In eigener Sache I: "Gewinner" in der Freien Presse

Unter dem Titel „Bei ‚Gewinner‘ auf die Texte hören“ berichtete die sächsische Tageszeitung „Freie Presse“ (Regionalausgabe Werdau) gestern über meine aktuelle CD GEWINNER. Launische Lieder live:

Werdau. „Gewinner“ nennt sich das neueste Werk von Daniel Heinze. Vom gebürtigen Werdauer, der jetzt in Leipzig wohnt und arbeitet, gibt es über 70 Minuten handgemachte Musik auf die Ohren. So nebenbei laufen lassen, kann man die Scheibe jedoch eher nicht. Zuhören ist angesagt, denn bei Daniel Heinzes CD „Gewinner“ und von der er sagt, es sind sozusagen launische Lieder live, sind es die Texte, die mitreißen, nachdenklich und mitunter auch Laune machen.

Entstanden sind die 17 Stücke innerhalb der vergangenen zehn Jahre, stammen aus seiner eigenen Feder und wurden in einem Dachgeschoss-Studio vor Publikum im Leipziger Norden aufgenommen. Deshalb nennt es sich eben auch Livealbum.

Daniel Heinze beschreibt sich selbst als Musikant (und nicht als Musiker), als Träumer und als Küchenphilosoph. Küchenphilosoph heißt auch einer der Titel. Und der stammt aus der „dunkelblau“-Produktion, einem Zweimannstudioprojekt. Für Projekte hat der Werdauer offenbar eine Vorliebe, denn außer dem „Dunkelblau“-Projekt war er beispielsweise an der „Fünfreundeformation“ s.m.h. beteiligt, sieben Jahre tingelten sie durch das Land und Daniel Heinze war nicht nur der Sänger, sondern er hat auch die Texte verfasst. Und auf die sollte man sich besonders konzentrieren.

Ein paar seiner Livealbum-Songs hat Daniel Heinze kürzlich mit seinem Compagnon Heiko Dietze in der Laurentiuskirche Leipzig zum besten gegeben. Und das Ganze als Benefizkonzert für die Betroffenen des Hurrikans Kathrina in New Orleans und den Erdbebengeschädigten in Pakistan.“

Autorin: Cornelia Kunze, FP Werdau vom 17. Dezember 2005, Seite 13.

Zum Tod des Papstes

Gestern abend ist „der Papst“ gestorben. Ich setze den Papst deshalb in Anführungszeichen, weil ich (Geburtsjahr 1978) gar keinen anderen als Johannes Paul II. bewußt kenne. Insofern spielte bis gestern sein Name gar keine so große Rolle, er war halt „der Papst“. Es ist ein wirklich seltsames Gefühl, jetzt ohne diese große, mutige und sicher auch streitbare Person zu sein. Andererseits ist es ermutigend und stärkend, all die Christen in Rom und überall auf der Welt zu erleben, zu sehen, wie sie beten und ehrlich um JP2 trauern.

Gestern abend habe ich etwa 30 Minuten nach Bekanntgabe des Papsttodes mit dem Bischof meines Bistums telefonieren und ihm in einem improvisierten Interview einige Fragen stellen können. Wirklich berührt hat mich, mit wieviel Dankbarkeit und Wärme er über Johannes Paul II. sprach:

„Er war wirklich Mensch und er war wirklich auch Bruder. Man hatte nicht den Eindruck, dass man bei einer großen Authorität sein musste, wenn man ihm begegnet ist. Nein, er wollte jedem nahe sein und hatte eine so liebenswürdige Weise, anderen zu begegnen, dass es immer eine Wohltat gewesen ist.“

Schon seltsam, wenn da auf einmal in einem Radiointerview die eigene Stimme und die deines Bischofs brüchig wird…

So viel man vielleicht mit manchen Positionen oder Aussagen Karol Wojtylas gehadert haben mag, eines ist gewiß (und das schreibe ich nicht, weil sich das für Katholiken gehört, sondern weil ich es wirklich so meine): hier ist ganz ohne Zweifel ein großartiger Geistlicher und Kirchenführer gegangen. Möge „der Papst“ in Frieden ruhen.