Mixtape (5)

Ein Mixtape vom 28. Februar 2001. Jede Menge gute Bekannte, aber auch ein paar Songs, die mir lange nicht mehr zu Ohren kamen. Hat Spaß gemacht, diese alte Zusammenstellung mal wieder anzuhören…

EELS – I LIKE BIRDS
Ein klares, kleines Statement: E von den Eels gesteht, dass er Vögel mag. Mehr nicht. Das schöne an den Eels: aber eben auch nicht weniger. Ein lustiges Singalong, das Frühlingslaune verströmt.

BLUES TRAVELER – 12 SWORDS
Das erste Stück der feinen, feinen EP „Decision Of The Skies“ von Blues Traveler, die Du Dir übrigens komplett und ohne zu löhnen aus dem Netz ziehen kannst (alle Infos und Links findest du hier im dunkelblau-Weblog). Ein warmer, zarter Song mit einer Melodie, die Dich umarmt. Und, und das ist echt mal eine Seltenheit, ein Blues Traveler-Song ohne Mundharmonika. Auch mal schön.

FUN LOVIN‘ CRIMINALS – KOREAN BODEGA
Da überkommt mich so ein „Ach, na eben!“-Gefühl! Die FLC sind eine wirklich coole Band, und „Korean Bodega“ (1998) ist einer dieser Songs, bei denen Du mitwippst und denkst: „In einer gerechteren Welt liefen solche Songs tagein, tagaus im Radio, und nicht immer die Spears!“

ELLIOT SMITH – WALTZ #2

Ach nee – diese Compilation hier ist anderthalb Jahre nach der entstanden, die ich im Mixtape (4) beschrieben habe. Aber da war der Song auch schon drauf. Manche Lieder lassen Dich eben lange, lange nicht los. Und manche nie. Wahrscheinlich ist das hier so einer. Mehr zu „Waltz #2“ und Elliott hier im dunkelblau Weblog.

OCEAN COLOUR SCENE – FOXY’S FOLK FACED
Auch eine dieser Bands, die gerne und oft auf meine Mixtapes drauf muß. Ein Stück der großen „Marchin‘ Already“-Platte, sanft, kurz, amtlich. Auch so eine Band fürs Herz.

IVAN NEVILLE – ANIMAL ANTICS
Diese Stimme. Tief, sexy, schwarz. Ivan ist einer der jüngsten Sprosse (Sprösse? Sprossae? Hilfae!) der Neville-Familie. Vor zwei Jahren hat der Kerl eines der schönsten Rhythm’n’Blues-Soul-Funk-Alben hingelegt, das ich kenne. „Saturday Morning Music“ heißt das. Dieses Stück hier stammt von der Platte „Thanks“, die mir, alles in allem, ein wenig zu poppig ist. „Animal Antics“ fällt da aus dem Rahmen – ein vertrackter, cleverer Blues.

GAS GIANTS – YOU’RE ABSOLUTELY
Als die Gin Blossoms (vorläufig) Geschichte waren, kamen für kurze Zeit die Gas Giants. Dreiminuten-Rocksongs noch und nöcher, einer schmissiger als der andere. „You’re Absolutely“ ist ein melodietrunkenes Meisterwerk.

KEB MO – JUST GIVE ME WHAT YOU GOT
Der Herr geht macht es im Moment genau andersherum als Ivan Neville. Ivans Platten waren früher ein wenig kitschig und poppig. Keb Mos Platten sind es heute. Dabei ist der Typ eine wirklich coole Sau, hat eine markante, beseelte Stimme und handwerklich makellose Musiker im Rücken. Dieser Song hier stammt aus besseren Zeiten. Aus Zeiten, in denen er noch nicht jeden Sch**ß aufgenommen hat, nur um wieder im Radio gespielt zu werden.

SINÉAD O’CONNOR – SUMMER’S END

Ganz ohne Zweifel eines der zehn besten Stücke der Sinéad O’Connor. „Summer’s End“ ist ein Monster, ein Liebhaber, ein Freund, ein Feind – alles zur gleichen Zeit. Vor einer schier undurchdringbaren Wall of sound tänzelt eine Kinderliedmelodie, und die Godess of Song erzählt von unerfüllter, aber zugleich bedingungsloser Liebe. Sensationell produziert (laut hören! LAAAAUUUUTT!), und von Sinéad gewohnt leidenschaftlich gesungen: „I am that woman…“

CHRIS BARRON – SOME ENCHANTED EVENING
Chris und seine Ukulele – von der uneinholbar besten Platte, die Ende der Neunziger in New York City eingespielt wurde. „Shag“. Mehr sag ich nicht. Kaufen, selber hören und glücklich werden!

NICK DRAKE – WAY TO BLUE
Der schwermütige, tragische Nick Drake mit einem beklemmenden Song, der den Hörer fassungslos zurückläßt. Nur in Streicher gebettet singt Drake eine derart melancholische Stimmung daher, dass man sich ganz, ganz dringend jemanden wünscht, der einen für ein paar Augenblicke in den Arm nimmt.

THE GETAWAY PEOPLE – THE GOOD LIFE
Ganz krasser Schnitt! Die GAP sind cool, modern und funky wie nix Gutes. Es ist wirklich sehr schade, dass diese Band kaum noch in Erscheinung tritt. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass diese Herren in Norwegen wohnen, und nicht irgendwo in Manhattan!

GARY MOORE – DARK DAYS IN PARADISE
Argh! Was hat mich denn da geritten? Dass ich früher mal (ehrlich, früher, ich meine so vor zehn Jahren und früher) Gary Moore cool fand, ist ja an sich schon peinlich. Aber dass ich 2001 (!) diesen „Song“, der sich anhört, als hätten die Flippers während eines Hawai-Aufenthaltes einen Englischkurs besucht, auf ein Mixtape nehme, kann ich mir nur so erklären (schönreden): Das ist ironisch gemeint! Ehrlich! Ach was solls, all meine Credibility ist wohl ein für alle mal dahin. Schlimmes Lied eines mediokren Künstlers. Aber es wirkt: ich krieg jedes Mal einen Lachanfall, wenn ich es höre.

IMPERIAL DRAG – DANDELION
Okay, das ist jetzt wieder richtige Musik. Und richtig gute. Leider ist von ID meines Wissens nur eine einzige Platte überliefert, sie datiert auf das Jahr 1996. Aber die war ganz großer und glamuröser Rock’n’Roll. „Boy Or A Girl“ war das von mir meistgehörte Lied, während ich fürs Abi gepaukt habe. Hilfe, ich klinge wie ein alter Mann, der vom Krieg erzählt! Aber ja, das ist acht Jahre her. Obs mir nun gefällt oder nicht.

TODD THIBAUD – THAT WASN’T ME
Ein alter Gassenhauer von Todd, der, eifrige Leser dieses Weblogs wissen es längst, demnächst eine neue Platte rausbringt. Da kommt einfach nur Vorfreude auf!

DAVE MATTHEWS BAND – ANGEL
Bei ganz vielen Fans ist dieses Stück als kitschiges Machwerk und Zumutung verschrien. Was ich nicht verstehen kann. Schon wahr, „Angel“ hat nicht den Charme von „Two Step“ oder „Typical Situation“ und kommt sehr, sehr eingängig daher. Aber schön isses trotzdem. Irgendwie.

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Autor: Daniel Heinze

radio guy, pr consultant, traveller, music enthusiast: 2% jazz & 98% funky stuff.

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