Kurz und klein: Neue Musik von Regina Spektor, Ivan Neville, G Love, Jason Mraz und Soulive


Eine ganze Menge CDs und Downloads haben sich in den letzten Wochen und Monaten hier bei mir angesammelt. Zu viele, um jeder einzelnen Veröffentlichung einen einzelnen ausführlichen EIntrag zuteil werden zu lassen, das schaff ich einfach nicht. Ohne Frage, das neue Meisterwerke von Chris Barron etwa, das wird hier demnächst ausführlich besprochen (wenn es denn endlich mal offiziell erscheint…). Und auch für die Neuigkeiten von Gov’t Mule, G Love und John Mayer möchte ich mir demnächst ganz viel Zeit lassen können. Aber hier einfach ein schneller Rundumschlag über Platten, die mich derzeit gerade bewegen, begeistern und/oder tanzen machen…

Regina Spektor – Begin To Hope (2006)
Verblüffende Platte der gebürtigen Russin mit der unverkennbaren Stimme. Deutlich farbenfroher arrangiert als das 2004er Album „Soviet Kitsch“. Melodien, die sich im Hirn festfräsen. Wie diese Frau gleich im Opener „It breaks my hehahahaheart“ singt, ist phänomenal. Und „Hotel Song“ ist schon jetzt einers meiner Lieblingslieder des Jahres. (8/10)

Soulive – Break Out (2005)
Die Band, die in den USA der Jambandszene zugeordnet wird, hat auf „Break Out“ einen deutlichen Schritt in Richtung Soul gewagt und das sichere und geschätze Funk-Terrain etwas verlassen. Außerdem gibts zahlreiche Gäste und etliche Gesangseinlagen, was für Soulive eher untypisch ist. Veränderungen jedoch, die sich absolut positiv auf das Ergebnis auswirken. „Break Out“ ist feinster, tanzbarer Soul mit vielen alten Bekannten: Ivan Neville schaut vorbei, der gute Robert Randolph hat auch mal im Studio „Hallo“ gesagt und selbst Chaka Khan ist mit von der Partie. Und genau so, wie man sich das nach solch einem Namedropping vorstellt, klingt diese Platte auch. Nämlich klasse. (8/10)

Ivan Neville’s Dumpstaphunk – Live At The 2005 New Orleans Jazz And Heritage Festival (2005)
G Love & Special Sauce – Live At The 2005 New Orleans Jazz And Heritage Festival (2005)
Nur ein paar Wochen, bevor in New Orleans die Hölle in Form von Katrina losging, gab es dort eine neue Ausgabe des legendären Jazzfestivals, und zahlreiche Aufnahmen dieses Fests gibt es in verschiedenen Plattformen (z.B. iTunes) als hervorragend abgemischte Livemitschnitte zu kaufen (nicht als CDs erhältlich). Und weil ich gerade über Soulive und Ivan schrieb, kam mir Nevilles Dumpstaphunk in den Sinn. Ivan Neville aus dem weltberühmten Nevilles-Clan (ein Sohn von einem der Nevillebrotherbrüder) hatte bis 1995 eine beachtliche Solokarriere, war dann für ein paar Jahre Mitglied der Spin Doctors, brachte vor drei oder vier Jahren sein bisheriges Meisterwerk „Saturday Morning Music“ raus und ist seit etwa dieser Zeit mit dieser Band hier unterwegs. Sen-sa-tio-nell. Du wirst tanzen, lachen, mitwippen, Dir noch ein Bier aus dem Kühlschrank holen und den Funk genießen. Denn der gute Ivan und seine Band wissen, wie der geht. Das pure Vergnügen, daher (10/10). Und ehrlich gemeinte (8/10) kriegt auch G Love für seine Jazzfest 2005-Performance. Gewohnt zappelig, gewohnt schräg und gewohnt clever. Genau die richtige Einstimmung, wenn man – wie ich – seit Tagen darauf wartet, dass der Postmann nun endlich mal das neue G. Love-Album vorbeibringt.

Jason Mraz – Geekin‘ Out Across The Galaxy EP (2006)
Nach dem aufwendig produzierten 2005er Album legte Jason Mraz unlängst diese EP nach und beweist damit einmal mehr, dass große, fette Studioalben von und mit ihm zwar toll und schön und supi und knorke und dufte sind, der Herr aber nicht zwangsläufig ein ganzes Orchester um sich herum benötigt, um einnehmende, intensive, berauschende Performances abzuliefern. Diese über iTunes erhältliche Sammlung enthält fünf Livesongs, darunter das rare „Galaxy“ sowie einen gelungenen Remix von „Geek In The Pink“. Mraz ist und bleibt ne coole Sau, und das hier ist der nächste Beweis. (7/10)

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

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