Behind the music: Eine Band namens Phish (1983 – 2004)

„Phish has nothing left to prove.“ (New York Times)

Trey Anastasio, Mike Gordon, Jon Fishman und Page McConnell – vier Musiker aus Burlington, Vermont. Besser bekannt sind die vier, zumindest in den Vereinigten Staaten, als Phish – eine Band in bester Tradition der Mutter aller Jambands, Grateful Dead. Simple Melodien, die in vertrackte kompositorische Wagnisse münden, schier endlose Liveshows voller Improvisation, Lebens- und Spielfreude.

Seit dem 15. August 2004 sind Phish Geschichte – fast 22 Jahre haben die vier gemeinsam Musik gemacht. Musik, die nicht immer sofort eingängig ist, oder das, was man gemeinhin als „schön“ bezeichnen würde. Im Gegenteil: Grenzen auszureizen, die Struktur „Song“ zu erforschen und zu hinterfragen, aber dabei nie allzu verkopfte Stücke abzuliefern, war das Hauptziel der Band. Und – natürlich Spaß an dem zu haben, was sie da tun.

Und den hatten sie, bis zuletzt. In den USA haben Phish eine unglaublich große Fangemeinde, hierzulande waren den Jungs nie nennenswerte Erfolge vergönnt. Warum es mit der Band zu Ende ging? Man soll aufhören, wenns am schönsten ist, heißt es bei uns. Und vielleicht war es für die Jungs gerade „am schönsten“. Vielleicht hatten sie diesen Punkt aber auch bereits überschritten. Hat die angebliche Drogensucht des Frontmanns Trey was mit dem Ende der Band zu tun? Gab es Streits? Worum geht es überhaupt, wenn man von Phish spricht? Im folgenden findest Du einige lesenswerte Seiten, die Dir Auskunft geben können über diese Band, und über das Phänomen Phish.

Besonders interessant sind die Berichte über die letzte Show der Band – ein Zweitagefestival, das gehörig ins Wasser fiel. Meilenweite Staus? Organisatorisches Debakel? Ausnahmezustand? Und dennoch eine Show für die Ewigkeit? Klingt übertrieben, war aber so!

Eines können diese Artikel und Seiten natürlich nicht vermitteln: die Essenz von Phish, die Musik. Ob späte Alben wie „Farmhouse“ oder „Billy Breathes“, oder aber frühe Meisterwerke wie „Rift“ – erst, wer sich mit den Platten dieser Ausnahmeband beschäftigt, kann – zumindest ansatzweise – verstehen, warum Phish mehr ist als „just another rock band“. Entschuldigung, war.

All things Phish
Das FAQ (frequently asked questions) über Phish auf Phish.net ist sensationell – in sich fast eine literarische Meisterleistung. Eine Sammlung von Zitaten, Geschichten und Originalinterviews mit der Band. Hier gehts lang!

Von Junta bis Undermind
Die Website phisharchive.com bietet einen Überblick über Phish-Alben, die Gold wert ist. Verständlich geschriebene Reviews, geschrieben zwar von überzeugten Phans, aber die waren schon immer auch die härtesten, weil herzlichsten Kritiker der Band. Hier lang, bitte!

Live is life
Die zentrale Botschaft der Band: es geht in erster Linie um die Liveshows. Jeder Auftritt ein Unikat, keine Setlist wie die andere, immer neue Experimente, Überraschungen und Sensationen. Nochmal gehts zu phish.net, und zwar auf diesem Weg!

The End
Das Ende der Band: in Conventry sollte ein unvergeßliches Musikspektakel steigen, mit dem Phish ihre Karriere beenden wollten. Es wurde ein unvergeßliches Spektakel. In jeder Hinsicht. Mehr kann bei einem Open-Air-Festival eigentlich nicht schieflaufen als bei diesem. Die Zeitschrift Caldedonian Record hat alle Ereignisse vor, während und nach dem Festival aufs genauste beobachtet. In Wort und Bild – die beste Informationsquelle über das, was Phish-Fans nur noch stirnrunzelnd als „Coventry incident“ bezeichnen. Darf ich bitten?

Die Phans
Jede Menge Berichte von Fans existieren über das, was in Conventry geschah. Eine recht repräsentative und vor allen Dingen äußerst unterhaltsam zu lesende Auswahl an Augenzeugenberichten bietet die Fanseite phish.net hier.

Außerdem sei noch auf die offizielle Website phish.com verwiesen – allein an der News-Abteilung erkennst Du, was für ein Debakel der letzte Auftritt von Phish, zumindest organisatorisch, gewesen sein muss.

Das für diesen Eintrag genutzte Foto stammt von den Promo-Aufnahmen zum vorletzten Phish-Album „Round Room“, gefunden auf phisharchive.com.

Autor: Daniel Heinze

Hallo, hier schreibt Daniel. Ich lebe in Leipzig, mache Radio, PR und gelegentlich auch Musik - als eine Hälfte des Rockpop-Duos 2zueins.

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