Rock Hard Times: Mark Lanegan / Cake / Tribute to Lynryd Skynyrd

Er war mal der Sänger der großartigen Screaming Trees, und sorgt auch mit seinen Soloalben für Furore. Dann und wann flirtet Mark Lanegan auch mal mit den Queens Of The Stone Age. Die lieben Leute von Laut.de haben Mark während seiner Promotour für sein aktuelles Soloalbum getroffen. Daraus ist ein lesenswertes Interview entstanden:

Wie zufrieden bist du mit dem neuen Album? Die Plattenkritiken sind eigentlich durchgängig super!

Das mit den guten Reviews bin ich gewöhnt! (grinst) Nein, das freut mich schon. Vielleicht liest jemand über mich und kauft sich dann das Album. So finde ich neue Musik! Wenn ich eine Kritik lese und das wie etwas klingt, was ich interessant finden könnte, dann hol ich’s mir. Meistens liegen die Kritiker allerdings falsch. „Don’t buy it, they’re lying!“ Aber weißt du, wenn ich denen Glauben schenke, die mich gut finden, so muss ich mir auch die anhören, die mich Scheiße finden. Ich versuche, es nicht persönlich zu nehmen. Ich bin ja zufrieden mit dem Album.

Bist du denn überrascht davon, dass so viele Leute dein Album mögen? Es ist ja schon anders als deine früheren Platten! Deine EP vom letzten Jahr war ja eine ganz andere Baustelle!

Musikalisch ist es schon sehr abwechslungsreich. Für mich meine ich, ich erfinde ja nicht das Rad neu. Ich wollte eine Platte machen, die all das repräsentiert, was ich mit meinen begrenzten Mitteln gerne mache. Das wäre Rock and Roll! (lacht) Country and Western! Das letzte Album, „Field Songs“, hat mich auch sehr zufrieden gestellt, aber danach wollte ich … Weißt du, als ich angefangen haben, war ich in einer Rockband …

Das ganze Interview mit dem Titel „Die Queens wissen, wie man Spaß hat“ liest Du hier.

Die neue Cake-Platte „Pressure Chief“ bereichert den Musikherbst 2004 seit einigen Wochen, in diesen Tagen waren die Jungs auch in Deutschland live zu sehen. Ein guter Freund von mir war in Berlin bei der Cake-Show, kam geläutert und als ein besserer Mensch wieder (er hat jetzt dieses Dauerleuchten in den Augen). Ich selbst hatte noch nie das Cake-Live-Vergnügen. Aber das jüngste Review vom Kölner-Konzert der Herren, gefunden auf gaesteliste.de, hat mich noch einen Zacken neidischer gemacht, dass ich Berlin verpasst hab:

Es war ein ziemlich bunter Haufen, der sich an diesem Abend durch den einsetzenden Schneeregen nach Köln-Longerich gekämpft hatte und dafür sorgte, dass sich fast das Schild „ausverkauft“ wiedergefunden hätte. Da waren die Menschen im besten Alter, die so aussahen, als kämen sie gerade aus dem Büro, die Mädels, die am Wochenende wieder in der Ü30 Disco sind, aber auch einige in Schwarz gewandete Gestalten – dabei wurde das Konzert doch nicht von den einschlägigen Magazinen der Düster-Szene, sondern von Gaesteliste.de präsentiert -, und auch die obligatorischen Bengels in den Trainingsjacken waren am Start. Zumindest ein wahrer Fan war auch da. Der hatte sich schon in der Umbaupause heiser geschrieen und verlangte seiner mit ebensolcher Stimme schon vor dem ersten Ton nach einer Zugabe. Der junge Mann war vermutlich völlig auf Drogen – oder völlig auf Cake!

Den ganzen Konzertbericht kannst Du hier lesen.

Abschließend noch ein Auszug aus einer Kritik zu einem Sampler, der rein aus Sammlergründen demnächst bei mir eintrudeln dürfte: „Under The Influence – A Tribute To Lynyrd Skynyrd“. Hmmm… Nicht, dass gegen Lynyrd Skynyrd was einzuwenden wäre. Aber Tribute-Alben sind immer irgendwie komisch. Was solls, die Blues Traveler sind mit von der Partie, also muß der Hobbyarchivar nun mal seiner Pflicht nachkommen. So schreibt Brian Ferdman von jambands.com über den Sampler:

Ever since the advent of the compact disc, tribute albums have seemed to crop up like wildfire. Only on rare occasions do these tribute albums constitute actual tributes, and more often than not, tribute albums serve as little more than a cheap marketing ploy for the bands and producing record label. Under the Influence: A Jam Band Tribute to Lynyrd Skynyrd and Boogaloo To The Beastie Boys each take different paths to „honor“ their subjects. The former employs a variety of bands to do the dirty work, while the latter constructs a band of jazz and funk musicians to handle the job. Not surprisingly, both efforts are a mixed bag with nice successes and a few horrible failures.

Und obwohl die Blues Traveler, die für diesen Sampler „Free Bird“ eingespielt haben, nicht wirklich gut wegkommen, gibts hier ganz freiwillig den Link zum Rest dieses Reviews.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

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