Top 10 2005. Platz 7: Mon)tag – Sender

Mon)tags erstes Album „Gefallen“ hat Maßstäbe gesetzt: Wohlklang, Ästhetik, intelligentes Songwriting, geschmackssicherer Pop, aufgenommen und produziert in Eigenregie. Zwei Jahre später legt das Hamburger Trio den Nachfolger vor, und stößt damit den einen oder anderen geneigten Hörer zunächst vor den Kopf. Auf Sender geht es deutlich ruppiger, aggressiver zur Sache als man das in Erinnerung hatte. Mon)tag auf Platte und Mon)tag live nähern sich quasi stärker an – und das gelingt ganz formidabel: vom gigantischen „Für Bitte“, dem hymnischen Opener in diese leicht neurotische und bisweilen schwer verdauliche Reise, bis hin zum fast schon punkig dahingerotzten Hidden Track „Ein Anfang“.

Dieses Trio rockt, versteht es aber auch, clevere Zwischentöne beizugeben, ein melancholisches Sehnen und Wünschen hinzuzumengen und so einen wirklich markanten, eigenen Sound zu entwickeln. Da sind Zitate genauso erlaubt wie wirklich genuine, eigene Ideen. Um’s kurz zu machen: Mon)tag ist eine feine Gitarrenband mit klarem musikalischem Profil, sympathischen Leuten und einer geilen zweiten Platte.

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Autor: Daniel Heinze

radio guy, pr consultant, traveller, music enthusiast: 2% jazz & 98% funky stuff.

1 Kommentar zu „Top 10 2005. Platz 7: Mon)tag – Sender“

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