NP: Josh Rouse – Nashville (2005)

Sie ist recht kurz (39 Minuten). Sie ist in blau gehalten (optisch wie musikalisch). Und – sie macht glücklich. Die Rede ist von „der neuen Josh Rouse„. „Nashville“ ist ein wunderbares kleines Album geworden, dass ich hiermit wirklich jedem wärmstens ans Herz legen möchte. Tolle Melodien, liebenswerte Arrangements und immer neue, unerwartete Wendungen. Über allem schwebt, thront, sitzt, tanzt die zerbrechliche Stimme von Josh, während man den Studiomusikern die Freude an diesen Kleinodien förmlich anhören kann.

Ich habe es für nahezu unmöglich gehalten, dass nach der in sich so wunderbar schlüssigen und schönen CD „1972“ etwas mindestens ebenbürtiges nachfolgen könnte. Und siehe da – „Nashville“ stellt den Vorgänger sogar noch in den Schatten. Jedes einzelne dieser zehn Lieder wirkt sofort vertraut, aber nie abgedroschen oder gewöhnlich. Spätestens bei Stück Nummer 8, Sad Eyes, ist dann aber alles zu spät. Was als einfühlsame Klavierballade beginnt, endet mit einem wahrhaft pompösen Showdown in bester Beatles-Manier. Kurz und gut: „Nashville“ ist die bisher schönste, sanftmütigste und – beste Veröffentlichung des Jahres. Wow.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

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