NP: Robert Cray – Twenty (2005)

Robert-Cray-Platten sind wie Kaffeetrinkverabredungen mit einem alten, wirklich guten Freund: Du weißt, wie er tickt. Du magst ihn so, wie er ist. Du hast vorher in etwa eine Vorstellung davon, was Dich erwartet. Und wirst dann doch hier und da mal überrascht: weil der alte, wirklich gute Freund was Neues zu erzählen hat. Oder weil Du das Gefühl hast, dass es ihm wirklich gut geht, er nicht ganz so zerstreut und fahrig ist wie beim letzten Treffen. Oder weil Du Dich bei ihm schlicht und einfach geborgen fühlst, nicht schauspielern mußt und so.

Robert Cray hat also mal wieder eine Platte gemacht. Twenty heißt sie und macht Spaß. Da ist wieder dieser bluesschwangere Sound, da sind wieder diese mitunter ein wenig abgeklärt anmutenden, oftmals aber aus der Seele sprechenden Geschichten von unerwiderter Liebe, erfüllter Liebe, verlorener Liebe, von Liebe halt. Diese glasklaren Gitarrensounds, diese zurückhaltende und doch unverschämt funky daherkommende Band. Diese vertraute Stimme.

Schön, diesen Cray zu kennen. Schön, mal wieder was von ihm zu hören. Ja, es scheint ihm gut zu gehen. Ganz der Alte, und doch immer wieder für eine Überraschung gut. Kaffeetrinkverabredungen wie diese würde ich glatt im Monatsabo beziehen. And the rest doesn’t really matter…

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Autor: Daniel Heinze

radio guy, pr consultant, traveller, music enthusiast: 2% jazz & 98% funky stuff.

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