Mando Diao – Give Me Fire (2009)

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Sie wissen nicht so recht, wohin.

Mando Diao, einst die Könige der Ohrwürmer und ungestümen Dreiminutenhymnen, haben ein neues Album veröffentlicht. Give Me Fire heißt es und macht da weiter, wo der Vorgänger „Never Seen The Light Of Day“ aufhörte: schon der war ja ein versuchter Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern. Während es auf „Never…“ in Richtung Folk und Krautrock ging, liebäugeln die Schweden diesmal aber vor allem mit Disco und Pop. Und das steht ihnen streckenweise gar nicht mal schlecht; viele der Songs funktionieren und haben Charme, etwa die Singles „Gloria“ und „Dance With Somebody“, der Titelsong oder auch „Maybe Just Sad“.

Nur schiessen sie halt auch einige echte Böcke, besonders in der zweiten Hälfte: das Sechsminutenstück „Crystal“ ist nichts anderes als ein viel zu langer Roger Whittaker-Schlager, „You Got Nothing On Me“ erinnert an Oldieradio-Seventies-Rock á la Slade und Steppenwolf, beim Schlusstrack „The Shining“ schließlich wartet man darauf, dass jede Sekunde Gloria Gaynor um die Ecke kommt und „I Will Survive“ röhrt. Mit „Give Me Fire“ ist Mando Diao ein kurzweiliges Album gelungen – kurzweilig im Sinne von „gute Unterhaltung“ und „manchmal leider unfreiwillig komisch“.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

1 Kommentar zu „Mando Diao – Give Me Fire (2009)“

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