Top 10 2005. Platz 1: Josh Rouse – Nashville

Schon komisch: die vielleicht unscheinbarste, unaufgeregteste Platte des Jahres ist für mich zur wichtigsten und schönsten 2005 geworden. Nashville, das fünfte Studioalbum von Josh Rouse ist ein wahrer Schatz. Zehn Songs, die für Rouse eine Art Resümee, Schlußstrich darstellen – aufgenommen kurz vor seinem Umzug nach Europa, kurz nach der Trennung von seiner langjährigen Partnerin.

Dabei ist „Nashville“ alles andere als ein düsteres oder verzweifeltes Album. Ganz ähnlich dem großen Wurf und Vorgänger-Opus „1972“ beweist Rouse ein Händchen für warme, geschmackssichere Arrangements, die, würde man sie weiter übertreiben oder stärker ausbauen, schon fast kitschig klängen. Tun sie aber eben ganz und gar nicht. Ob es nun die verblüffenden Satzgesänge sind oder die allgegenwärtige, aber nie aufdringliche Steel Guitar oder auch die breiten Streicher in dem einen oder anderen Stück – immer passen Instrumentierung und Song bestens zusammen. Denn die Songs treffen ganz unmittelbar ins Herz, werden binnen Sekunden zu Vertrauten und könnten sich unmittelbarer und näher kaum anfühlen.

Was diese Platte so besonders macht? Schwer zu beschreiben, irgendwie. Warum verliebt man sich? Ist doch egal. Wichtig ist doch, dass man sich verliebt.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

1 Kommentar zu „Top 10 2005. Platz 1: Josh Rouse – Nashville“

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