Schau in den Morgen? Die Selig-Reunion

selig2009

Hm, eine Selig-Reunion also. Dass die Band Selig am 18. März im Beatpol Dresden ihr erstes offizielles Konzert seit über einer Dekade spielt, ist schon eine Riesensache.

Die ersten Töne, die man von der später im Jahr erscheinenden Selig-Platte vernehmen kann, lassen vermuten, dass hier sehr viel Vertrautes auf uns zurollt: das klingt nach „Hier“, nach „Bruderlos“, nach „Sie hat geschrien“; diese neunzig Sekunden „Schau Schau“ aus dem Jahr 2009 erinnern an eine Zeit aus dem letzten Jahrtausend, an Rauchen in der großen Pause, Abifahrt, ersten Bandprobenraum, erste Studioerfahrungen, erste Liebe, an 1994, 1995, 1996. Selig, so corporate und gemacht sie aus heutiger Sicht auch gewesen sein mögen, waren damals für uns die einzige relevante deutsche Band neben Nationalgalerie: nicht so verkopft wie die Hamburger Schule, tanzbar, reudig, retro, versponnen, Rock statt Diskurs und – vor allen Dingen – mit unverschämt viel Groove.

Nein, es ist mir auch ein paar tausend Tage später absolut nicht peinlich, mich einen Selig-Fan zu nennen. Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, was ich von der Reunion halte, denn Musik ausschließlich aus nostalgischen Gründen zu hören, ist mir schon immer suspekt gewesen – wie wird es sein, Selig zu erleben, ohne der gleiche weltvergessene, flausenimkopfige Abiturient von damals zu sein?

So viel ist mal klar: ich wünsche der Band für alles, was da kommt, maximales Gelingen – und freu‘ mich erstmal drauf like it’s 1995.

(Foto geklaut von der Selig-Myspace-Seite)

Facebook und Känguruhoden

Muss mich heute dringend zu Wort melden. Zweier Dinge wegen. Erstens: meine Band 2zueins!, die grade angefangen hat, eine neue Platte aufzunehmen, hat jetzt bei Facebook, dem studiVZ der Herzen, eine eigene Bandseite. Und zweitens: ich habe eine Meinung zum Dschungelcamp, everyblogger’s Lieblingsshow. Die da wäre: mir ist diese Veranstaltung sagenhaft egal!! Ja, das musste mal raus.

Wie, Du auch? Ja.

Ich twittere neuerdings. Lange hab ich Twitter ignoriert, aber letztlich hat die Neugier gesiegt.

Das Twittern, die Arbeit und auch das Leben erfordern Zeit, und das Hierreinschreiben auch. Letzterers kommt grad etwas kurz. Aber ich bin zuversichtlich, dass a) davon die Welt nicht untergehen wird und b) sich das ja auch wieder ändert.

Ob mich dieses Twitter begeistert? Noch fremdle ich, taste mich ran und weiß absolut nicht, was ich davon halten soll – aber genau das bereitet mir grade verblüffend viel Vergnügen.

Happy Birthday, Sinéad!

Todestag von John Lennon. Geburtstag meiner Oma. Und – Geburtstag von Sinéad O’Connor. Der 8. Dezember ist so ein Datum, mit dem ich viel anzufangen weiß. Weil a) alle anderen über Lennon geschrieben haben und b) ich meine Oma lieber außerhalb dieses Blogs in guter Erinnerung behalte, hier ein „Cheers“ an die Goddess Of Song. Happy Birthday, Sinéad! Und Danke für all die schöne Musik in den letzten 22 Jahren. Wie die hier: Baby, Let Me Buy You A Drink.

Jeremy Kay – Energy (2008)

jeremykayenergy

Was ist eigentlich grade im Internet los? Alle möglichen Dienste, die ich so benutze, verändern sich. Google hat Tapezierwochen und überarbeitet alles mögliche – erfindet z.B. abstruse Themes für Gmail oder entschlackt erfolgreich den Reader, selbst die Maps sehen neuerdings anders aus. WordPress.com, das ich für dieses Blog hier benutze, hat auch mal eben das Dashboard, die Arbeitsoberfläche, komplett überarbeitet – zum Guten hin, soweit ich das bei diesem ersten Test hier einschätzen kann.

Und selbst mein geliebtes eMusic sieht seit ein paar Tagen mal wieder anders aus: hier kann ich nur sagen, dass die Neuerungen grandios sind und eMusic mehr und mehr zu meiner Musikkennenlernquelle Nummer 1 wird, nicht zuletzt durch die neue „Music You’ll Love“-Option, die – basierend auf meinen früheren Einkäufen – neue, passende Musik vorschlägt. Genau so habe ich gestern Jeremy Kay gefunden – dessen 7-Track-EP Energy besteht aus frischen, unbeschwert drauflosgroovenden Popsongs, die locker mit denen von Kollegen wie Marc Broussard, Jason Mraz, Brett Dennen oder Dave Matthews mithalten können; eingängig, unaufgeregt, bescheiden, aber verbindlich genug, um einen bleibenden (guten) Eindruck zu hinterlassen.

Ach, gar nicht so schlecht, dass sich „mein“ Internet grade so wandelt – ganz besonders, wenn dabei Bekanntschaften wie die mit Jeremy Kay herausspringen.

siebenSACHEN vom 2. Dezember 2008. Mit Elton John, Randy Newman, Phish, Johannes Heesters u.a.

– Herrje: jetzt produziert Mark Ronson auch noch Elton John.

– Wunderbar: Randy Newman verschenkt „Losing You“ vom Album „Harps And Angels“

– Satz des Tages: „Ich bin schließlich keine hundert mehr!“ (Johannes Heesters)

– Neu: der großartige Versand CD Baby podcastet neuerdings auch und stellt zum Beispiel Indie-Weihnachtsrockmusik vor (mp3).

– 25 Artefakte zum 25. Geburtstag: Mike Greenhaus huldigt Phish.

Gottschalk im Senftopf: Nachdenken über „Qualität“ im deutschen Fernsehen

– Video: Ocean Colour Scene – I Told You So (2007)

Chris Barron bei WNEW Radio

Lange kein expliziter Spin Doctors-Content hier in meinem kleinen Blog. Zeit wirds: Chris Barron war dieser Tage im Studio des Radiosenders WNEW und sprach u.a. über seine Soloplatte „Pancho & The Kid“, über die Doctors-Reunion 2001 und seine Stimmbändererkrankung 1999. Obendrauf singt er drei Songs live: die Klassiker „Brokenhearted Serenade“ und „Can’t Kick The Habit“ und ein brandneues Lied, irgendwas mit „Just Go Ahead Now“. Okay, war nur Spaß: natürlich „Two Princes“. Das alles gibts hier.

Kleine Neuerung: siebenSÄTZE jetzt mit delicious-Feed

Zur freundlichen Beachtung und Nutzung: delicious sei Dank, gibts auch bei mir jetzt einen „Linkdump“ mit aktuellen Links zu empfehlenswerten Artikeln/Seiten/Angeboten, die mir so auf meinen Streifzügen durchs Internet begegnen. Rechts zwischen der Artikelübersicht und den Kommentaren – angenehme Lektüre wünsch‘ ich.