NP: Neil Diamond – 12 Songs (2005)

Hmm… Das ich mal in einen Plattenladen wackele und eine CD von Neil Diamond erstehe, das hätte ich mir noch vor ein paar Wochen weiß Gott nicht träumen lassen. Neil Diamond? Kitsch, langweilig, sülzig, nix für mich – genau das hätte ich noch vor ein paar Wochen geschrieben, wenn ich gemußt hätte.

Aber dann habe ich im Radio einen Song gehört, der mich so beeindruckt hat, dass ich mehr erfahren wollte über den älteren Herrn, der da singt. Dankenswerterweise bekam sich der sonst immer so gediegen daherkommende Deutschlandradio-Mensch nach dem Song kaum wieder ein vor Freude, und er erzählte mir in aller Ausführlichkeit, um wen es sich handelte. Nämlich um Neil Diamond. Ein Track aus dem neuen Album 12 Songs.

Tja, und genau das läuft dieser Tage in meinem CD-Player rauf und runter. Rick Rubin hat es produziert, und wie schon bei den „American Recordings“ von Johnny Cash schafft Rubin es erneut, einen – darf man das schreiben, ohne das es unhöflich klingt? – betagten Künstler zeitlos, unglaublich würdevoll und groß klingen zu lassen. Klasse Songs, dezente, treffende Arrangements, erstaunlich viel Humor – die „12 Songs“ sind ein liebevolles, warmes Album, das einen ganz wunderbar darüber hinweg tröstet, dass von Frühling weit und breit noch nichts zu merken ist. Aber das wird schon noch. (7/10)

Autor: Daniel Heinze

radio guy, pr consultant, traveller, music enthusiast: 2% jazz & 98% funky stuff.

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