Get Well Soon, Centraltheater Leipzig, 3. März 2010

Zurück von der Get Well Soon-Show im Centraltheater. Und angetan. Davon, dass es mehr war als ein aufgewärmter Musebeirutcalexicoradiohead-decemberistsplacebo-Eintopf. Das war nämlich meine leise Befürchtung im Vorfeld. Doch nein: diese Herrschaften plus bezaubernder Dame wissen sehr genau, was sie tun, haben dieses Laut-Leise-Dingens perfekt drauf und bieten echt guten, bisweilen ergreifenden Melancholie-Rock-Zauber, wunderbar unterstützt durch detailversessene Videoanimationen und dezente Lichtshow.

Klar, ich könnte jetzt kritisch anmerken, dass da für meinen Geschmack schon zuviele Halbplaybacks waren, die das ganze erst so richtig „groß“ wirken ließen. Logisch, ich könnte dann auch noch hinzufügen, dass diese neunzigminütige Dauereuphorie-Inszenierung so in der Summe ganz schön kitschig war. Und notieren, dass da zwar jede Menge Leidenschaft, aber auch eine gewisse professionelle Kühle von der Bühne aus ins Publikum strahlte. Get Well Soon sind halt keine knuffige Lieblingsband, mehr so ein Künstlerkollektiv mit einer Vorliebe für Pathos. Ich könnte diese ganzen Meckereien aber auch stecken lassen und mich einfach nur darüber freuen, dass mich Get Well Soon heute Abend bestens unterhalten haben.

Genau das mach ich jetzt auch.

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