Rock Hard Times: Tele / Wir sind Helden / Weezer

Eine Reihe lesenswerter Artikel ist mir in den letzten Tagen untergekommen, und ich möchte es nicht missen, hier darauf hinzuweisen. Zunächst mal gibt da es eine neue Story auf Musikreportage.de. Und zwar über die höchst interessante deutsche Band Tele:

In den Häuserschluchten Berlins dimmt eine mächtige Nebeldecke diesen Spätsommertag 2004 schon früh dunkel. Ich treffe Tele während einer ersten Tourpause zu ihrem Major-Debutalbum „Wovon sollen wir leben“, das im Oktober mit einiger Verspätung bei Universal veröffentlicht wurde. Ich werde in einen ungefähr zehn Quadratmeter grossen Raum geführt, in dem die Instrumentals mit dem Gesang vollendet wurden. Er befindet sich in der Wohnung von Drummer Stefan Wittich und Keyboarder Patrick Reising. Das „Musikzimmer“, wie es genannt wird, befindet sich am Ende eines langen Ganges, der noch an Bad und Kleiderschrank vorbeiführt. Es dient momentan als Echtzeit-Wohnraum, aber mehr als Bett und Schreibtisch passen nicht hinein. Das einzige Fenster führt zum Hinterhof, und ich höre Mülltonnen zuklappen. Die ganze Wohnung ist mit Equipment, Schlagzeugcases, Gitarren und allerlei Kisten zugestellt. Ständig stösst man sich die Schienbeine oder schürft sich Haut an namenlosen Gegenständen auf. „Wir bauen noch am Proberaum“, bekomme ich beinah entschuldigend zu hören. Tele sind gerade angekommen, gerade neu hier, eigentlich schon eingelebt, aber zuviel unterwegs. Am Anfang und schon mittendrin. Zwischen den Orten.

Was folgt, ist eine unterhaltsame und lesenswerte Reportage: hier entlang!

Um eine andere deutsche Band kommt man dieser Tage ja gar nicht herum: Wir sind Helden haben ihr zweites Album veröffentlicht, lachen von den Titelblättern der Musikmagazine dieses Landes und werden von allen geliebt. Schon komisch: obwohl ich keine einzige CD dieser Band besitze und auch nicht alle mir bekannten Stücke gut finde, sind mir die „Helden“ dennoch äußerst sehr sympathisch (ich nenne das den „Fettes-Brot-Effekt“, bei denen gehts mir genauso). Angenehm ist obendrein, dass man locker zwei, drei Interviews mit Judith und Co lesen kann und dennoch nicht immer das Gleiche erfährt. Eines der zahllosen Promo-Interviews der Band findet sich derzeit auf laut.de:

Hattet ihr noch andere Titel, oder stand „Von Hier An Blind“ von Anfang an fest?

Judith: „Gekommen Um Zu Bleiben“ war als Albumtitel auch relativ weit vorne. Wobei wir unterschiedlich überzeugt davon waren, ob der Witz auch so weit trägt. Denn das Album ist in größeren Teilen ja auch sehr melancholisch geworden. Da waren wir sehr lange sehr unsicher. Und dann hat sich heraus kristallisiert, dass „Gekommen Um Zu Bleiben“ die erste Single werden soll. Damit konnten wir den Witz schon mal machen, der war also schon versorgt. Es ist ja ganz fürchterlich, an einem Witz zu ersticken. Auf der anderen Seite fanden wir es auch blöd, beides so zu nennen. „Von Hier An Blind“ war auch von Anfang an weit vorne. Das waren die beiden Favoriten. Wir hatten aber auch „Wir Sind Helden Und Die Familienjuwelen Von Castle Dirk“.

Noch mehr, ähm, aufschlußreiche Erkenntnisse finden sich hier.

Zu guter Letzt noch was Neues von Weezer. Die bringen in ein paar Tagen ein neues Album raus und sind ab 5. Mai die Titelstory im US-Rolling Stone („Rivers Cuomo hasn’t had sex in two years, and boy, is he ready to rock“). Erste Auszüge aus der Reportage sind bereits jetzt online zu haben:

A couple of days ago, Rivers Cuomo was helping his parents out with an epic spring cleaning at their house in suburban Connecticut — „I was the motivational coach,“ he says. „My role was to ask, ‚Do you really need this third can of hair spray?‘ “ — when it was decided that it would be better not to do the European promotional tour for Weezer’s new album, Make Believe, the band’s first record in three years. That meant two weeks free before they started rehearsals for the Make Believe tour. That meant Cuomo could do some more vipassana, a strict style of meditation developed by the Buddha and passed down by Burmese monks.

Eintauchen in die seltsame Welt des Rivers Cuomo kannst Du hier.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

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