Vorfreude

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Am 7. April, das ist der Dienstag nach Ostern, erscheint Blow Up The Moon, das zwölfte (!) Studioalbum von Blues Traveler. Diesmal eine Platte voller Kooperationen mit anderen Künstlern verschiedenster Genres, darunter Jewel, Dirty Heads, Plain White T’s, 3OH!3, Hanson, Secondhand Serenade, Bowling for Soup, New Hollow und Thomas Ian Nicholas. BT-Puristen verdrehen da gewiss gleich wieder die Augen, weil dieses Line-Up eher einen wilden Genremix mit Hang zum Pop verspricht und weniger den traditionellen Jamrock-Sound der Band. Die erste Single legt das jedenfalls nahe. Mir egal, ich freu‘ mich drauf!

Blues Traveler Website
BT bei Loud And Proud Records
Blues Traveler Wikipedia
BT Allmusic.com Discography

Autor: Daniel Heinze

radio guy, pr consultant, traveller, music enthusiast: 2% jazz & 98% funky stuff.

2 Kommentare zu „Vorfreude“

  1. Mensch! Schon das zwölfte Studioalbum? Lass mich mal zählen: BT, TNT, SHS, 4, SOTM, B, TBT, B!, CY, NHS, SCTW, BUTM! Wow! Du hast recht! Ich kam erst auf 11 Alben da mir jedes Mal „Cover Yourself“ aus dem Gedächtnis bleibt. Natürlich wurde es im Studio produziert, aber ICH sehe es nicht wirklich als Album an. But that’s just me!…;)

    Zum neuen Album: Ich bin sehr darauf gespannt. Natürlich wirft das Album einen kleinen Schatten auf die Band im Bezug auf die „Die-Hard-Fellow-Traveler-Fans“ da wieder vorausgesehen werden kann das praktisch kein Song, was bei Blow Up The Moon klar der Fall sein wird, aus der originalen unverwechselbaren JP/BT-Feder stammen wird, sondern ein Mix aus JP/BT gepaart mit diversen Künstlern die A) ihren musikalischen Zenit überschritten haben ; B) noch ganz am Anfang der Karriere stehen ; oder C) seit Jahren „on Tour“ sind und vielleicht einen Big-Hit gelandet haben, sein wird.

    Das Gleiche war schon bei SUZIE CRACKS THE WHIP der Fall. Als ich das Album das erste Mal gehört habe konnte ich es nicht leiden. Aber man lernt als Hardcore-Fan zu lieben. Genau wie im Fall von dem bereits veröffentlichten Song „Castaway“. Mein erster Eindruck den ich per Whatsapp herumgeschickt habe war „Grausam! 95% Basedrum gepaart mit fremden Vocals in einer Reggae-Einlage mit demoähnlichem Solo was jeder hätte besser machen können. Und dann der Refrain, nicht gerade catchy und das Lied generell beweist mir wieder das Collaborationen Gift für Bands wie Blues Traveler sind“. Harte Worte von einem Fan der auf seinem Unterarm „BLUES TRAVELER“ stehen hat und die „Black Cat“ ebenfalls auf seinem Rücken als Tattoo hat stechen lassen.

    Und genau davon spreche ich nun. Lieben lernen. Von SCTW habe ich auch nicht anders gesprochen. Anfangs! – nachdem ich „Castaway“ immer wieder an dem Abend gehört habe ist mir eines klar geworden. Dieses Lied hat mehr zu sagen als es scheint. Es strotzt eigentlich von BT-Einflüssen und niemand hätte das Solo in dem Song besser spielen können als John Popper selbst. Man lernt in dem Song das es nicht nötig ist, als John Popper, in jedem Solo innerhalb von 5 Sekunden gefühlte 300 Einzeltöne spielen zu müssen. In der Ruhe liegt die Kraft und Harp-Nuancen sind auch bei Blues Traveler nicht schlecht. Und dann Brendans Bassdrum…. Eigentlich beim ersten Hören unscheinbar und manch einer würde auch sagen „sowas von blöd und Taktfehler zwischen Refrain in das Solo zur Bridge hin“. Aber das ist eben nicht der Fall wenn man sich auf die Musik einlässt und der Band, die man seit Jahren Tag und Nacht hört, die Chance gibt, etwas neues zu probieren und „einfach zu machen“.

    Und genau deswegen LIEBE ich Blues Traveler. Sie machen einfach was in deren Augen richtig ist. Dann mag es auch nicht verwunderlich sein das nahezu jedes Album von einem anderen Label aus vertrieben wird. Aber Blues Traveler bleiben sich treu und forcieren nicht den Top10 Hits Sound. Und mal nebenbei, mit dem 2012 erschienenen Album SUZIE CRACKS THE WHIP haben die Jungs aus Princeton ja auch wieder etwas in den Charts zu sagen gehabt. Man kann es ihnen nur gönnen.

    Egal wie BLOW UP THE MOON werden wird, eines ist sicher: Es ist ein Album von dem die Band selber überzeugt ist. Sonst würde man nicht den Schritt wagen, ein Album auf den Markt zu bringen, was von X-Leuten produziert worden ist.

    „You gotta trust and trust and they trust youuuu!“

    Lieben lernen…

    Gruß,
    Dean

    1. Huhu Dean, ich weiß genau, was Du meinst. Wenn man eine Band derartig liebt, wie Du und ich Blues Traveler, dann heißt das manchmal auch Leiden-Müssen… 😉 Mir geht das manchmal ganz ähnlich, wenn auch mit anderen Sachen als bei Dir: SCTW habe ich auf Anhieb geliebt, und ich finde sogar, dass diese Song-Co-Writing-Sachen der Band gut tun (so schön NHS war, da es die Zeit meines ersten Live-Konzertes der Band war, so ehrlich muss ich jetzt sagen, dass sie zu der Zeit etwas zu ideenarm-gesetzt daher kamen. Da ist doch bei Bastardos, TBT oder eben auch SCTW irgendwie mehr Leben und vor allem mehr Überraschung in der Bude als auf NHS, oder?).

      Ich „ärgere“ mich dafür über andere Sachen: wieso editieren die ihre Livealben so seltsam? Dieses Fade-Out am Ende von „You Lost Me There“ auf „Live On The Rocks“ etwa. Oder generell dieses Ausgefade aus Songs auf „Bastardos En Vivo“ – so geil ich die Aufnahmen finde, so schwer fällt es mir, diese Releases „durchzuhören“. Oder warum um alles in der Welt gabs keine ordentlichen Liner Notes zu den hervorragenden B-Seiten von SCTW? Ich finde schon, dass die Welt wissen sollte, dass diese Songs von Leuten wie Jono Manson und Alejandro Escovedo (co-)geschrieben wurden. Nitpicky und arg nerdy – so sind „wir Fans“ halt, und das ist auch gut so.

      Was das neue Album betrifft: vierzehn neue Tracks. Ja, keiner davon wird „klassisch“ BT sein. (Aber was ist das, „klassisch BT“? Wenn’s danach geht, klang schon Four nicht mehr so „jammy“ wie die ersten drei Alben.) Sie haben offenbar Freude gefunden an diesem Co-Writing-Dings und gehen diesmal halt noch einen Schritt weiter als beim letzten Mal: die ganzen Leute spielen und singen eben auch noch auf den Aufnahmen mit. Sehr gerne doch! Die ganzen „Aber-früher-waren-BT-viel-mehr-Jamband“-Rufer sind mir schon lange egal.

      Ich bin John & Co zutiefst dankbar für das, was sie tun und freu mich immer wieder, dass mir ehrlich gefällt, was sie da so machen 🙂

      Wie gesagt: ich freu mich drauf.

      Viele Grüße,
      Daniel

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