“ über die nur vordergründige Leichtigkeit der Single „Sultan“ (siehe Video) bis hin zu Meisterstücken wie „Resistance St.“ (mp3) und dem versöhnlichen „The Other Side“ am Schluß – die fünf Herren aus Austin verdichten Zutaten, die man von den Beatles, The Who, Neil Young, aber auch Radiohead, Muse und Screaming Trees kennt, zu einem dann doch recht eigenständigen und stimmigen Sound. Obendrein ist das geschmackvoll gestaltete Digipak, in das die CD gebettet ist, mal wieder ein guter Beweis dafür, dass physische Tonträger als Einheit von Musik und Artwork einfach eine stärkere Strahlkraft haben als praktische, aber „schnöde“ mp3-Downloads. „What Doesn’t Kill Us“ wird bei mir in der nächsten Zeit wohl auf Dauerrotation laufen: WMMF sind nicht Indie, nicht DIY, nicht everyblogger’s darlings – sie sind brillianter, großer Pop.

Notizen vom 28. März 2008

– Beim Aquarium Drunkard erinnert man sich an die 90er und ans „Yes“-Album von Morphine

– Komplettes Album der Dexateens gratis runterladen

Adam Green besoffen bei Stefan Raab

„Ich liebe die Idee, dass Radio sich Zeit lassen kann. Und dass es ein flüchtiges Medium ist: Kaum ist das Wort über den Sender gegangen, ist es auch schon weg.“ Die Zeit interviewt Radio-Mann Fritz Ostermayer

Also, ich mochte Are You Gonna Go My Way ja sehr…

Tapete Records hat einen YouTube-Channel mit aktuell 33 Videos, demnächst 34, wenn das neue Niels Frevert-Video dazukommt.

– Video: der Wiener Songwriter Florian Horwarth singt mit Cardigan Nina Persson „Baby You Got Me Wrong“ (via)

Mrazmania, mal wieder

Habe eben das neue Album von Jason Mraz vorbestellt, auf dem interessanten Weg. Der normale Weg: „We Sing. We Dance. We Steal Things„, das Ergebnis von drei Jahren Arbeit in mehreren Sessions, kommt am 13. Mai als CD raus. Der interessante: wer vorbestellt, kriegt die Songs des Albums vorab auf drei EPs in alternativen Versionen. Die EPs heißen konsequenterweise „We Sing“, „We Dance“ und „We Steal Things“. Und dann kommt im Mai als Krönung das Album, das alle Songs schließlich in den finalen Versionen bietet. Wer Album und EPs als CD kauft, kriegt zur Belohnung DRM-freie mp3-Downloads aller Veröffentlichungen gratis obendruff. Geile Sache, und ich freu‘ mich wie ein kleines Kind auf die viele neue Musik vom Mr. A-Z, dem ich einfach nicht widerstehen kann.

Notizen vom 27. März 2008

The Black Keys – komplettes Album „Attack & Release“ hören, auf ihrer Website albernes Flashballerspielchen spielen.

– Ein College stolz auf seinen Absolventen: Berklee schreibt die CD Baby-Erfolgsgeschichte auf.

Got Soul? Im neuen Mixed Tape Videoflashirgendwas erforscht Mercedes-Benz den Soul. Und ich find dieses Format (Autobude macht einen auf „Tracks„) übrigens seltsam.

– Mir macht der Typ ja Angst… Ich erinner‘ mich noch mit Grausen an das legendäre „Motivationsvideo„.

Sinéad O’Connor: Covern und Gecovertwerden. Nette Hommage bei Cover Lay Down.

Das is doch mal ne schöne Website. Und die Musik ist auch nicht schlecht.

– Neuentdeckung des Tages: Phosphorescent. mp3 hier, unten das Video zum Song. (via)

Tobias Fröberg – Somewhere In The City (2006)

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Tobias Fröberg ist einer von den Musikern, über die der Rest der Welt offenbar schon seit Ewigkeiten Bescheid weiß. Nur ich hab offensichtlich den Gong nicht gehört und mir dieses geile Zeugs bisher durch die Lappen gehen lassen. Fröberg ist Schwede, beim 2006er „Somewhere In The City“ handelt es sich um sein zweites Album, inzwischen ist 2007 auch schon ein drittes erschienen. Das sind aber alles nur schöde technische Daten – auf die Musik kommt’s ja aber an. Die gewinnt ihre Größe durch clevere Sparsamkeit und eine ungezwungene Schönheit, die sich teilweise erst nach mehrmaligem Hören so richtig erschließt. Super Platte, für mich eine der Neuentdeckungen der letzten Tage. Und während ich das tippe, ist mir völlig klar, dass ich offensichtlich sooo 2006 sein muß, dass es fast schon weh tut.

Reinhören bei Myspace

Video: Tobias Froberg – On God’s Highway (Takeaway Show 33):